| Kontaktdaten: Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e.V. Goethestr. 73 19053 Schwerin Tel: 0385-5899894 Email: www.jugend.inmv.de jugend.inmv.de/ ljr/ projekte/ 02/ eek/ index.php?navanchor=1010003 |
Durchführung: Durchführungsort/e: Mecklenburg-Vorpommern, in verschiedenen Städten und Gemeinden Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern weitere Länder: - Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Themencluster:
Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus
Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Bildungsarbeit zum Holocaust
Hauptzielgruppe:
Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen
Leitziele:
Das Modellprojekt "Erinnern - Erforschen - Konfrontieren" will dazu beitragen, durch politisch-historische Jugendbildung im Rahmen konkreter Projektarbeit die Erinnerung an den Holocaust und die damals verübten Verbrechen mit spezifischem Blick auf Mecklenburg-Vorpommern wach zu halten. Vor diesem Hintergrund soll insbesondere die aktive Beschäftigung junger Menschen mit lokaler und regionaler Geschichte dazu führen, dass sich ein historisches Bewusstsein jenseits von "Heimatromantik" und "Ausschlusstendenzen" herausbildet. Daher zielt das Modellvorhaben im Rahmen außerschulischer Jugendbildung und lokalhistorischer Projektarbeit auf ein ganzheitlich integriertes Konzept. Dies verknüpft politisch-historische Jugendbildung unter dem Schwerpunkt der "Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus" mit der "Entwicklung zeitgemäßer Konzepte für die Bildungsarbeit zum Holocaust".
Das Modellprojekt entwickelt modellhaft neue Programmformen und Methoden und bringt modellhaft Projektarbeit und Wissenschaft einander näher. Es stützt sich dabei auch auf konkrete Projekte vor Ort, so dass dadurch ein nachhaltiger Ansatz während der gesamten Projektlaufzeit gegeben ist.
Handlungskonzept:
"Erinnern - Erforschen - Konfrontieren" ist ein Modellprojekt für die außerschulische Bildungs- und Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es beinhaltet die Beratung von Jugendverbänden, Freien Trägern der Jugendhilfe, Bildungsträgern und Schulen, die Fortbildung von Pädagoginnen und Pädagogen aus den oben genannten Bereichen und anderen Institutionen für historisch-politische Bildung sowie die modellhafte Entwicklung von neuen, innovativen Materialien und Medien. Vor allem wird jedoch die modellhafte Weiterentwicklung konkreter Projektarbeit zum Themenschwerpunkt "Erforschen von historischem und aktuellem Antisemitismus" angestrebt. "Erinnern - Erforschen - Konfrontieren" will modellhaft zwei wesentliche Projektschwerpunkte im Projektzeitraum entwickeln. Nach erfolgreicher Gestaltung des Modellprojektes soll, in Kooperation mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, die landesweite Übertragbarkeit ermöglicht werden:
1. Das Modellprojekt "Erinnern - Erforschen – Konfrontieren" trägt dazu bei, durch politisch-historische Jugendbildung im Rahmen konkreter Projektarbeit die Erinnerung an den Holocaust und die damals verübten Verbrechen mit spezifischem Blick auf Mecklenburg-Vorpommern wach zu halten. Daher zielt das Modellvorhaben im Rahmen außerschulischer Jugendbildung und lokalhistorischer Projektarbeit auf ein ganzheitlich integriertes Konzept, das politisch-historische Jugendbildung unter dem Schwerpunkt der "Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus mit der Entwicklung zeitgemäßer Konzepte für die Bildungsarbeit zum Holocaust" verknüpft.
Das Modellprojekt "Erinnern – Erforschen – Konfrontieren" entwickelt modellhaft neue Programmformen und Methoden und bringt modellhaft Projektarbeit und Wissenschaft einander näher. Es stützt sich dabei auch auf konkrete Projekte vor Ort, so dass dadurch ein nachhaltiger Ansatz während der gesamten Projektlaufzeit gegeben ist. Neben der konkreten Projektarbeit vor Ort und deren fachlicher Begleitung konnte im bisherigen Projektverlauf eine 114-seitige Arbeitshilfe für die Projektarbeit entwickelt und gedruckt werden. Diese Arbeitshilfe ist ein wesentlicher Zwischenschritt und Baustein auf dem Weg der Erreichung der Hauptziele für den Förderzeitraum.
Die im ersten Förderjahr evaluierten Projektverläufe nahmen unmittelbar und direkt Einfluss auf die inhaltliche Erarbeitung dieser Arbeitshilfe, um wiederum weitere Projektarbeiten zu Themenschwerpunkten wie jüdische Kultur, Holocaust und Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern während der Zeit des Nationalsozialismus anzuregen und zu fördern. Mit der landesweiten Verbreitung der im ersten Förderjahr produzierten Publikation "Erinnern - Erforschen -Konfrontieren" konnte ein erstes Hauptziel erreicht werden.
2. Mit der Etablierung von öffentlichkeitswirksamen Präsentations-(Konfrontations-)Veranstaltungen im Förderzeitraum 2007 bis 2010, die sich an junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern richten, wird eine öffentliche, landesweite Form des Dialogs angeregt und geführt. Dies soll zu einer wirksam ausgetragenen Auseinandersetzung und Konfrontation breiter gesellschaftlicher Schichten mit den Themenkomplexen Antisemitismus und Holocaust in Mecklenburg-Vorpommern führen. Gezielt werden die landespolitischen Institutionen und der Bereich von Schule und Ausbildung verbindlich mit einbezogen.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern
· Stiftung Demokratische Jugend
· Jugendprogramm Zeitensprünge
· Universität Rostock
· Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV)
· Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
· Genderfachstelle Mecklenburg-Vorpommern
· die 22 Mitgliedsverbände des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern
Erwartete Ergebnisse:
Entwickelte Produkte im bisherigen Projektzeitraum
· 114-seitige Arbeitshilfe für lokale Jugendgeschichtsprojekte und die politisch-historische Jugendbildung unter dem Titel "Erinnern - Erforschen - Konfrontieren"
· 40-seitige Publikation "Anregungen für die lokalhistorische Projektarbeit gegen Antisemitismus in Mecklenburg-Vorpommern" (ISBN 978-3-00-025791-9)
· Veröffentlichung eines 8-seitigen Beitrages "Das Jugendprogramm Zeitensprünge in Mecklenburg-Vorpommern" in der Fachzeitschrift "Deutsche Jugend - Zeitschrift für die Jugendarbeit im Juventa-Verlag (ISSN 0012 0332)
· Wanderausstellung mit 20 Projekttafeln
Erwartete Ergebnisse
· zeithistorische und praxisorientierte Geschichtsforschung von und für junge Leute,
· Jugendliche werden durch neu zu entwickelnde Methoden und eine enge Verknüpfung mit der Wissenschaft stärker angesprochen sich zu engagieren,
· modellhafte Entwicklung eines lebendigen Geschichtsprozesses für Mecklenburg-Vorpommern auf lokaler und regionaler Ebene,
· Vermittlung und Erfahren von demokratischen Grundwerten,
· integrativer Prozess und Austausch zwischen den Generationen erlebbar gestalten,
· breiter Transfer der Ergebnisse in Öffentlichkeit und Politik,
· offene Übertragbarkeit der Ergebnisse und Erfahrungen,
· diese zeithistorischen Studien sollen für Mecklenburg-Vorpommern mittelfristig zur Selbstverständlichkeit für die Bereiche Jugendverbandsarbeit und Schule werden.