Pinnow



Kompetenzzentrum gegen Extremismus und Gewalt (KEG)

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Wolfgang Pfeiffer

Kontaktdaten:
Europa-Zentrum-Brandenburg-Berlin (EZBB) des Regionalen Fördervereins e. V.
Technologie- und Gemeindezentrum 8b
16278 Pinnow
Tel: 033335-30409
Email:
www.europazentrumbb.de www.europazentrumbb.de/
index.php?id=keg
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Pinnow und Landkreis Uckermark, Landkreis Barnim
Bundesland: Brandenburg
weitere Länder: bundesweit
Förderzeitraum: 09/2007-08/2010

Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen

Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen

Hauptzielgruppe:
Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus und Gewalt (KEG) will durch eigene Aktivitäten, vor allem durch politische Bildung im Jugendbereich und durch die Zusammenführung der regionalen Akteurinnen und Akteure (politische Repräsentantinnen und Repräsentanten, Verwaltung, Polizei, Justiz, Zivilgesellschaft, lokale Medien und Wirtschaft) dazu beitragen eine einheitliche Demokratiepolitik gegen rechtsextreme Phänomene in der Uckermark als ländlichem Raum sowie über die Region hinaus zu entwickeln. Dabei wird ein ganzheitlicher Projektansatz verfolgt.

Handlungskonzept:
1. Erweiterung und Qualifizierung in der ideologischen Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen und Gewalt verherrlichenden Ideologien durch zielgruppengerechte politische Bildungsarbeit. Diese richtet sich vorrangig an benachteiligte und bildungsferne Jugendliche und trägt zur Entwicklung und Umsetzung lebensweltlich attraktiver Bildungs- und Freizeitangebote bei.

2. Individuelle, generationenübergreifende Sozialisationsangebote für gefährdete bzw. für Rechtsextremismus und Gewalt anfällige Jugendliche durch Gewinnung, Schulung und Einsatz von sog. erwachsenen "Jugendbegleitern". Sie sollen ehrenamtlich als zeitweilige Begleiterinnen und Begleiter in schwierigen Lebenssituationen für diese Jugendlichen fungieren (Vorbild- und Tandemlernen).

3. Bereitstellung von zeitweiligen Rückzugsräumen für Jugendliche, um Gewaltsituationen zu entgehen.

4. Verbesserung der regionalen Handlungsbedingungen im ländlichen Raum gegen Rechtsextremismus und Gewalt, für eine regionale Demokratiepolitik durch Profilierung des "KEG" als EU-weit eingebundene zivilgesellschaftliche Organisation und kenntnisreiche Moderations-, Clearing-, Informations- und Dokumentationsstelle gegen Rechtsextremismus und Gewalt im ländlichen Raum.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)
· Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (BLZpB)
· Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg
· Uckermärkischer Regionalverbund e. V.
· Uckermärkischer Berufsbildungsverbund gGmbH (ubv)
· Bundesverband der Jugendrechtshäuser Deutschland e. V.
· Berufsbildungsverein Eberswalde (bbv) e. V.
· Angermünder Bildungswerk (abw) gGmbH
· Kompetenzagentur Barnim und Uckermark
· LAP Landkreis Uckermark
· Der Integrationsbeauftragte des Landkreises Uckermark
· Der Integrationsbeauftragte der Stadt Schwedt

Erwartete Ergebnisse:
1. Erwachsene "Jugendbegleiter (JB)" zur Mitarbeit zu motivieren und zu schulen, auf Grundlage dafür detailliert zu erarbeitender Unterlagen und Hilfsmittel
2. Mindestens 15-20 der JBs für eine langfristige Mitarbeit zu gewinnen, darüber hinaus weitere JBs für eine zeitweilige oder sporadische Mitarbeit zu begeistern und ihre Tätigkeit zu begleiten und zu evaluieren
3. Auf mindestens 75 thematischen, lebensweltlich attraktiven Jugendveranstaltungen ca. 1.500 Jugendliche der Zielgruppe anzusprechen
4. Gewinnung von 50 -100 Jugendlichen als "Tandem-Teilnehmerinnen und Teilnehmer" für die Zusammenarbeit mit den JB. Hohe Kontaktdichte zu Jugendlichen über das Internet, weitere hohe Kontaktdichte zum Jugendumfeld durch thematische Medienarbeit