| Kontaktdaten: Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. Stauffenbergstraße 13-14 10785 Berlin Tel: 030-26397845 Email: www.gegen-vergessen.de www.online-beratung-gegen-rechtsextremismus.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: Bundesweit Bundesland: Berlin weitere Länder: Bundesweit Förderzeitraum: 07/2007-12/2010 |
Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Hauptzielgruppe:
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Leitziele:
Die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus steht Menschen, die in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld mit Rechtsextremismus konfrontiert sind, mit Informationen und Rat zur Seite. Neben Sachauskünften bietet die Online-Beratung auch eine psychosoziale Begleitung für Personen an, die sich - angesichts rechtsextremer Entwicklungen in ihrem nahen Umfeld - stark verunsichert oder erschüttert fühlen. Zudem hilft sie, wirksame Strategien gegen Rechtsextremismus zu entwickeln.
Handlungskonzept:
Was zeichnet die Online-Beratung aus?
Ratsuchende können sich anonym - per E-Mail, Einzel- oder Gruppenchat - an die Online-Beratung wenden. Die Anfragen sind vor Zugriffen geschützt. Innerhalb von drei Arbeitstagen erhalten die Betroffenen eine Antwort. Speziell geschulte Online-Beraterinnen und - Berater vermitteln Informationen und führen gegebenenfalls auch psychosoziale Beratungsgespräche.
Die Online-Beratung ist eine wesentliche Ergänzung der bestehenden Beratungslandschaft: Die Möglichkeit, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit im Schutz der Anonymität an die Online-Beratung zu wenden, führt dazu, dass auch Menschen erreicht werden, die sich nicht an eine herkömmliche Beratungsstelle wenden würden. Die Online-Beratung ist dadurch in besonderer Weise geeignet, auch präventiv wirksam zu werden. Beispielsweise thematisieren Eltern früher als bisher ihre Sorgen über Aktivitäten oder Veränderungen ihrer Kinder.
Das Angebot ist auf eine langfristige Unterstützung angelegt, um Ratsuchende durch einen Prozess von der Bewusstwerdung des jeweiligen Problems bis zur Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten zu begleiten. Die Online-Beratung kann jedoch auch als erste Anlaufstelle genutzt werden, von der aus Ratsuchende an Einrichtungen in ihrer Nähe weitervermittelt werden.
Wer nutzt das Angebot?
An die Online-Beratung wenden sich sowohl Menschen, die direkt von Rechtsextremismus bedroht werden, als auch jene, die als Eltern, Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn, Mitschülerinnen und Mitschüler oder Kolleginnen und Kollegen mit rechtsextremem Denken und Handeln in Berührung kommen und hierin eine Belastung sehen. Die Beratung ist auch offen für Aussteigerinnen und Aussteiger aus der rechtsextremen Szene.
Die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus verzeichnet mittlerweile monatliche Zugriffszahlen im vierstelligen Bereich, überdurchschnittliche Verweildauer auf der Website und eine stetig steigende Anzahl an komplexen Beratungsanfragen aus allen Lebensbereichen.
Relevante gesellschaftliche Organisationen wie die Bundeswehr und der Deutsche Fußball Bund (DFB) sind auf die Online-Beratung gegen Rechtsextremismus aufmerksam geworden und werden das Angebot künftig als Service für ihre Ausbilder, Übungsleiter und Trainer sowie für ihre Mitglieder übernehmen.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Bundeszentrale für politische Bildung
· Deutscher Fußball Bund
· Deutscher Olympischer Sportbund
· Landessportbund Berlin
· Berliner Fußball Verband
· Bundeswehr
· Deutsches Rotes Kreuz
· Deutsche Kriegsgräberfürsorge
· Verband der Geschichtslehrer
· Jugendschutz.net
· Bestehende Beratungseinrichtungen im Themenfeld Rechtsextremismus (Komplex Rheinland-Pfalz, Mobile Beratungsteams, Opferberatungsstellen)
· LidiceHaus Bremen
· Adolf-Bender-Zentrum Saarland
· Friedrich-Ebert-Stiftung
· Konrad-Adenauer-Stiftung
· Friedrich-Naumann-Stiftung
· Hanns-Seidel-Stiftung
· Zentralrat der Juden in Deutschland
· Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Erwartete Ergebnisse:
Das Projekt wird in enger Abstimmung mit der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt und ist darauf angelegt, mittel- bis langfristig ein kontinuierliches Angebot für Hilfesuchende zum Thema Rechtsextremismus darzustellen.