Ilm-Kreis

Ilm-Kreis

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Erich Rindermann

Kontaktdaten:
Landratsamt Ilm-Kreis
Ritterstraße 14
99310 Arnstadt
Tel: 03628-738447
Email:
www.ilm-kreis.de www.lap-ilmkreis.de
  Fördergebiet:
Ilm-Kreis
Größe: 843 qkm
Einwohnerzahl: 113.416
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Die Bürgerinnen und Bürger im Ilm-Kreis sollen für Vielfalt, Toleranz und Solidarität sensibilisiert und gestärkt werden. Die Achtung der Menschenwürde ist oberstes Prinzip des Zusammenlebens und zu fördern. Jede Form des Extremismus, vor allem des Rechtsextremismus, ist zu beachten und die Bürgerinnen und Bürger sollen sich entsprechend positionieren. Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger und entsprechende Bildungs- und Trainingsangebote für Kinder und Jugendliche sind dafür Voraussetzung.

Handlungskonzept:
Demokratie, Teilhabe, Zivilcourage, Toleranz, Solidarität, Identität und Multikulturalität sollen auch weiterhin die positiven Anknüpfungspunkte und allgemeine Zielsetzungen des Lokalen Aktionsplans des Ilm-Kreises sein. Im Ilm-Kreis gibt es bereits eine Vielzahl von bestehenden Gremien, Netzwerken und Projekterfahrungen, an die im Rahmen des Lokalen Aktionsplans weiter angeknüpft werden kann und soll.

Das bedeutet für einen Flächenkreis wie den Ilm-Kreis, dass sowohl an möglichst vielen Standorten des Kreises, als auch schwerpunktmäßig an den Zielgruppen orientiert, Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Aus dieser bisher stattgefundenen Netzwerkarbeit heraus, sollen auch im Jahr 2010 viele Aktivitäten innerhalb des ländlichen Raumes ausgebaut werden. Einen besonderen Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit erhalten weiterhin Projekte mit Schülerinnen und Schülern und Modelle der Partizipation von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen. Besonders die Arbeit an den Schulen, die erweitert wird auf Grund- und Berufsschulen, wird weiter intensiviert. Drei Projekte werden dazu verschiedene Angebote an den Schulen des Ilm-Kreises zum interkulturellen Lernen und anti-rassistischer Bildung, kultureller und geschichtlicher Identität, Demokratie- und Toleranzerziehung, sowie Präventionstrainings für Schülerinnen und Schüler sowie Elternprojekte mit niederschwelligen Zugängen / Angeboten durchführen. Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer sollen mit Trainings und Seminaren entsprechend der Programmthematik sensibilisiert und geschult werden.

Im Projekt "Ilm-Kreis (kre)aktiv" sollen Ideen zur Mitverantwortung und zum Mitgestalten umgesetzt und eine breite Mitwirkung der Kinder- und Jugendarbeit, Kirchengemeinden, Universität Ilmenau und der Familien selbst realisiert werden.
Außerdem beschäftigt sich ein Projekt mit Unterwanderungsstrategien Rechtsextremer in Vereinen. Freiwillige Feuerwehren im Ilm-Kreis sollen mittels Schulungen und Informationsveranstaltungen für Demokratie & Vielfalt und gegen Ausgrenzung & Gewalt sensibilisiert werden.
Im Rahmen eines gemeinsamen Parkfestes in Arnstadt im August 2010 erhalten alle Projekte die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Insgesamt soll der Lokale Aktionsplan im Ilm-Kreis durch miteinander vernetzte und aufeinander abgestimmte Informations- und Bildungsprojekte sowie durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen für alle Bevölkerungsgruppen umgesetzt werden.

Zielgruppen:
Der LAP im Ilm-Kreis soll sich an die gesamte Bevölkerung und die Akteurinnen und Akteure auf Verwaltungs- und Politikebene wenden. Durch die breite Einbindung soll die Leit-zielstellung eines besseren demokratischen und toleranten Miteinanders erreicht bzw. umgesetzt werden. Im Hinblick auf die Strategien und Aktionen der rechtsextremen Gruppierungen und Parteien im Ilm-Kreis sollen insbesondere Kinder und Jugendliche (Schülerinnen und Schüler) angesprochen und in Projekte, Maßnahmen und Trainings eingebunden werden, die geeignet sind Demokratie, Toleranz, Zivilcourage und Interkulturalität zu entwickeln und zu fördern. Die Nachhaltigkeit der Projekte soll auch weiterhin durch die Qualifizierung von Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Eltern gesichert werden. Zielgruppen, die im ersten Förderjahr weniger berücksichtigt wurden, sollen innerhalb der Projektschwerpunkte nun einen größeren Stellenwert haben. Entsprechend dieser Ausgangslage des LAP Ilm-Kreis werden weiterhin folgende Zielgruppen angesprochen:
· Schülerinnen und Schüler aller Schultypen (als Hauptzielgruppe)
· Kinder und Jugendliche (als Hauptzielgruppe)
· behinderte und nichtbehinderte Jugendliche (Teilhabe ermöglichen)
· Studierende (als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gewinnen)
· Pädagoginnen und Pädagogen, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern, Politikerinnen und Politiker (Fortbildung und Qualifikation als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren)
· Migrantinnen und Migranten (Integration und Teilhabe)
· Seniorinnen und Senioren (bürgerschaftliches Engagement)
· Arbeitslose (soziale Integration und positive Identifikation mit der Region, Prävention)
· Bewohnerinnen und Bewohner sozialer Brennpunkte (soziale Integration und positive Identifikation mit der Region, Prävention)
· Touristinnen und Touristen (den Ilm-Kreis als weltoffene Region erleben)

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, des Schulamtes, des Jugendamtes, des Netzwerkes Zivilcourage, der Wirtschaftsförderung, der AG Demokratie sowie dem Behindertenvertreter, dem Schulvertreter als auch Politikerinnen und Politikern, Bürgerinnen und Bürgern.




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