| Kontaktdaten: Stadt Kaufbeuren Koordinierungsstelle Kaiser-Max-Straße 1 87600 Kaufbeuren Tel: 08341-437388 Email: www.kaufbeuren.de www.kaufbeuren-aktiv.de/ cms/ front_content.php?idart=59 |
Fördergebiet: Kaufbeuren Größe: 40 qkm Einwohnerzahl: 43.550 Förderzeitraum: 10/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Kaufbeuren betreibt "aktiv" Toleranz- und Demokratieerziehung.
2. Alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich am Lernprozess Integration.
Das Leitziel 1 soll durch den Umgang mit der lokalen und überregionalen Vergangenheit, die aktive Mitgestaltung der demokratischen Kultur in allen Lebensbereichen von Kindern, Jugendlichen und Eltern, die Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei antidemokratischen Vorkommnissen an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie durch Pressekampagnen und öffentliche Veranstaltungen erreicht werden.
Das Leitziel 2 soll durch gemeinsame Veranstaltungen zur Verständnisförderung, Ansprache und Einbindung isolierter Bevölkerungsteile, Ausbau der Kommunikationsbereitschaft und Partizipation, Betonung von Gemeinsamkeiten, Abbau von Vorurteilen und Klischees, Information über Werte zu den verschiedenen Kulturen sowie durch die Integration von Migrantinnen und Migranten ins bürgerschaftliche Engagement erreicht werden.
Handlungskonzept:
Im ersten Förderjahr wurden insbesondere öffentlichkeitswirksame Projekte durchgeführt um das Programm bekannt zu machen und um für diese Thematik zu sensibilisieren:
· Ausarbeitung und Durchführung einer Wanderausstellung
· Entwurf und Gestaltung eines Denkmals
· Durchführung von Schulungen zur Gewaltprävention und Sozialkompetenzstärkung
· Entwicklung von effektiven, jugendgerechten und lebensnahen Veranstaltungsformen in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen
· Mikrosozialraumbeteiligung für Kinder
Im zweiten Förderjahr wurde verstärkt auf die Weiterentwicklung und Festigung von Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche Wert gelegt. Schwerpunkt war die Integration von Migrantenfamilien. Hierzu wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:
· Austausch und gemeinsame Aktionen für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund
· Information und Sensibilisierung durch lokale Projekte aus dem ersten Förderjahr in Form von Ausstellungen, Filmen und Vorträgen
· Durchführung von innovativen Projekten mit kultureller und sportlicher Ausrichtung
· Partizipation weiterer Randgruppen, die bisher noch nicht erreicht wurden
· Umsetzung der gewaltpräventiven Ausbildungen in die Praxis
Im dritten Förderjahr erfolgt die Verstetigung von "VIELFALT TUT GUT." durch:
· Stabilisierung und Verankerung der geschaffenen Gremien und Partizipationsformen
· Innovative Projekte mit kultureller, sportlicher und musischer Ausrichtung, um nochmals die breite Öffentlichkeit erreichen zu können
· Verstetigung von Einzelprojekten und Projektansätzen
· Verankerung von Projektergebnissen (z. B. Ausstellungen) als dauerhafte Elemente im Stadtmuseum bzw. Übernahme in kommunale Entwicklungskonzepte (z. B. Jugendpartizipations- und Jugendschutzcurriculum)
· "VIELFALT TUT GUT." wird Bestandteil in der Umsetzung von Integrations-, Jugend- und Schulprojekten
· Aufnahme der Thematik in den Aufgabenkatalog des neuen Integrationsbeirates
Zielgruppen:
Folgende Zielgruppen werden mit den Projekten erreicht:
· Männliche Jugendliche mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit und Gewalttätigkeit mit schlechter oder geringer Schulausbildung
· Kinder und jüngere Jugendliche in Grund- und Hauptschulen
· Migrantinnen und Migranten der ersten und zweiten Generation, mit verschiedenen religiösen Hintergründen
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Integrationsbeiratsmitglieder und Seniorenbeauftragter
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, sowohl Eltern aber auch Jugendliche selbst über Schulen (z. B. Schulsprecherinnen und -sprecher), Jugendzentren, Vereine und Jugendgruppen (auch muslimische)
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss besteht aus 23 Mitgliedern. Eine paritätische Vertretung ist gegeben, außerdem liegt der Anteil von Jugendlichen unter 27 Jahren bei 50 %. Zu Beginn der Förderperiode wird ein/e Vorsitzende/r gewählt. Jedes Einzelprojekt wird von einem Mitglied aus dem Begleitausschuss als Mentor begleitet.
Im Begleitausschuss sind derzeit folgende Personen/ Organisationen vertreten: Oberbürgermeister, Koordinierungsstelle, Stadtrat, Stadtjugendring, Sportvereine, Jakob-Brucker-Gymnasium, Schülerinnen und Schüler bzw. Schülersprecher, Integrationsbeirat, Arbeitskreis Aussiedler, Quartiersmanagement, Kulturwerkstatt, das Jugendzentrum, Abteilung Kinder, Jugend und Familie, Wirtschaftsvertreter und das Generationenhaus.