Pankow

Pankow

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Karin Wüsten

Kontaktdaten:
Bezirksamt Pankow von Berlin
Breite Str. 24a-26
13187 Berlin
Tel: 030-90295-2524
Email:
www.berlin.de/
pankow
www.vielfalt-in-pankow.de
  Fördergebiet:
Berlin-Pankow
Größe: 103 qkm
Einwohnerzahl: 363.000
Förderzeitraum: 08/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Das Zusammenleben in Pankow ist von mehr Toleranz und Weltoffenheit geprägt.
2. Immer mehr Pankowerinnen und Pankower jeden Alters setzen sich vor Ort aktiv für ihre Belange ein und wirken an demokratischen Aushandlungsprozessen mit.
3. Immer mehr Pankowerinnen und Pankower setzen sich mit demokratiefeindlichen Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft auseinander (Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie).

Handlungskonzept:
Mit der Umsetzung des LAP in 2010 sind die Grundlagen für die Fortsetzung einer an das Bundesprogramm angelehnten Arbeit im Bezirk über das Ende des Förderzeitraums ab 2011 zu schaffen. Das erfordert die nachhaltige Verankerung der vielfältigen bezirklichen Strukturen (Netzwerke, Zukunftswerkstätten u. ä.), die (Weiter-)Entwicklung bisheriger Strategien und inhaltlicher Schwerpunkte. Bisherige Projektergebnisse, Erfahrungen und Kooperationsstrukturen sind als Synergiepotenziale einzubinden. Deshalb gilt es in 2010 noch stärker für den LAP zu werben und dabei das gemeinsame Anliegen - Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit im Bezirk zu stärken und zu verdeutlichen. Um dafür eine breitere Grundlage zu schaffen, soll der Begleitausschuss (BgA) um weitere Akteure aus der Pankower Zivilgesellschaft verstärkt werden. Neben der Koordinierung kommt dem Ausschuss die Aufgabe zu, die angestrebte Entwicklung zu steuern. Dabei steht ihm die Arbeitsgruppe "Strategie" zur Seite. Diese AG plant - gemeinsam mit der Initiative "Wir sind Pankow: tolerant und weltoffen" - eine Arbeitskonferenz (in Verbindung mit dem Projekte-Markt), um Aktive zu vernetzen und Nachhaltigkeitsstrategien für den Bezirk zu entwickeln.

Unverändert in seiner Zusammensetzung bleibt das Ämternetzwerk (ÄNW). Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachbereiche des Bezirksamts und begleitet die Umsetzung der Einzelprojekte. Als kommunales Gremium wird es sich in die auf 2011 ausgerichteten Diskurse und Planungsprozesse einbringen. Vor allem geht es um die Einbindung der LAP-Leitziele und Schwerpunkte in kommunale Entwicklungskonzepte. Zu prüfen ist, welchen Beitrag das Bezirksamt darüber hinaus leisten kann.

Bewährt hat sich neben der internen Koordinierungsstelle (Integrationsbeauftragte), die bei der Netzwerkstelle [moskito] angesiedelte externe Koordinierungsstelle. Sie beteiligt sich in 2010 nicht nur an der Begleitung und Beratung der Projekte und der Öffentlichkeitsarbeit, sondern ist auch in die inhaltliche und strategische Entwicklung eines Aktionskonzepts für 2011 eingebunden. Im Rahmen der Projektförderung wird die Koordinatorin Konzept- und Antragsberatungen sowie Planungswerkstätten anbieten, um eine Projektentwicklung im Sinne des LAP, Kooperationen zwischen den Trägern und eine Verstetigung von Projektansätzen zu befördern und ihre Kooperation mit dem Jugendamt und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus fortsetzen. Die Koordinierung organisiert bedarfsgerecht themen- und programmbezogene Fortbildungen und regt Workshops an. Sie wird Projekttreffen mit den Trägern durchführen, den Austausch sowie mögliche Kooperationen und Vernetzungen untereinander fördern und bedarfsorientiert Beratungen anbieten. Sie sichert im gesamten Projektzeitraum die regelmäßige Berichterstattung und das Controlling im BgA und ÄNW und gegenüber den Ausschüssen der BVV.

Erstellung und Umsetzung des LAP in 2010: In einer gemeinsamen Planungswerkstatt haben Vertreterinnen und Vertreter des ÄNW, des BgA, der Einzelprojekte und die Koordinierungsstelle die inhaltlichen Schwerpunkte und Themen für 2010 erarbeitet und prioritäre Regionen und Zielgruppen anvisiert. Die Kooperation zwischen dem ÄNW und dem BgA wird fortgesetzt. Das betrifft v. a. den fachlichen Input bei Entscheidungen zur Projektförderung. Es wird auch in 2010 einen Jahresbericht (Dokumentation) auf der Grundlage der Berichte der Einzelprojekte geben. Dieser wird wie bisher breit verteilt und steht dem Bezirksamt, den Fachämtern und der BVV zur Verfügung.

Zielgruppen:
1. Kinder (im Vorschulalter, Schülerinnen und Schüler im Grundschulbereich)
2. Schülerinnen und Schüler (weiterführende Schulen, Fachschulen)
3. Jugendliche, darunter auch männliche Jugendliche aus bildungsfernen Milieus mit rechtsaffinen, rechtsextremen und/ oder fremdenfeindlichen Intentionen, insbesondere in den Regionen Niederschönhausen, Französisch-Buchholz, Weißensee und Heinersdorf; Kontakte erfolgen über die Jugendstraßensozialarbeit (Gangway, OutReach)
4. junge Erwachsene (in Kooperation mit Initiativen, Stadtteilzentren)
5. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer
6. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, z. B. aus dem Bezirkselternausschuss, den Kitas und Schulen sowie Initiativen
7. Sozialarbeiterinnen und -arbeiter und Sozialpädagoginnen und -pädagogen (aus Schulen und Freizeiteinrichtungen)
8. Menschen mit Migrationshintergrund (Ausländerinnen und Ausländer, Migrantinnen und Migranten, Eingebürgerte, (Spät)Aussiedlerinnen und (Spät)Aussiedler)
Akteurinnen und Akteure aus verschiedensten Bereichen der lokalen Zivilgesellschaft, darunter: Jugendhilfe- und Frauenarbeit, Sport, Religionsgemeinschaften, Netzwerke und Initiativen, Stadtteilzentren. Sie sind sowohl Partner in der Strategieentwicklung, als auch Adressaten für Fortbildungen.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der BgA besteht aus stimmberechtigten (max. 15) und beratenden Mitgliedern. Stimmberechtigt sind je eine Vertreterin bzw. ein Vertreter von Mobiler Jugendarbeit (Gangway/ Outreach); einer AG nach §78 SGB VIII offene Jugendarbeit; der kommunalen Jugendarbeit; des ÄNW BA Pankow; der AG Schulsozialarbeit; der Bezirkselternausschüsse KITA und Schule; der BürgerInneninitiative "Zukunftswerkstatt Heinersdorf"; der AG Kiez und Bezirk; des InterKULTURellen Hauses Pankow; des Integrationsbeirats Pankow; des Arbeitskreises Pankower Frauenprojekte und der Polizei sowie vom Freizeitsport (SG Empor Pankow e. V.). Beratende Mitglieder sind die interne und externe Koordinierungsstelle, je eine Vertreterin bzw. ein Vertreter von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus; der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, von DPW sowie die Vorsitzende des BVV-Ausschusses für Gleichstellung und Integration. Im Hinblick auf die ab 2011 anstehenden Herausforderungen soll der BgA um weitere Akteure der Pankower Zivilgesellschaft erweitert werden.




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