Güstrow



Landkreis Güstrow

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Bianca Lübke, Dr. Britta Ender

Kontaktdaten:
Landkreis Güstrow
Jugendamt
Am Wall 3-5
18273 Güstrow
Tel: 03843-7555131 bzw. 03843-7736230
Email:
Email 2:
www.kreis-gue.de jugendportal.kreis-gue.de
  Fördergebiet:
Landkreis Güstrow
Größe: 2.058,52 qkm
Einwohnerzahl: 100.855
Förderzeitraum: 08/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Die Stärkung von demokratischen Strukturen im Landkreis Güstrow.

Handlungskonzept:
Es sind unterschiedliche Förderebenen entwickelt, in denen einerseits landkreisweit, andererseits auf der Ämterebene und letztlich auf der regional-lokalen Ebene gearbeitet wird.

1. Austausch- und Bildungsebene
Landkreisweit angelegte Bildungsprojekte erreichen sowohl Schülerinnen und Schüler, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen als auch Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten. Durch den fachlichen Austausch verschiedener Professionen aus den Bereichen Kindertagesstätten, Schule und Jugendhilfe sowie Bildungsmaßnahmen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Eltern, Schülerinnen und Schüler, Erzieherinnen und Erzieher in Bereichen wie Entwicklung von Argumentationsstärke und Zivilcourage oder auch der Entwicklung von pädagogischem Feingefühl in Konfrontation mit extremistischen Erscheinungen, wird dies erfolgreich umgesetzt. Neue Methoden in der Elternarbeit werden entwickelt und erprobt. Demokratiefördernde und kulturpolitische Bildungsarbeit wird in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen umgesetzt. Außerdem sollen generationsübergreifende Projekte initiiert werden. Während des Förderzeitraums gegründete Elternstammstische sowie demokratiefördernde Workshops in Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit und Schule werden im Förderjahr 2010 weiterentwickelt und werden auch künftig fester Bestandteil in der Bildungsarbeit auf Landkreisebene sein. Demokratielernende Unterrichtsmodule werden vor Ort in der Erzieherausbildung erprobt.
Die Ergebnisse (z. B. Konzepte für Workshops und Schulprojekttage, Wanderbibliothek) sind auf andere Nutzerinnen und Nutzer übertragbar (Entwicklung eines Fortbildungsangebots für Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter, Implementierung eines Unterrichtsmoduls in die Erzieherausbildung). Eine zukünftige Anwendung steht einerseits im hohen Interesse der Einzelpartner, andererseits aber auch im Handlungsziel der geschaffenen Netzwerkstrukturen.
Mit initiierten Newslettern sowie im Projektzeitraum entstanden pädagogischen Arbeitsmaterialien (z. B. Filme, Praxishandbücher, Projektmappen) stehen auch nachhaltig Materialien zur Verfügung, welche der thematischen Arbeit insbesondere mit jungen Menschen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dienen.

2. Stärkung der Vernetzungsebene im regionalen Raum der Städte und Ämter
Es haben sich in den Regionen auf Stadt- und Amtsebene Netzwerke und Bündnisse gebildet. Diese Netzwerke - bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Bereich Politik, Polizei, Sport- und Kulturvereine, Feuerwehren, Kirchen, Schulen, Kindertagesstätten, Wirtschaft, etc - haben sich im bisherigen Förderzeitraum organisatorisch stabilisiert. Diese gilt es im Jahr 2010 zu stärken und auch in den Folgejahren zu erhalten. Die Akteure haben ein lokales Instrumentarium der Transparenz und Zusammenarbeit geschaffen. Sie werden zukünftig auf die Netzwerkstrukturen zugreifen, sich austauschen und davon in ihrer zukünftigen Arbeit profitieren. Die Fortsetzung der thematischen Netzwerktreffen sichert den Informationsaustausch der beteiligten Partner (Ehrenamt-, Elternstammtisch, Fachgruppen Schülersprecher) und Teilnehmenden (Kinder, Jugendliche, Eltern etc.).
Demokratisch arbeitende Bürgerinitiativen werden unterstützt. Thematische Schwerpunkte können, je nach regionaler Situationslage, die interkulturelle Bildung ab frühem Kindesalter sein. Elternarbeit, generationsübergreifende Projekte im Bereich der politischen Bildung, Beteiligung, Motivation, Befähigung und Würdigung von Ehrenamt (und damit verstärkte die Förderung des Ehrenamtes), aber auch die Arbeit mit rechtsgefährdeten Jugendlichen sind vorstellbar. Integriert in diese Ebene werden auch Kleinprojekte aus den Regionen in den Bereichen Toleranz, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit, Förderung zur Motivation aktiver Ideenentwicklung und Projektverwirklichung durch Kinder und Jugendliche.

Nachhaltigkeit der Ergebnisse:
Die durch den Lokalen Aktionsplan Güstrow geschaffenen Strukturen konnten viele lokale Akteure zusammenbringen. Es wurde eine zukunftsweisende Grundlage für den Austausch und die Zusammenarbeit generiert. Die von beteiligten lokalen Partnern erarbeiteten Ergebnisse sind transferierbar. Sie können so auch in die zukünftige Arbeit einfließen. Sie weisen hohe, zukünftige Nutzungspotenziale auf, da Sie für die lokalen/ regionalen Strukturen bedarfsgerecht konzipiert und entwickelt wurden.

Zielgruppen:
a) Auf der Austausch- und Bildungsebene:
Alle in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätigen Personen (Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vereinen und anderen Institutionen, interessierte Einzelbürgerinnen und -bürger), und besonders Eltern

b) Auf der Vernetzungsebene:
Jugendeinrichtungen, Schulen, Kommunalpolitikerinnen und -politiker, Kirchen, Vereine, Polizei, MAEX, Kindertagesstätten, Initiativen, Freiwillige Feuerwehr, u. a. alle auf der jeweiligen regionalen Stadt- bzw. Amtsebene für den Aktionsplan wichtigen und interessierten Partner (ggf. Unternehmen, Einzelpersonen, bestehende Bündnisse), Arbeit mit rechtsorientierten und -gefährdeten Jugendlichen in verschiedenen Einrichtungen, Kinder (ab Kindergartenalter), Jugendliche und junge Erwachsene des Landkreises, Migrantinnen und Migranten

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Stadt- bzw. Amtsregionen, des Kreistages, des Jugendhilfeausschusses, des Jugendamtes, des Staatlichen Schulamtes, der Polizei, der Kirchen, der Bürgerinitiativen sowie Fachexpertinnen und -experten aus den Bereichen Jugendbeteiligung, Gender Mainstreaming, Rechtsextremismus und Migration zusammen.