| Kontaktdaten: Bezirksamt Reinickendorf Abteilung Jugend und Familie, MV 1.4 "Vielfalt tut gut" Eichborndamm 215-239 13437 Berlin Tel: 030-90294-6071 Email: www.jugend-reinickendorf.de www.vielfalt-reinickendorf.de |
Fördergebiet: Bezirk Reinickendorf von Berlin Größe: 89,5 qkm Einwohnerzahl: 241.210 Förderzeitraum: 10/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Die Reinickendorfer Bevölkerung ist sensibilisiert für die Themen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamismus und zeigt vermehrt zivilcouragiertes Verhalten gegenüber deren Erscheinungsformen im Bezirk.
2. Die Kompetenz für Vielfalt sowie der Ausdruck von Vielfalt und gemeinsamen Werten werden auf kultureller und sozialer Ebene gefördert.
Handlungskonzept:
Zu Beginn des Förderzeitraumes waren Schulungsveranstaltungen für Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher zum Thema "Umgang mit rechtsextremen und fundamentalistischen Haltungen und Ausdrucksformen im pädagogischen Bereich" geplant.
Formen und Ausdruck von Extremismus in Reinickendorf wurden als eine Grundlage für die Arbeit des Begleitausschusses erfasst und ausgewertet.
Folgende Schwerpunkte wurden gesetzt:
· Es wird ein zielgruppenspezifisches Konzept für Gedenkstättenaktivitäten entwickelt und umgesetzt.
· Eine Grundschule beteiligt sich am Programm "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und macht dies mit einer großen Veranstaltung öffentlichkeitswirksam.
· In einer Freizeitstätte findet ein Seminar zum Thema Unterschiedlichkeit und Toleranz statt.
· In einer Zukunftswerkstatt erarbeiten Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Auguste-Viktoria-Kiez ein Modell für tolerantes Zusammenleben.
· Es werden Multiplikatoren- und Mitarbeiterschulungen zur Entwicklung interkultureller Kompetenz durchgeführt.
· Kinder und Jugendliche erforschen ihre eigene Herkunft: Projekte "Spurensuche".
· Im Märkischen Viertel erstellen Kinder- und Jugendgruppen einer großen Freizeitstätte ein Musical zum Thema Unterschiedlichkeit und Toleranz.
· Die Ziele, Schwerpunkte und laufenden Projekte des LAP werden einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Internetseite soll auch für Jugendliche ansprechend gestaltet werden. Es gibt einen monatlichen Newsletter an die Mitglieder des Begleitausschusses, des Ämternetzwerkes und andere Interessierte.
LAP-Projekte werden auf Modellhaftigkeit und Umsetzungsmöglichkeiten in anderen Bereichen, mit anderen Zielgruppen und mit anderer finanzieller Förderung geprüft.
Zielgruppen:
· Mädchen und Jungen sowie Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und deren Eltern im Bezirk, insbesondere bildungs- und schulferne Jugendliche;
· (rechts-)extremistisch gefährdete Jugendliche
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Praktikerinnen und Praktiker aus allen Bereichen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben (Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen) und die in ihrem Alltag mit antisemitischen, fremdenfeindlichen und rechtsextremen Grundhaltungen und Erscheinungsformen konfrontiert werden.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss unter Vorsitz des Bezirksstadtrates für Jugend und Familie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Sportamtes, des Jugendamtes, des Schulamtes, des Amtes für Kultur und Weiterbildung, der Polizei, des Bezirksjugendrings, eines freien Trägers der Jugendhilfe und der Straßensozialarbeit, einer Freizeitstättenleitung sowie einer Lehrerin die gleichzeitig Standpunktpädagogin ist, der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses und dem stellvertretenden Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.