
55116 Mainz
| Kontaktdaten: DGB Jugend Rheinland-Pfalz C/o Netzwerk für Demokratie und Courage Rheinland-Pfalz Kaiserstraße 26-30 55116 Mainz Tel: 06131-281629 Email: www.dgb-jugend-rlp.de www.netzwerk-courage.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: Fokus ländlicher Raum, Kommunen bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner Bundesland: Rheinland-Pfalz weitere Länder: - Förderzeitraum: 05/2008 – 12/2010 |
Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Hauptzielgruppe:
Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen
Leitziele:
1. Schaffung eines demokratischen Klimas an Lernorten, in denen sich Jugendliche aktiv einbringen. Demokratische Werteerziehung anstelle von Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
2. Förderung von (Zivil)Courage, um handlungsorientiert und aktiv gegen Unrecht im eigenen Lebensumfeld bzw. Lebensraum einzutreten.
3. Aufbau nachhaltiger Strukturen. Durchführung von Zukunftswerkstätten in Jugendclubs und SOR-SMC Schulen. Betreuung von SOR-Schulen über einen Zeitraum von einem Jahr von sog. "supporter by"-Teamerinnen und Teamern des NDC.
4. Sensibilisierung und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Eltern zum Thema Rechtsextremismus und Argumentationstraining.
Handlungskonzept:
Das Modellprojekt richtet sich an Schulen mit dem Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und Schulen, die sich im Beantragungsprozess für den Titel befinden. Des Weiteren stehen Jugendclubs im Allgemeinen, primär aber in ländlichen Regionen im Fokus. Lernorte wie Schulen und Jugendclubs sind Orte, an denen Jugendliche eine frühe demokratische Sozialisation erfahren und erleben sollen. Diese demokratische Sozialisation soll erlebnis- und erfahrungsorientiert gestaltet sein. Durch den Einsatz von ziel- und zielgruppenorientierten Methoden im Alltag von Schule und Jugendclub werden die Jugendlichen, flankiert durch Fortbildungsmaßnahmen für die Jugendpflegerinnen und -pfleger sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, aktiv miteinbezogen und fortgebildet. Somit entsteht ein Handlungsrahmen innerhalb der Lernorte Schule und Jugendclub, der nachhaltig angelegt und moderiert, positiv auf die Einstellungen der Jugendlichen wirken soll. Die Jugendlichen probieren sich darin aus, lernen zusammen und werden dadurch fort- und weitergebildet.
Ziel ist es, eine Multiplikator-Wirkung durch diese Jugendlichen zu erreichen. Die SOR-SMC Schülerinnen und Schüler (AG, Projektgruppe) werden innerhalb eines Jahres durch ausgebildete NDC "supporter" betreut. Sie führen als Auftaktveranstaltung zusammen mit interessierten Jugendlichen eine "Zukunftswerkstatt" durch. Durch diese Methode entsteht eine Themenagenda, an der sich die Jugendlichen und die Schule orientieren sollen. Neben dem Herausarbeiten von neuen Projekten und Initiativen in der Schule sollen durch die "supporter" des NDC nachhaltige Strukturen in der Schule etabliert werden. Dadurch soll gewährleistet werden, dass der Titel SOR-SMC Kontinuität verspricht, der Titel lebendig nach außen strahlt und eine stetige Werteerziehung in einem Klima des "Hinschauens" an der Schule entsteht.
Die Teamerinnen und Teamer des NDC sind Stütze für die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, sind Ratgeberinnen und Ratgeber sowie Moderatorinnen und Moderatoren in diesem Prozess. Neben dem Ziel, die Jugendlichen in der außerschulischen Jugendbildung (Jugendclubs, Jugendverbände, Ferienfreizeiten) durch die pädagogischen Module fortzubilden, stehen außerdem die Jugendpflegerinnen und -pfleger, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer der außerschulischen Jugendbildung im Fokus.
Durch diese Interaktion werden die Teilnehmenden in den Zustand versetzt, die beschriebenen Ziele zu erreichen und ihren Jugendclub-Alltag nachhaltig wertorientiert und motiviert zu gestalten. Auch in den Jugendclubs wird flankierend eine "Zukunftswerkstatt" durchgeführt.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· LandesschülerInnenvertretung RLP
· Arbeiterwohlfahrt Jugend RLP
· Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken RLP
· Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Bistum Mainz
· Jusos RLP
· Grüne Jugend RLP
· Landeszentrale für politische Bildung RLP
· Landesjugendamt RLP
· Heinrich-Böll-Stiftung RLP
· Bildungs- und Forschungswerk Saar-Loir-Lux
Erwartete Ergebnisse:
1. Etablierung von Modulen für Jugendclubs, Jugendzentren und Jugendräume mit folgenden Inhalten: Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus, Rechtsextremismus (rechtsextremer Lifestyle, Ideologie (Jugend)Organisationen) und couragiertes Handeln
2. Module werden von ausgebildeten jungen Teamerinnen und Teamern zusammen mit den Jugendlichen durchgeführt.
3. Schulung für Jugendpflegerinnen und -pfleger, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer.
4. Zukunftswerkstatt für Jugendclubs, Jugendzentren, Jugendräume.
5. Zukunftswerkstatt und "supporter"-Maßnahme an Schulen die den Titel tragen "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", einjährige Betreuung durch "supporter" des NDC.
6. Organisation und Durchführung eines Kongresses aller titeltragenden und am Titel interessierten Schulen.
7. Schulung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern
8. Projekttage
Übertragbarkeit:
Jugendclubmodule sind auf andere Bundesländer übertragbar