Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kreis - Lokale Integrationsnetzwerke

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Susanna Steinbach, Frank Baumeister

Kontaktdaten:
Kreisjugendring Rems-Murr e. V.
Marktstr. 48
71522 Backnang
Tel: 07191-9079-0
Email:
www.kjr01.de www.kjr01.de/
kreisjugendring-rems-murr-ev/
projekte/
vielfalt-tut-gut/
  Fördergebiet:
Rems-Murr-Kreis
Größe: 858,14 qkm
Einwohnerzahl: 417.000
Förderzeitraum: 01/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Offenheit der Aufnahmegesellschaft und Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund erhöhen. Fremdenfeindlichkeit abbauen und die Zivilgesellschaft stärken. Politische Beteiligung von jungen Migrantinnen und Migranten fördern.

Handlungskonzept:
Die Handlungsstränge selbst werden sich von Kommune zu Kommune unterscheiden. Alle Ergebnisse werden für die Jugendhilfeplanung verwertet. Die Vorerfahrungen fließen in die Arbeit ein. Hier ein beispielhafter Verlauf, der den Einzelprojekten so auch empfohlen wird:
1. Bildung eines lokalen Netzwerkes:
In dem lokalen Netzwerk sollen alle relevanten Kräfte aus der Politik, Verwaltung, ehren- und hauptamtlichen Jugendarbeit, Schulen und sonstige interessierte Menschen zusammen arbeiten. Da die Netzwerke für das Gelingen des Projektes von zentraler Bedeutung sind, ist hier ein sehr gründliches Vorgehen notwendig. Es wird Überzeugungsarbeit zu leisten sein, da bei einigen Menschen häufig noch Widerstände bestehen, das Thema anzugehen.
2. Bedarfsermittlung:
Durch die Einsicht von relevanten Daten wie Bevölkerungsstatistiken, Wahlergebnissen und Sozialstrukturdaten soll versucht werden, sich gemeinsam ein umfassendes Bild vom Gemeinwesen zu machen. Durch Interviews, Fragebogenaktionen und Veranstaltungen wie z. B. Jugendforen, interkulturelle Foren und Open Space-Veranstaltungen, Interviews mit Jugendlichen und Erwachsenen soll ein Bedarf in Bezug auf Integration und Rechtsextremismus ermittelt werden.
3. Erstellung des örtlichen/ sozialräumlichen Aktionsplanes:
Auf der Grundlage der Bedarfsermittlung wird ein Aktionsplan erstellt, der von allen im Netzwerk mitarbeitenden Menschen getragen werden soll.
4. Durchführung der Aktionen unter Beteiligung der Netzwerkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter:
Hier sollen unterschiedliche Methoden wie z. B. Jugendforen, Zukunftswerkstätten, Open Space-Konferenzen, Info- und Diskussionsveranstaltungen, jugendkulturelle Veranstaltungen und Wertediskussionen zum Einsatz kommen. Ein zentraler Grundsatz wird dabei sein, so viel wie möglich mit den Kräften vor Ort zu organisieren. Die Koordinierungsstelle arbeitet nach Bedarf mit, moderiert, unterstützt, hat Ideen und finanziert.
5. Auswertung und weitere Planung:
Wie geht es auf der Grundlage des Projektverlaufes weiter?

Zielgruppen:
Die Zielgruppe ist sehr weit gefasst, da der Lokale Aktionsplan den Anspruch hat, gesellschaftlich sehr breit zu wirken und da das Thema nirgends keine Rolle spielt. Zunächst werden vor allem Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erreicht. Bei verstärkter Einbindung in die praktische Umsetzung vor Ort, bleibt eigentlich keine gesellschaftliche Gruppe mehr außen vor. Im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes spielen diese Zielgruppen eine Rolle:
· Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer:
Schulen kommt eine wichtige Funktion als Ansprechpartner und Mittler zu. Die bisherigen Methoden können für Eltern und Jugendliche mit Migrationshintergrund noch deutlich verbessert werden.
· Deutsche Vereine und Migrantenselbstorganisationen:
Sind als Kooperationspartner sehr wichtig. Es gilt, bei allen Vereinen eine interkulturelle Öffnung herbeizuführen. Über die Vereine erreicht man die Akteurinnen und Akteure für die Teilprojekte. Migrantenvereine sollen durch ein Empowerment dazu befähigt werden sich aktiver für ihre eigenen Interessen einzusetzen.
· Politik:
Politik bestimmt viele Rahmenbedingungen und hat Multiplikationswirkung. Sie muss für das Thema sensibilisiert und in die Projektumsetzung immer wieder eingebunden werden.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendarbeit und -hilfe:
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren haben in ihrer täglichen Arbeit mit Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft zu tun. Besonders wichtig sind dafür interkulturelle Kompetenzen.
· Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund/ Deutsche Jugendliche und Erwachsene

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus engagierten Einzelpersonen sowie Vertreterinnen und Vertretern folgernder Einrichtungen und Organisationen: Migrantenselbstorganisationen, Politik, Kreisjugendamt, Kreisjugendring und Polizei.




Lokale Aktionspläne
Böblingen Göppingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart
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