Cham

Landkreis Cham

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Andreas Pregler

Kontaktdaten:
Landratsamt Cham
Sachgebiet 23
Rachelstr. 6
93413 Cham
Tel: 09971-78306
Email:
www.landkreis-cham.de www.vielfalt-lk-cham.de
  Fördergebiet:
Landkreis Cham
Größe: 1.510 qkm
Einwohnerzahl: 129.605
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Jugendliche gestalten demokratisch den Landkreis Cham mit und haben ein gutes Wissen über Rechtsextremismus und dessen Folgen.
2. Migrantinnen und Migranten sowie Aussiedlerfamilien (MAF) sind gut integriert und beleben durch ihre kulturelle Herkunft das Leben im Landkreis Cham.
3. Ein sehr hoher Anteil der Bevölkerung des Landkreises Cham engagiert sich bürgerschaftlich und Rechtsextremisten bekommen keinen weiteren Zulauf aus dem Landkreis.

Handlungskonzept:
Langfristig gesehen
· wird der LAP Cham umgesetzt durch die Ideen aus der Zukunftswerkstatt 2007, den Auswertungskonferenzen und den Ideen der Einzelprojektträger.
· wird die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure optimiert
· werden verstärkt innovative Aktivitäten mit Kindern/Jugendlichen gefördert, in denen Toleranz und demokratische Praktiken entwickelt werden.
· soll die Sicherung der Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen, z. B. durch Weiterentwicklung von Bewährtem, strukturelle Ergänzungen etc.
· werden Ergebnisse und Verfahren in die Planungsstrukturen des Landkreises einfließen.

Ziel für das Jahr 2010 ist es, das Programm in der Breite mit Hilfe gelungener Praxisbeispiele und einer öffentlichkeitswirksamen Projektmesse bekannter zu machen und es breiter in die Fläche zu strukturieren sowie die mittelfristige Nutzbarmachung gelungener Projekte zu sichern.

Im bisherigen Verlauf ist zu beobachten, dass sich die Projekte im Landkreis (der fünftgrößte in Bayern) auf einzelne kleine Regionen beschränken, die aber nach und nach erweitert wurden. Die beantragenden Organisationen beschränkten sich bisher auf solche, die bereits Erfahrungen mit der Beantragung von Fördermitteln haben. Durch intensive Beratung und Betreuung wächst die Zahl von interessierten kleineren gemeinnützigen Organisationen. Angestrebt ist es, alle guten Ideen nicht aufgrund von Ängsten vor zu großen Bürokratiehindernissen unter den Tisch fallen zu lassen, sondern Hilfestellungen anzubieten, um diese Ideen in ein durchführbares Projekt zu gießen.

Projekte solcher "Kleinstorganisationen" und Projekte in bisher unberücksichtigen Regionen des Landkreises sollen im weiteren Verlauf des Jahres bevorzugt gefördert werden. Dazu wird es wieder einen Kleinprojektefonds geben, um die Antragsbürokratie und die Hürden, die die Träger scheuen, zu minimieren. Da zum großen Teil weiterführende Schulen als Kooperationspartner auftraten, soll der Fokus mehr auf außerschulische Projekte gelegt und die Zielgruppe der Kinder mehr in den Fokus gerückt werden. Zudem sollen verstärkt Projekte gefördert werden, die neue Zugangsweisen zum Thema des Programms bieten, präventive Maßnahmen und Zugangsweisen zu den Jugendlichen ermöglichen und sie verstärkt aktiv in die Umsetzung der Projekte einbinden.

Um den "Bürger auf der Straße" zu erreichen, ist ein angestrebt, ein niederschwelligeres Angebot zu initiieren und die Themen auf die Berührungspunkte des "Normalbürgers" anzupassen. Der Jugendhilfeplan wird 2010 neu erstellt. Da sehr viele Mitwirkende bei der Jugendhilfeplanung Mitglieder des Begleitausschusses sind, werden die Ziele, Maßnahmen und Erkenntnisse in die Jugendhilfeplanung einfließen.

Zielgruppen:
1. Kinder und jüngere Jugendliche: Je eher Kindern Werte wie Vielfalt, Toleranz, Demokratieverständnis, Respekt und Fremdenfreundlichkeit nahe gebracht werden, umso leichter können sie es verinnerlichen und darin gestärkt werden.
2. Migranten- und Aussiedlerfamilien: Sie haben oft Schwierigkeiten mit dem Verlust ihrer bisherigen Heimat und es fällt ihnen schwer, sich in die neue, andersartige Kultur zu integrieren, was zudem durch die fehlende Sprachkompetenz erschwert wird. Kinder meinen häufig, ihre Hilflosigkeit (bezogen auf Sprache, Bildung etc.) mit Demonstrationen von Stärke kompensieren zu müssen.
3. Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf: Hier besteht ein Defizit an Wissen über Nationalsozialismus, Demokratie und Toleranz.
4. Eltern: Sie sollen in ihrer Erziehungsverantwortung gestärkt werden. Viele Eltern fühlen sich hilflos in ihrer Erziehungsaufgabe und/ oder schieben Verantwortung auf die Schule oder die Gesellschaft ab.
5. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: hierzu zählen Jugendleiterinnen und -leiter, Lehrkräfte sowie Vereinsvertreterinnen und -vertreter, die in Schulungen auf ihre Aufgabe der demokratischen Erziehung vorbereitet werden.
6. Öffentlichkeitsarbeit: Dazu gehören der Kontakt zur Presse, Flyer etc. Besonders die bestehende Homepage www.vielfalt-lk-cham.de soll ausgebaut werden.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, der Volksschulen, der katholischen Jugendarbeit, der evangelischen Jugendarbeit, der Jugendarbeit, der Friedensinitiative Cham, der Berufsschulen, der Wirtschaftsförderung, der Fachhochschule Regensburg, der Fachberatung Kindergärten, der Elternschaft, des Elternbeirates, der Erziehungsberatungsstelle Cham, der Jugendbildungsstätte, des JUZ Cham, des KJR, des Förderzentrums Cham, des evangelischen Bayerwalddekanates, des Notrufs, des Jugendmigrationsdienstes, des Ehrenamtes, des Sozialwesens, Vertretern von Leben und Lernen in Europa e. V. und des BLSV. Des Weiteren wirken die Gleichstellungsbeauftragte sowie eine Fachkraft für Prävention im Begleitausschuss mit. Beraten wird das Gremium durch regionale Politiker.




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