Regensburg



Stadt Regensburg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Annerose Raith

Kontaktdaten:
Amt für kommunale Jugendarbeit
D. Martin-Luther-Straße 3
93047 Regensburg
Tel: 0941-5071550
Email:
www.schulen-regensburg.de www.schulen.regensburg.de/
extremismus/
jugend_fuer_vielfalt_toleranz_und_demokratie/
jugend_fuer_vielfalt.php?navid=9
  Fördergebiet:
Gesamtstadt Regensburg
Größe: 81 qkm
Einwohnerzahl: 144.000
Förderzeitraum: 01/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Das Netzwerk muss gefestigt und verselbstständigt werden.
2. Migrantenorganistionen sollen weiterhin eingebunden und der Dialog untereinander soll gefördert werden.
3. Demokratie und Toleranzerziehung - Es sollen Projekte entstehen, die Demokratie und Toleranz bei den Kindern und Jugendlichen fördern und auch Strukturen schaffen, die über den Projektzeitraum bestehen bleiben.

Handlungskonzept:
Schon im Jahr 2006 hatte sich der Stadtrat gegen radikale Umtriebe ausgesprochen: "Ein friedliches Zusammenleben von Bürgern unterschiedlicher weltanschaulicher und politischer Herkunft sichert einen fairen, am Interessenausgleich orientierten Meinungsaustausch und garantiert Minderheitenrechte. Der Stadtrat der Stadt Regensburg appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger sich gewaltfrei, engagiert und mutig zu zeigen, dass Regensburg eine offene Stadt ist, indem Rechtsextremismus und seine Erscheinungsformen nicht geduldet werden." Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt für das Förderprogramm beworben und wurde am 1.1.2007 aufgenommen.

Im ersten Förderjahr wurden verschiedenste Einrichtungen, Verbände, Vereine und Institutionen über das Programm "VIELFALT TUT GUT." informiert und ein Netzwerk aus dem Jugendbereich, Schulen, Bildungsträgern, Parteien, Freiwilligenarbeit, Sport, Migrantenselbstorganisationen, religiösen und sozialen Organisationen, Medien und Polizei hat sich gebildet. Das Netzwerk wird von der Koordinierungsstelle angeleitet und begleitet. Parallel wurde der Begleitausschuss gegründet. Folgende Einzelprojekte wurden u. a. durchgeführt:
· Verschiedene interkulturelle Familien- und Jugendfeste, die deutlich gemacht haben: bei uns ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Rechtsradikalismus.
· Interkulturelle Trainings und Argumentationstrainings gegen "Stammtischparolen" für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, für sozial benachteiligte Jugendliche, Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen.
· Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements durch den Stadtjugendring, Erstellung eines "Wahlomats" für die Kommunalwahl 2008.

Es sind im gesamten Förderzeitraum verschiedene Kulturprojekte durchgeführt worden, die speziell Kinder und Jugendliche bei den Themenschwerpunkten Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus mit künstlerischen Methoden aufgeklärt haben.

Im Jahr 2009 ist das Netzwerk verfestigt und erweitert worden, muss aber im Jahr 2010 strukturell abgesichert werden, dies gilt auch für die Stadtteilnetzwerke. Dabei muss die Erfahrung aus vorherigen Förderjahren genutzt werden. Weiterhin sollen Fortbildung, Information und interreligiöse Kommunikation gefördert werden. Dabei werden die Projekte entweder in sich abgeschlossen oder eine Weiterführung über den Förderzeitraum hinaus möglich sein.

Zielgruppen:
· Eine Zielgruppe sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bildungsbereich, d. h. Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, die sich beruflich mit der Thematik auseinandersetzen müssen.
· Eine weitere Zielgruppe sind Ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden, die Handwerkszeug brauchen, um mit den Themen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit arbeiten zu können.
· Die dritte Zielgruppe sind die Kinder und Jugendlichen selbst, wobei teilweise auch die Eltern/ Erziehungsberechtigten miteinbezogen werden und/ oder spezielle Angebote für sie gemacht werden. Eventuell müssen geschlechtsspezifische Angebote für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen angeboten werden. Eine weitere Zielgruppe stellen Migrantenselbstorganisationen sowie Migrantinnen und Migranten selbst dar.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Amtes für Wirtschaftsförderung, des Stadtjugendringes, der Polizei, der Arbeitsagentur Regensburg, der ARGE Stadt Regensburg, des Jugendmigrationsdienstes (katholisch und evangelisch), des Ausländerbeirates, der Stadtratsfraktionen (SPD, CSU, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP, FW, ÖDP), der jüdischen Gemeinde und der Koordinierungsstelle im Amt für kommunale Jugendarbeit.