Motivation für ein gleichberechtigtes und tolerantes Miteinander: die Ausstellung "7xjung"
Gesicht Zeigen! eröffnet Ausstellung "7xjung"
"Trainingsplatz für Zusammenarbeit und Respekt" - so lautet der vielsagende Beititel der neuen Ausstellung "7xjung" des Berliner Vereins Gesicht Zeigen! e. V. Am 7. Juni eröffnete Gesicht-Zeigen!-Vorstand Uwe-Karsten Heye die Ausstellung in den S-Bahnbögen am Bahnhof Bellevue in Berlin im Beisein zahlreicher prominenter Gäste wie Prof. Dr. Maria Böhmer, Bundesbeauftragte für Migration, Gesicht Zeigen!-Schirmherr Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder, Dr. Michael Naumann, Staatsminister für Kultur a. D., dem Berliner Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten André Schmitz sowie zahlreichen weiteren prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern.
"7xjung - Dein Trainingsplatz für Zusammenarbeit und Respekt" ist eine bislang einzigartige künstlerische, experimentelle Ausstellung, die Erfahrungen mit Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung behandelt und zeigt, was man dagegen tun kann. "7xjung" will junge Menschen ermutigen, sich als "Mit-Menschen" zu verhalten und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Lernen sollen die Jugendlichen vor allem eins: Ein gleichberechtigtes und tolerantes Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine große historische Errungenschaft, die es im Kleinen ständig neu zu schaffen gilt. Das neuartige Konzept aus Ausstellung und "Training" lässt die Jugendlichen ahnen und spüren was passiert, wenn das sichergeglaubte demokratische Fundament plötzlich brüchig wird.
Die im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT." geförderte Ausstellung inszeniert in sieben Räumen sieben Themen aus der Lebenswelt von Jugendlichen, wie sie sie heute erleben, aber auch zur Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben. Die sieben verschiedenen Themenbereiche der Ausstellung inszenieren Erfahrungswelten wie "Mein Zimmer", "Mein Sport" oder "Meine Musik". In Fotos, Filmen, Klangkollagen, Texten und Installationen präsentieren die Themenräume biografische Episoden aus Geschichte und Gegenwart, die Erfahrungen mit Antisemitismus und Diskriminierung, von Unterstützung und Selbstbehauptung schildern. Somit entsteht auf einzigartige Weise ein Brückenschlag vom Damals ins Heute, der die jugendlichen Besucherinnen und Besucher in ihrer gegenwärtigen persönlichen Situation anspricht, zum Nachdenken und Nachempfinden anregt.
"'7xjung' geht vom Heute aus. Wir führen in aktuelle Settings, in moderne Zusammenhänge und experimentieren mit innovativen, überraschenden Zugängen zur NS-Geschichte. Auf diese Weise bieten wir ein absolut neues, ungewöhnliches Ambiente", erläutert Gesicht Zeigen!-Geschäftsführerin Sophia Oppermann das Ausstellungskonzept.
Ab 10. Juni ist "7xjung" öffentlich zugänglich, vormittags ausschließlich für Schulklassen und Jugendgruppen. Öffnungszeiten: Do - So von 14 – 18 Uhr und für Schulklassen/ Jugendgruppen nach Anmeldung Mo. - Fr. 9 - 13 Uhr. Ort: S-Bahn-Bögen Bahnhof Bellevue, Flensburger Str. 3, 10557 Berlin. Anmelden können Sie sich hier.
Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie unter www.7xjung.de, Kontakt: Jan Krebs, Tel. 030/3030 808 25