| Kontaktdaten: Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick Sterndamm 102 12487 Berlin Tel: 030-65487293 Email: www.berlin.de/ lap-tk www.lap-tk.de |
Fördergebiet: Stadtgebiet Treptow-Köpenick von Berlin Größe: 168 qkm Einwohnerzahl: 234.309 Förderzeitraum: 10/2007-12/2010 |
Leitziele:
Der Lokale Aktionsplan Treptow-Köpenick umfasst zwei Leitziele:
Leitziel 1
Mehr Bürgerinnen und Bürger sowie Akteurinnen und Akteure im Bezirk sind sensibilisiert für das Thema Rassismus und für den Alltagsrassismus, der hier erlebbar ist, und treten aktiver dagegen an.
Leitziel 2
Mehr Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks übernehmen Verantwortung für das Miteinander in ihren Kiezen und engagieren sich aktiv für ein Mehr an Demokratie.
Handlungskonzept:
Das Handlungskonzept für das 3. Förderjahr besteht aus zwei Schwerpunktbereichen:
Der erste Schwerpunktbereich ist die nachhaltige Verankerung der Themen Rechtsextremismus, (Alltags-) Rassismus und Demokratieförderung auf der bezirklichen Agenda auch über den Zeitraum der Förderung hinaus. Ziel ist es, weitere Bereiche der bezirklichen Verwaltung für diese Themen zu sensibilisieren und die dort vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten zu nutzen. Wichtig ist, dass die Strategiediskussionen innerhalb des Begleitausschusses und des Ämternetzwerks auch im 3. Förderjahr fortgeführt werden. Unabhängig von der Förderung wird es auch zukünftig in Treptow-Köpenick sehr aktive und engagierte Netzwerke, Initiativen und Bündnisse geben, die sich intensiv gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Sexismus sowie für ein Mehr an Demokratie engagieren werden. Was dies für die Rolle des Begleitausschusses und des Ämternetzwerks bedeutet und welche Funktionen diese neuen Gremien zukünftig ausüben könnten wird ein wichtiger Gegenstand der Debatten sein. Entscheidend für den Ausgang dieser Debatte ist sicherlich die Frage, ob sich der Lokale Aktionsplan in bestehende kommunale Entwicklungskonzepte, wie etwa der Lokalen Agenda 21 Treptow-Köpenick oder dem Konzept der Sozialraumorientierung weiter eingliedern lässt, ob Teile der Ziele in eine, ausschließlich die bezirkliche Verwaltung betreffende, Zielstellung überführt werden oder ob trotz fehlender Förderung der LAP als ein eigenständiges Konzept, eine eigenständige Strategie sinnvoll über 2010 hinaus weiterbestehen kann.
Der zweite Schwerpunktbereich ist die erfolgreiche Umsetzung der Einzelprojekte. Der Begleitausschuss (BgA) hat sich im Zuge der Fortschreibung darauf geeinigt, die Handlungsziele zu konkretisieren und die geforderte Anzahl von Projekten zu verringern. Im Fokus werden die Projekte stehen, deren erfolgreiche Ansätze über die Förderung hinaus verstetigt werden sollen, also insbesondere der Aktionsfond, das Register, die Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie der Bereich Sport. Fortbildungsangebote zu den Themenfeldern des LAP könnten trotz knapper Mittel beispielweise durch Kooperationen zwischen der Volkshochschule, dem Zentrum für Demokratie und anderen lokalen Akteuren aufrecht erhalten werden. Die Idee des Aktionsfonds, also die unbürokratische Vergabe von Kleinstbeträgen durch ehrenamtliche Akteure, könnte auf bestehende Fördertöpfe übertragen werden. Die Aufgaben des Registers könnten langfristig vom Zentrum für Demokratie übernommen werden. Auch im dritten Förderjahr wird es eine intensive Projektbegleitung geben. Dies dient der Qualitätssicherung.
Zielgruppen:
Der Lokale Aktionsplan Treptow-Köpenick fokussiert im Zusammenhang mit den Einzelprojekten und den Fortbildungsveranstaltungen vor allem auf Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, aber auch auf Pädagoginnen und Pädagogen in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulen, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Ziele des Lokalen Aktionsplanes gewonnen werden sollen. Darüber hinaus gehören Eltern, Bewohnerinnen und Bewohner, Sportvereine, zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, Initiativen, Gruppen, Vereine, Migrantinnen und Migranten sowie Politik und Verwaltung zu den Zielgruppen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Für die lokale Politik beteiligen sich der Stadtrat für Jugend und Bildung und ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses. Für die lokale Verwaltung partizipieren die Integrationsbeauftragte, die Gleichstellungsbeauftragte, der Fachkoordinator für Jugendarbeit und die Vertreterin der Schulaufsicht.
Die lokale Zivilgesellschaft wird vertreten durch die Leiterin des Projekts Politische Bildung sowie von Mitgliedern des Bezirksschulbeirates, des BezirksschülerInnenausschusses (z.Z. unbesetzt), des Bezirkssportbundes, des Netzwerkes zur Integration von MigrantInnen in Treptow–Köpenick, des Fördervereins des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit, der Bürgerinitiative "Kunger Kiez" aus dem Ortsteil Alt-Treptow, eines Familienbegegnungszentrums im Ortsteil Altglienicke, des Runden Tischs Johannisthal, des Verbands für Sozialkulturelle Arbeit für den Ortsteil Oberschöneweide und einer Bürgerinitiative aus dem Ortsteil Altglienicke.
Beratend nehmen ein Mitarbeiter des Zentrums für Demokratie Treptow – Köpenick (Koordinierungsstelle) und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) teil.