| Kontaktdaten: Landkreis Bad Dürkheim Philipp-Fauth-Str. 11 67098 Bad Dürkheim Tel: 06322-961-4628 Email: www.kreis-bad-duerkheim.de www.lap-duew.de |
Fördergebiet: Landkreis Bad Dürkheim Größe: 594 qkm Einwohnerzahl: 135.116 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
Leitziel:
Der Lokale Aktionsplan soll zur Umsetzung von bildungs- und altersübergreifenden Projekten und Maßnahmen beitragen/ sowie Entwicklungen und Umsetzungen für Strategien zum Thema Vielfalt, Toleranz, Demokratie beinhalten.
Mittlerziele:
1. Partizipation von unterschiedlichen Alters- und Bildungsschichten an Projekten und Maßnahmen des Lokalen Aktionsplans Bad Dürkheim
2. Gewinnung von verstärktem zivilgesellschaftlichem Engagement
3. Vernetzung von verschiedenen sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen, der Zivilgesellschaft sowie von Verbänden und Vereinen
Handlungskonzept:
Zur ganzheitlichen Verfolgung des Leitziels wird die Planung in Mittler- und Handlungsziele unterteilt. Zur Zielerreichung sollen entsprechende Projekte entwickelt und durchgeführt werden. Die zu Grunde liegenden Handlungsschritte wurden mit dem Begleitausschuss erarbeitet und sollen zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure stärker einbinden.
a) Der Unwissenheit über Rechtsextremismus soll entgegen gewirkt werden, besonders an Schulen.
Schülerinnen und Schüler sollen sich intensiv mit der geschichtlichen Identität auseinandersetzen, indem entsprechende Projekte an und mit Schulen stattfinden und in diversen Unterrichtseinheiten ganzheitlich vor- und nachbereitet werden.
Soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sollen durch entsprechende Sozialtrainings und durch die Integration von Präventionsprogrammen (Polizei/ VS/ LJA) gefördert werden. Schülerinnen und Schüler sollen zum Eigenengagement motiviert werden, um sich an Projekten für Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu beteiligen. In diesem Zusammenhang sollen Jugendliche eigenständig Teams für Medien, Dokumentationen, Ausstellungen, Filmherstellung, Musikentwicklung und Veranstaltungslogistik etc. bilden. Auch die Schulleiterinnen und -leiter sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen stärker in das Konzept eingebunden werden, z. B. durch die Motivation sich als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu bewerben sowie Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen.
b) Die Prävention im Elementarbereich soll ausgebaut werden.
Auch im Elementarbereich sollen schon Präventionsmaßnahmen stattfinden, wie die weitere Einführung des Programms "Faustlos" in den Kitas des Landkreises und das Polizeiprogramm "PROP" in der Grundschule, die dem Erwerb sozialer Kompetenzen und Gewaltprävention dienen sollen. Hierzu gehört auch der verstärkte Einsatz sozialer Gruppenarbeiten in diesen Altersklassen. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Vereinfachung der Übergänge von der Kita zur Schule und von der Grund- zur weiterführenden Schule zur Zielerreichung beitragen.
c) Die Zivilgesellschaft soll sich mit der Thematik "Rechtsextremismus" im Landkreis auseinandersetzen.
Durch eine intensiv angelegte Öffentlichkeitskampagne (Plakate, Postkarten, Plakatwände, Give-aways etc.) sollen sich vor allem auch Jugendliche mit der Thematik auf politischer Ebene auseinandersetzen. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sollen auch einflussreiche lokale Akteure, wie beispielsweise die Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags, der Faktionen und der Wirtschaft stärker dazu aufgerufen werden, die Thematik aufzugreifen und als Standard in ihr Programm zu integrieren.
d) Der Gewalt auf Festen soll entgegen gewirkt werden.
Es sollen Informationsstände zur Aufklärung (Rechtsextremismus/ Gewalt/ Drogen) sowie entsprechende Aktionen mit und für Jugendliche (z. B. "keine Schorle für Nazis" etc.) auf Festen gestaltet werden. Die Ordnungsämter sollen mit entsprechenden Informationen versorgt werden. Die Veranstalter sollen über die Möglichkeit von Ausschlussklauseln informiert werden und sich dafür einsetzen, dass keine politischen Parteien auf den Festen als Veranstalter auftreten.
e) Die gemeinsame Arbeit gegen Rechtsextremismus soll intensiviert werden.
Die Vernetzungsarbeit zwischen Schulen, freien Trägern, Vereinen, Bündnissen, Organisationen etc. soll weitergeführt werden, z. B. durch entsprechende Planungstreffen. Auch die Multiplikatorenschulungen sollen weiter ausgeführt werden, z. B. auch als Lehrgänge mit Lizenzierung.
f) Weitere Jugendorganisationen sollen in die Arbeit des LAP integriert werden.
Die Jugendverbandsarbeit, die Jugendarbeit der Vereine, die Jugendarbeit der Parteien, der Jugendgemeinderat und die Offene Jugendarbeit sollen an gemeinsamen Aktionen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie planerisch und gestalterisch beteiligt werden.
Zielgruppen:
Der LAP Bad Dürkheim will alle Bevölkerungsgruppen generationenübergreifend in das Entwicklungskonzept integrieren. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus strukturschwachen Regionen.
Einerseits ist diese Altersgruppe von der im Landkreis vorherrschenden Problematik am meisten betroffen bzw. gefährdet und andererseits am besten mit präventiv-pädagogischen Maßnahmen zu erreichen. Außerdem bildet diese Altersgruppe den Hauptbestandteil des künftigen Bürgertums, das als sozial kompetenter und eigenverantwortlicher Teil der demokratischen Gesellschaft heranwachsen soll. Alle Gesellschaftsgruppen, die in irgendeiner Weise einen erzieherischen Auftrag an der Jugend wahrnehmen, sollen in die Arbeit für Vielfalt, Toleranz und Demokratie integriert werden. Denn Erwachsene, besonders aus dem primären sozialen Umfeld wie Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Erzieher (und Miterzieher), Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Lehrerinnen und Lehrer, aber auch einflussreiche lokale Akteurinnen und Akteure (z. B. Schulleiter, Pfarrer, Bürgermeister, Vereinsleiter etc.), greifen mit großer Vorbildfunktion in die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen ein und werden deshalb in die Handlungsfelder der Einzelprojekte einbezogen, bzw. fungieren als weitere Zielgruppe.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Seitens des Ämternetzwerkes sind im Begleitausschuss folgende Personen vertreten: Ein Kreisbeigeordneter der Kreisverwaltung Bad Dürkheim, die Dekanin des Prot. Dekanats Bad Dürkheim, der Polizeihauptkommissar/ Beauftragter für Jugendsachen der Polizeidirektion Neustadt.
Als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und der Zielgruppen sind folgende Personen beteiligt:
Die frühere Bürgermeisterin von Kirchheim, die frühere Vertreterin des Beirates für Migration und Integration und Lehrerin an der Berufsbildenden Schule im Landkreis, ein Jugendvertreter/ Azubi, ein Lehrer und Projektleiter des Projektes "Schule mit Courage" am Leininger Gymnasium Grünstadt, der Leiter der Einrichtung für Erzieherische Hilfen St. Rafael in Altleiningen, eine Jugendvertreterin und Leiterin der Projektgruppe Andechser Jugendfest Haßloch, eine Jugendvertreterin und ehrenamtliche Mitarbeiterin in der prot. Jugendarbeit Grünstadt, ein Jugendvertreter und Teilnehmer der Projektgruppe "Schule mit Courage" Grünstadt.