
Marzahn-Mitte
| Kontaktdaten: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin Abteilung Jugend und Familie Riesaer Str. 94 12627 Berlin Tel: 030-902936054 Email: www.marzahn-hellersdorf.de www.vielfalt-in-marzahn.de www.kiezatlas.de/ plattenblogger |
Fördergebiet: Bezirk Marzahn Hellersdorf von Berlin, Region Marzahn Mitte Größe: 7,97 qkm Einwohnerzahl: 43.650 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Die Bürgerinnen und Bürger in der Region engagieren sich nachhaltig für Demokratie und Toleranz, begreifen Vielfalt als Ressource für den Bezirk und übernehmen Verantwortung für das Miteinander im Gemeinwesen.
2. Lokale Akteurinnen und Akteure sind sensibilisiert für Erscheinungsformen jeglicher Art von Extremismus, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) und demokratiegefährdender Tendenzen. Sie nutzen vorhandene Netzwerke und bauen sie aus.
Handlungskonzept:
An der Umsetzung der Ziele des Lokalen Aktionsplanes im Stadtteil Marzahn-Mitte beteiligen sich in zunehmendem Maße Träger, Einrichtungen, entstandene Netzwerke und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichsten Alters.
Von Seiten des Begleitausschusses wurden in Zusammenarbeit mit der lokalen Koordinierungsstelle auf der Grundlage einer jährlichen Situationsanalyse die Leit-, Mittler- und Handlungsziele fortgeschrieben und die strategische Ausrichtung der Projekte und Aktivitäten zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes gesteuert. Der Begleitausschuss diskutiert aktuelle Bedarfe zur Umsetzung der Ziele an Hand von Problembeschreibungen und zieht Schlussfolgerungen, wie mit entsprechenden Projekten nachhaltig reagiert werden kann. In allen Zielebenen sind Projekte auf den Weg gebracht und es wird systematisch an deren zielgruppenorientierter Umsetzung gearbeitet.
Den Zugang zu Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichsten Alters ermöglichen u. a. niedrigschwellig angelegte Projekte an sozialen Brennpunkten im öffentlichen Raum. Die Probleme der Menschen werden hier gehört, aufgegriffen, Hilfsangebote vermittelt und eigene Mitwirkung gefördert. Junge Menschen bringen sich insbesondere in Beteiligungsprojekte ein, in denen sie gefordert werden und ein wertschätzender Umgang miteinander im Mittelpunkt steht. Mehr als 70 junge "Peers" konnten beispielsweise innerhalb des LAP bisher ausgebildet werden. Sie sind in den verschiedensten Einrichtungen und Projekten engagiert für ein tolerantes Miteinander ehrenamtlich tätig. Bewährt hat sich der Aktionsfonds für Beteiligungsprojekte, der beinhaltet:
· Projekte für bürgerschaftliches, demokratisches Engagement
· Projekte für interkulturelle Begegnungen
· Projekte gegen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt.
Insbesondere sollen nachhaltige Effekte durch die Projektumsetzungen erzielt werden. Die Erfahrungen aus dem LAP Marzahn-Mitte fließen in das gegenwärtig zu erarbeitende Integrationskonzept des Bezirkes ein. Es werden Möglichkeiten gefunden, innovative Projekte auch nach dem Jahr 2010 weiter zu fördern.
Zielgruppen:
Folgende Zielgruppen sollen im Jahr 2010 erreicht werden:
· Kinder und Jugendliche unter Einbezug der öffentlichen und freien Träger der Jugendarbeit, der Kindertagesstätten und Schulen in der Region
· Migrantinnen und Migranten
· Eltern, Ehrenamtliche, weitere Bürgerinnen und Bürger
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendarbeit und der Sozialarbeit
· Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter, Erzieherinnen und Erzieher
· freie und öffentliche Träger, Initiativen, Behörden, Verbände, Interessenvertretungen
· Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen die bereits zivilgesellschaftlich-demokratisch aktiv sind, Interesse an zivilgesellschaftlicher Arbeit in kooperativen Projekten haben und sich als Mitwirkende in der Region für Vielfalt, Toleranz und Demokratie einsetzen
· Personen die sich ausgegrenzt fühlen
· Einwohnerinnen und Einwohner (insbesondere junge Männer) aus bildungsfernen Milieus mit und ohne Migrationshintergrund mit Affinität zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Dem Begleitausschuss gehören stimmberechtigt an:
· 2 erfahrene Personen aus der Jugendarbeit des Jugendamtes, die nicht unmittelbar im Fördergebiet tätig sind (u. a. die Stadträtin für Jugend und Familie),
· 2 erfahrene Personen von Freien Trägern aus der Berliner Trägerlandschaft, die nicht unmittelbar im Fördergebiet tätig sind (Verband für sozial-kulturelle Arbeit, Stiftung SPI),
· 2 gewählte Vertreterinnen bzw. Vertreter des Jugendhilfeausschusses, die nicht unmittelbar im Fördergebiet tätig sind sowie
Vertreterinnen und Vertreter des Sozialamtes, des Bereiches Bildung, des BVV-Ausschuss für Integration und Migration, des Quartiersmanagements sowie ehrenamtlich engagierte junge Menschen aus dem Fördergebiet.
Beratend wirken mit die lokale Koordinierungsstelle, die Integrationsbeauftragte, der Präventionsbeauftragte der Polizei, die Regionalleiterin des Jugendamtes für die Region Marzahn-Mitte.
Sprecherin des Begleitausschusses ist die Integrationsbeauftragte des Bezirkes.