| Kontaktdaten: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Abt. Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement JugSchS1 Breslauerplatz 10820 Berlin Tel: 030-90277-3495 Email: www.berlin.de/ ba-tempelhof-schoeneberg www.berlin.de/ ba-tempelhof-schoeneberg/ organisationseinheit/ jugend-familie/ vielfalt-tut-gut.html |
Fördergebiet: Bezirk Tempelhof-Schöneberg Größe: 53 qkm Einwohnerzahl: 325.952 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Die Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg achten, akzeptieren und respektieren andere Haltungen, Lebensentwürfe, Persönlichkeiten, Kulturen und Religionen.
2. Vor allem junge Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg werden für die demokratische Entwicklung ihres Gemeinwesens sensibilisiert und beteiligen sich aktiv mit kleinen, demokratiefördernden Projektvorhaben. Lokale Akteurinnen und Akteure vernetzen sich und bilden sich zu den Themen des LAP fort.
Handlungskonzept:
Sowohl der Begleitausschuss (BgA) als auch das Ämternetzwerk sind der Auffassung, dass auch im dritten Förderjahr gemeinsame Projekte von Jugendarbeit und Schule eine besondere Bedeutung haben sollen. Im Rahmen des LAP sollten die Aktivitäten verstärkt werden, welche präventiv die Werte Demokratie und Toleranz sowie das nachhaltige Bewusstsein für Gemeinsamkeit in Vielfalt im Blick haben.
Auch im dritten Förderjahr soll durch direkte Ansprache von potenziellen Projektträgern versucht werden, darauf Einfluss zu nehmen, dass alle Problemlagen und Schwerpunkte ausreichend bearbeitet werden. Dies soll durch gezielte Ansprache und Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen erfolgen.
Der BgA setzt in seiner konstituierenden Sitzung für das 3. Förderjahr die Prioritäten und den geplanten Umfang der Förderung fest:
Schuljahrsbezogene Projekte, die im Herbst 2009 erfolgreich begonnen wurden, werden fortgesetzt und im ersten Halbjahr 2010 abgeschlossen.
Priorität 1: Gewaltprävention
Priorität 2: gesellschaftspolitische Beteiligung
Priorität 3: Integration, tolerantes Zusammenleben, miteinander voneinander lernen
Priorität 4 : Information und Qualifizierung
Die überarbeitete Fassung des LAP für das Jahr 2010 wird über die sozialräumlichen Netzwerke bekannt gemacht. Interessierten Trägern stehen weiterhin zwei Projektbetreuerinnen (externe Helferinnen der Koordinierungsstelle) zur Verfügung. Auch 2010 wird es Aktionsfonds für Kleinstvorhaben geben.
Zielgruppen:
· Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung der Kitas und Grundschulen, besonders in den Gebieten des Bezirks mit hohem Anteil an NPD-Wählern
· Männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund (Aussiedler, türkische und arabische Jugendliche)
· Weibliche Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und unterschiedlicher religiöser oder nationaler Ausrichtung
· Organisationen, Einrichtungen, Initiativen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Anwohnerinnen und Anwohner in den Stadtteilen, die sich örtlich in interkulturellen Netzwerken zusammengefunden haben oder Unterstützung hierbei suchen;
· Jugendliche, die sich in Schulen, Freizeitheimen, Kinder- und Jugendparlament, Bezirksschülerausschuss, Jugendorganisationen organisieren und sich für ein interkulturelles Miteinander, Demokratie und gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren bzw. engagieren wollen;
· Kinder, Jugendliche, Eltern, Anwohnerinnen und Anwohner aus benachteiligten Schichten, die sich trotz Ängsten und Vorurteilen noch nicht vollständig von unserem demokratischen Gemeinwesen abgewandt haben, aber gefährdet sind, mit extremistischen Gruppen zu sympathisieren oder Gefahr laufen, von diesen rekrutiert zu werden;
· Personen, Gruppen, junge Menschen, die Brücken bauen zwischen den Religionen, Kulturen und Lebensentwürfen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss besteht aus drei Gruppen:
1. Politik/ Verwaltung: eine Vertreterin bzw. je ein Vertreter der SPD, CDU, B90/ Die Grünen, FDP, die Allianz Graue Panther-TS, und einer Vertreterin bzw. einem Vertreter des Ämternetzwerkes (z. Zt. Schulamt),
2. Regionale Arbeitsgemeinschaften (je eine stimmberechtigte Vertreterin bzw. ein Vertreter der sieben Regionen des Bezirks): Stadtteilverein Schöneberg, Nachbarschaftsheim Schöneberg, Jobmobil, Verein für betreuten Umgang e. V., von Kids e. V., Jugendfreizeitheim - Bungalow, NusZ-Schulstation Nahariyastraße, Ambulante Hilfe Berlin Süd e. V., Ev. Flüchtlingsseelsorge/ Füreinander leben gGmbH,
3. Initiativen, gesellschaftliche Gruppen, aktive Bürgerinnen und Bürger, Bezirkselternausschuss Schule, Initiative Rechtsextremismus in Tempelhof, Kinder- und Jugendparlament, der Ev. Arbeitsstelle Kinder- und Jugendarbeit und Bezirkssportbund Tempelhof-Schöneberg sowie drei aktiven Bürgerinnen und Bürger.
Weitere beratende Mitglieder (ohne Stimmrecht) sind: Die Stadträte für Jugend, für Schule, für Gesundheit, die Frauenbeauftragte, die Integrationsbeauftragte, eine weitere Vertreterin bzw. ein Vertreter des Bezirksschülerausschusses, die bezirkliche Koordinierungsstelle inklusive externen Helfern/ Projektbetreuern (=ehemals Vorortbüro und Träger eines Aktionsfonds für Einzelprojekte).