Bremer Welttheater

Modellprojekt "Bremer Welttheater" veröffentlicht Workshop-Handreichung

"Love and Hate": Diesen Titel trägt die jetzt erschienene Workshop-Handreichung des Modellprojekts "Bremer Welttheater - Theater machen, gut rüberkommen, erfolgreich miteinander leben" des Vereins Chinelo-Theaterhaus e. V.

Im Workshop "Love and Hate" lernen Jugendliche Situationen richtig einzuschätzen und deeskalierend zu handeln.

Die Grundlage der Handreichung bildet der im Rahmen des Modellprojekts konzipierte präventiv-pädagogische Theater-Workshop "Love and Hate - Und welche Erfahrung hast Du schon mit Gewalt gemacht?", der für die Projektwoche von zwei zwölften Klassen des Schulzentrums Grenzstraße Walle entwickelt wurde. Auf Basis der theaterpädagogischen Erfahrungswerte wurden übertragbare und nachhaltig anwendbare Module zu interkulturell bedeutsamen Themen zusammengestellt und verschriftlicht.

Im Mittelpunkt des Workshops "Love and Hate" steht die Frage, welche Erfahrungen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst schon einmal mit Gewalt gemacht haben. Mittels theaterpädagogischer Methoden werden die Kinder und Jugendlichen unterstützt, ihre persönlichen Erlebnisse darzustellen. Dabei wird über das Erlebte reflektiert und nach Alternativen zu Reaktion, Verlauf und Ausgang der durchlebten Situation gesucht. Kinder und Jugendliche sollen dadurch geschult werden, gefährliche Situationen und eigene Möglichkeiten richtig einzuschätzen, um situationsbedingt deeskalierend zu handeln. "Gewalt ist eine destruktive Kraft, in der aber auch viel Potenzial steckt, das pädagogisch positiv genutzt werden kann. Der Workshoptitel 'Love and Hate' steht für die Polarität dieser Thematik. Die Jugendlichen sollen verstehen, dass sie selbst entscheiden, wie sie auf Provokationen reagieren. Es liegt bei ihnen, ob sie positiv oder negativ antworten", erklärt Theaterpädagogin Dzenet Hodzda, die Workshop und Handreichung konzipiert hat.

Ein Vorteil des Workshops ist die flexible Anwendung. "Er kann auf alle Formen von Gewalt und Rassismus angewandt und adaptiert werden. Auf diese Weise lassen sich akute Probleme wie zum Beispiel 'Mobbing' sofort aufgreifen und bearbeiten", erläutert Claudia Beißwanger, Projektleiterin des "Bremer Welttheaters". "Wir freuen uns, wenn die Handreichung dazu beiträgt, den Verantwortlichen den eigenständigen Einstieg in die interkulturelle Theaterarbeit mit Jugendlichen zu erleichtern. Hierfür gibt die Handreichung Einblick in die angewendeten Feedbackverfahren und eine Einführung in theaterpädagogische Rollenspiele", so die Projektverantwortliche.

Die Handreichung zum Workshop "Love & Hate" ist als PDF-Dokument abrufbar.
Weitere Informationen zum Modellprojekt "Bremer Welttheater" und dem Workshop "Love and Hate" erhalten Sie unter: www.bremer-welttheater.de und




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