| Kontaktdaten: Bezirksamt Mitte von Berlin Abt. Jugend und Finanzen Karl-Marx-Allee 31 10178 Berlin Tel: 030-2009-23410, 030-2009-23119 Email: www.berlin.de/ ba-mitte www.vielfaltindermitte.de |
Fördergebiet: Planungsgebiet Osloer Straße Größe: 2 qkm Einwohnerzahl: 31.935 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Das Zusammenleben und Zusammenwirken der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der lokalen Akteurinnen und Akteure im Gebiet wurde gestärkt und ist geprägt durch ein spürbares Toleranz- und Demokratiebewusstsein.
2. Es ist gelungen durch direkte Ansprache und Beteiligung den Zugang zu jungen Menschen zu finden und im Austausch und Selbsterfahrungsprozess ein Demokratie- und Vielfaltbewusstsein zu festigen.
3. Integrations- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und ihren Familien haben stattgefunden, ihre Bildungschancen wurden verbessert.
4. Das Image des Gebietes nach außen und in der Selbstwahrnehmung der Bewohnerinnen und Bewohner hat sich verbessert.
Handlungskonzept:
Die Umsetzung der Ziele des Lokalen Aktionsplans ist stark von der Beteiligung der lokal engagierten Akteurinnen und Akteure sowie der Bürgerinnen und Bürger abhängig.
Es wurden daher gemeinsam mit dem Begleitausschuss die Leit- und Handlungsziele aufgestellt. Diese werden regelmäßig überprüft, ausgewertet und ergänzt.
Im Begleitausschuss werden anhand der Problembeschreibungen des Gebietes Bedarfe lokalisiert und diskutiert, wie auf diese mit unterschiedlichen Methoden nachhaltig reagiert werden kann.
Gemeinsam werden Projekte erarbeitet, die dann durch geeignete Träger realisiert werden können.
Der Zugang zu jungen Menschen im Gebiet konnte durch direkte Ansprache und direkte Beteiligung gefunden werden. Im Beteiligungsprojekt junger Menschen wurden sog. Kiezagenten ausgebildet, die nunmehr als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ganz gezielt weitere Jugendliche in ihrem Lebensumfeld (Schulen, Freizeiteinrichtungen) und auf der Straße ansprechen und motivieren eigene Ideen in Form von kleinen Projekten zu verwirklichen. Es wird im Dezember 2008 eine von Jugendlichen für Jugendliche durchgeführte Open Space-Veranstaltung geben, aus der weitere Bedarfe und Veränderungsideen herausgefiltert werden sollen.
Die erfolgreiche Jugendbeteiligung im Gebiet wird im nächsten Jahr verstetigt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Fachkräfteausbildung und -fortbildung. Im Projekt "Gemeinsam gegen Gewalt Osloer Straße/Moabit" werden mittels einer Anti-Aggressions-Trainer-Ausbildung Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter mit dem Ansatz der konfrontativen Pädagogik vertraut gemacht. Es ist ein regionales Netzwerk aus den ausgebildeten Lehrkräften und Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern entstanden, das durch einen Projektbeirat bestehend aus Schulrat, Schulpsychologie und Jugendamt unterstützt wird. Mittels dieses Netzwerkes wird die Zusammenarbeit zur Gewaltprävention an der Schnittstelle Jugendhilfe - Schule lokal gestärkt. Darüber hinaus ist die Nachhaltigkeit des Projektes durch die Multiplikatorenfunktion der Ausbildungsteilnehmer gewährleistet.
Die Wirkung der Projekte wird am Ende eines Förderjahres in den Begleitausschuss durch Projektpräsentation zurückgetragen, ausgewertet und gemeinsam wird dann über Verstetigung erfolgreicher Projekte diskutiert.
Zielgruppen:
Aus dem grundlegenden Ziel Vielfalt, Toleranz und Demokratie als zentrale Werte der Gesellschaft zu festigen, entsteht die Notwendigkeit unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen.
Gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren wurden auf dieser Grundlage folgende Zielgruppen formuliert:
· Kinder und Jugendliche
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
· Migrantinnen und Migranten
· Trägervereine, speziell von Migrantenorganisationen, Moscheen und islamischen Vereinen sowie aktive Kirchengemeinden
· Bürgerinnen und Bürger des Gebietes, die sich in Vereinen, politischen Parteien, kulturellen Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen engagieren und zu Stärkung der demokratischen Gesellschaft beitragen
· mittelständige Wirtschaftsunternehmen
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss des Gebiets Osloer Straße setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamts, von Trägern, des Quartiersmanagements Soldiner Straße, der Kirche, von Schulen sowie Bürgerinnen und Bürgern und der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks Mitte.
Der Begleitausschuss spiegelt die Vielfalt der Akteurinnen und Akteure im Fördergebiet wieder. Die Mitglieder treten als sehr engagierte Expertinnen und Experten für das Gebiet auf.