Göppingen

Stadt Göppingen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Ulrike Haas

Kontaktdaten:
Stadtverwaltung Göppingen
Referat Kinder und Jugend
Hauptstr. 1
73033 Göppingen
Tel: 07161-650457
Email:
www.goeppingen.de www.vielfalt-in-goeppingen.de
  Fördergebiet:
Stadt Göppingen
Größe: 59 qkm
Einwohnerzahl: 57.336
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Bevölkerung der Stadt Göppingen ist sensibilisiert für die Vielfalt in Bezug auf Kulturen, Religionen, Herkunftsländer, Geschichtsbezüge, politische Grundhaltungen und die unterschiedlichen Chancen. Dies gilt insbesondere für Jugendliche. Sie werden speziell zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult, die sich über die neue Website www.vielfalt-in-goeppingen.de zum Thema äußern und weitere Medien erstellen. Aber auch Fachkräfte der Jugendarbeit sollen stärker beteiligt werden, um die Nachhaltigkeit der erarbeiteten Inhalte, Einstellungen etc. zu ermöglichen.

2. Die vielfältigen Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt sind zielgruppenspezifisch weiter ausgebaut, bei diesen bekannt gemacht und werden stärker als zu Projektbeginn genutzt. Insbesondere der respektvolle Umgang von Jugendlichen mit verschiedenem kulturellem Hintergrund wird gefördert. Verschiedene Formen der Beteiligung werden zielgruppengerecht angewendet und die Akteurinnen und Akteure in Verwaltung, Politik und Sozialarbeit setzen sich mit den unterschiedlichen Zielgruppen und ihren Interessen auseinander.

Handlungskonzept:
Im Vordergrund steht die weitere Implementierung des Vielfaltgedankens bei Politik, zivilgesellschaftlichen Gruppen und der breiten Öffentlichkeit. Umfangreiche Kommunikationsprozesse mit den beteiligten Netzwerken sind angestoßen. Dem Aufruf zur Einreichung von Einzelprojekten folgt die Projektberatungsphase durch die lokale Koordinierungsstelle. Nachdem der Begleitausschuss aus den eingereichten Einzelprojektvorschlägen eine Auswahl getroffen hat, startet die konkrete Projektarbeit.
Im dritten Jahr wird der Fokus insbesondere auf die Qualifizierung der zivilgesellschaftlichen Akteure zu Multiplikatoren gelegt, und zwar Jugendliche, pädagogisch Tätige, bürgerschaftlich Engagierte, Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter etc.
Es gilt Kontakt zu noch fehlenden zivilgesellschaftlichen Akteuren aufzunehmen und diese zu beteiligen. Die Verknüpfung mit den Prozessen der Integrationsbeauftragten (Gründung eines Ausschusses für Integration und Integrationsplan) sind notwendig. Im "Café Vielfalt" als öffentliche Plattform werden weiterhin sowohl Akteurinnen und Akteure, als auch die Öffentlichkeit zu einem offenen Diskurs angeregt.

Die Mitwirkung durch die von der Stadt beauftragten Träger der Jugendarbeit wird sichergestellt und die Verpflichtung zur Unterstützung des Vielfaltgedankens in künftige Förderkonzeptionen integriert.
Hohen Stellenwert hat im dritten Programmjahr die Vermittlung eines Toleranzbegriffs, z. B. im Rahmen von Seminaren.
Kleine Vereine, vor allem Migrantenorganisationen werden ermuntert, sich am Programm zu beteiligen. Die Erarbeitung eines Instrumentariums und dazugehörende Qualifizierungen zum Thema "Demokratische Konfliktlösung im öffentlichen Raum" steht an. Botschafterinnen und Botschaftern in der Verwaltung und den Schulen sollen eine gewichtigere Rolle bei der Vermittlung der Themen Demokratie und Vielfalt zukommen. Auch weitere Bildungseinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen und VHS sollen Orte der Vielfalt werden können.
Gegen Jahresende sollen die gemachten Erfahrungen in einem Fachtag ausgewertet werden. Eine Broschüre über diesen Prozess rundet das letzte Vielfaltjahr ab und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen für’s Weitermachen.

Zielgruppen:
Die Zielgruppen, die im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen, sind vorrangig männliche Jugendliche mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit, im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Sie wohnen in eher ländlichen Stadtbezirken, besuchen aber i. d. R. Schulen in der Stadtmitte, überwiegend Haupt- und Realschule, seltener das Gymnasium. Auch männliche Jugendliche, die ihrerseits Migrationshintergrund haben, können hierbei im Fokus stehen, wenn es um die Einstellung und Abgrenzung gegenüber anderen Kulturen als der ihrigen geht.
Weiterhin geht es im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes um Migrantinnen und Migranten insbesondere in Stadtteilen, wo deren Anteil besonders hoch ist, Eltern keine hohe Bildungsmotivation haben und die Gefahr der Desintegration besteht. Nicht außer Acht gelassen werden einflussreiche, gesellschaftliche Akteursgruppen, aber auch die Medien, die Wirtschaft, etc. Letztlich werden in der Erziehung tätige Personen im Laufe des LAP- Zeitraumes ermuntert, ihr eigenes Verhalten, ihre Sprache etc. zu reflektieren und sich bewusst zu machen, um der jungen Generation Vorbild sein zu können. Dies wird einen wichtigen Schwerpunkt im dritten Jahr der Programmteilnahme bilden.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Dem Begleitausschuss gehören an: Vertreterinnen und Vertreter des Jugendgemeinderates, des Integrationsausschusses (Nachfolge des Forums für Integration mit mehr Beteiligungsmöglichkeiten auch für nichtorgansisierte Migrantinnen und Migranten), der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen (CDU, SPD, FDP + FW, VuB, Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke), des Gesamtelternbeirats der Göppinger Schulen, des Ökumenischen Ausländerbeirates, des Stadtjugendringes, des Ämternetzwerkes wie auch aus der Verwaltungsspitze sowie die geschäftsführenden Schulleiterinnen und -leiter der Grund-, Haupt- und Realschulen, wie auch der Gymnasien.




Lokale Aktionspläne
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