Dessau-Roßlau



Stadt Dessau-Roßlau

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Steffen Andersch

Kontaktdaten:
Koordinierungsstelle
Schlachthofstr. 25
06844 Dessau-Roßlau
Tel: 0340-2660214
Email:
www.dessau-rosslau.de www.lap-dessau-rosslau.de
  Fördergebiet:
Stadt Dessau-Roßlau
Größe: 245 qkm
Einwohnerzahl: 88.099
Förderzeitraum: 07/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Der Lokale Aktionsplan (LAP) Dessau-Roßlau strebt die Dominanz einer weltoffenen und toleranten Kultur an. Dabei hat er sich zum Ziel gesetzt, verbindliche Strategien zur Demokratieentwicklung zu erarbeiten. Demokratie wird durch den LAP nicht nur als politische Staatsform, sondern auch als Lebens- und Erlebniswelt aufgefasst, die es gilt gemeinsam weiter zu gestalten. Der Aktionsplan begreift sich als eine positiv besetzte zivilgesellschaftliche Bewegung, durch die es gelingen kann, ganz gezielt vor Ort zu intervenieren, bestehende Defizite als solche zu erkennen und passgenaue lokale Handlungsstrategien zu entwickeln.

Handlungskonzept:
Als Anspruch hat sich der LAP die Dominanz einer toleranten und weltoffenen Kultur auf die Fahnen geschrieben. Es geht im Kern darum, der Zivilgesellschaft, der Kommunalpolitik, der Wirtschaft, der Verwaltung und den Behörden geeignetes Handwerkszeug und die inhaltlichen Grundlagen näher zu bringen. Dafür bedarf es der politischen Rückendeckung in der Kommune sowie eines verstärkten Bürgerengagements.

Die Wirkungsmächtigkeit des Lokalen Aktionsplanes korrespondiert maßgeblich mit dessen Akzeptanz im öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich. Konkret und auf eine praktische Handlungsebene heruntergebrochen heißt das, dass auch die mannigfaltigen Projekte, Kampagnen und Angebote in Dessau-Roßlau Bestandteil des Aktionsplanes werden. Dadurch werden nicht nur Synergieeffekte geschaffen und Ressourcen gebündelt, sondern auch der Aktionsplan letztlich mit Leben erfüllt. Eine zentrale Rolle im aktuellen LAP-Konzept kommt dabei der Frage zu, wie es gelingen kann die bisher geförderten modellhaften Projekte, entstandenen Kooperationsgeflechte und mannigfaltigen Erfahrungen in einen Verstetigungsprozess zu überführen, der es ermöglicht dieses Know How auch über den Förderzeitraum hinaus für das demokratische Gemeinwesen der Stadt nutzbar zu machen.
Den erfreulichen Höhepunkt der bisherigen Debatte stellt dabei zweifellos die Gründung des Netzwerkes "Gelebte Demokratie für Dessau-Roßlau" am 07. Dezember 2009 dar. Mit diesem gesellschaftlich breit angelegten Zusammenschluss kann es gelingen, die Bemühungen um eine nachhaltige Verankerung demokratischer Werte entscheidend voranzubringen. Vor allem auch deshalb, weil Persönlichkeiten der Stadt aus Politik, Kultur und Wirtschaft zukünftig mit ihrem Namen diesen Bemühungen ein Gesicht verleihen. Zudem gilt es die entwickelte Idee, in der Stadt eine professionelle Arbeitsstelle "Demokratieentwicklung" zu verankern, konzeptionell zu verankern und im politischen Raum ein Bekenntnis dafür abzufordern. Eine weitere Herausforderung für den Aktionsplan wird in diesem Jahr darin bestehen, die LAP-Leitidee in kommunalen Entwicklungskonzepten verbindlich zu verankern.

Zielgruppen:
Der LAP richtet sich an freie und öffentliche Träger, Initiativen, Behörden, Verbände, Interessenvertretungen, Jugendliche und Erwachsene, die:
· Bereits zivilgesellschaftlich-demokratisch aktiv sind,
· Interesse an zivilgesellschaftlicher Arbeit in kooperativen Projekten haben,
· Konzeptionell gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Antisemitismus vorgehen,
· Potenzielle oder tatsächliche Opfer von rassistischer, antisemitischer oder rechtsextremer Gewalt darstellen,
· Sich noch keine tolerante Position erarbeitet haben.

weitere Zielgruppen:
· Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge
· Polizei und Justiz
· Schulen und Berufsschulen
· Jugendfreizeiteinrichtungen
· lokale/ regionale Wirtschaftsakteurinnen und -akteure
· Sportvereine und -verbände

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Dessauer Bündnisses gegen Rechtsextremismus, der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, der Deutschen Angestellten Akademie, des DGB Region Dessau, der Berufsbildenden Schulen III, der Polizei, der Stadt Dessau-Roßlau, des Jugendamtes und der Evangelischen Landeskirche Anhalt sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Dessau-Roßlau.