Böblingen

Kreisangehörige Stadt Böblingen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Angelika Baur

Kontaktdaten:
Stadtverwaltung Böblingen
Dezernat II, Amt für Soziales, Familie und Senioren
Marktplatz 16
71032 Böblingen
Tel: 07031-6692371
Email:
www.boeblingen.de www.vielfalt-boeblingen.de
  Fördergebiet:
Stadt Böblingen
Größe: 39 qkm
Einwohnerzahl: 46.315
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Böblingen sind weltoffen und gestalten das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Abstammung positiv. Mögliche Spannungen werden in einem interkulturellen Dialog überwunden. Die Voraussetzungen dafür werden bereits im Kindesalter geschaffen.

Handlungskonzept:
Im letzten Förderjahr sollen funktionierende Projekte stabilisiert und weiterentwickelt werden. Einige Projekte aus 2008 haben für 2009 Anschlussfinanzierungen akquiriert und arbeiten selbständig weiter. Andere Projekte setzen die in 2008 geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit ihrer neuen Kompetenz in 2009 in eigenen Maßnahmen ein. Daraus ergeben sich drei Kategorien von Handlungskonzepten.

1. Angebote nutzen und weiterempfehlen
Der Verein für Jugendhilfe hat mit den Projekten "Respekt" und "Erlebnispädagogik" vereinsintern ein eigenes Arbeitsfeld etabliert, das jetzt mit drei geschulten Mitarbeitenden und einem Mitarbeiter eines kooperierenden Trägers die Anfragen von Schulen und Jugendamt bedienen kann. Als Weiterentwicklung bietet der Verein in Kooperation mit der Fachhochschule Mannheim in Böblingen eine Weiterbildung zum Antiaggressionstrainer an. Der sozialtherapeutische Verein hat 2009 das Netzwerk interkulturelle Arbeit gegründet. Im Kontext dieses Arbeitsschwerpunktes hat der Verein einige der Konzepte, die im Rahmen des LAP entwickelt wurden, aufgenommen. Das Thema "Berufsfindung für Mädchen mit Migrationshintergrund", das Projekt mit türkischen Vätern und die "Elternarbeit mit Migranten" haben eine Anschlussfinanzierung gefunden. Über die Darstellung auf der Website www.vielfalt-boeblingen.de bleiben die Projekte in den LAP eingebunden.

2. Angebote weiterentwickeln
Im Bereich Elternbildung sollen die ausgebildeten Mentorinnen bei der Umsetzung eigener Vorhaben unterstützt werden. Die Qualifizierung von Müttern für die Sprachförderung ihrer Kinder ist z. B. ein Anliegen. Hier wird eine Kooperation mit den Kindertagesstätten angestrebt. Die Frauen sollen in ein Projekt des LAP Böblingen eingebunden und begleitend gecoacht werden.

3. Angebote initiieren
Für die Jugendbildung zu "Globalen Werten" ist ein Projekt geplant. Unter Federführung des Kreisjugendrings sollen methodisch und didaktisch aufbereitete Angebote entwickelt und in der Verbandsjugendarbeit sowie in der Schule umgesetzt werden.

Zielgruppen:
Im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes sollen Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer im Altersspektrum zwischen 12 und 24 Jahren aus allen Bildungsschichten und kulturellen Hintergründen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Eltern und die Öffentlichkeit erreicht werden. Da die größte Zahl von auffälligen Jugendlichen hinsichtlich rassistisch motivierter Übergriffe im Haupt- und Förderschulbereich liegt, wird in diesem Umfeld der Schwerpunkt gesetzt. Es werden spezielle Modelle für die jeweiligen Unterzielgruppen entwickelt. Zum Beispiel muss die Betroffenheit von Mädchen und jungen Frauen gesondert ins Auge gefasst werden. Andere spezifische Zielgruppen sind die religiös engagierten Jugendlichen verschiedener Religionen und Konfessionen, Jugendliche in Jugendhilfemaßnahmen und Russlanddeutsche. Der Anspruch eines multikulturellen friedlichen Miteinanders soll in größerem Rahmen durch modellhafte Vorhaben realisiert werden, in denen Jugendliche aus allen Schularten vertreten sind. Der Jugendgemeinderat mit gewählten Delegierten aus allen Schulen wird hier Multiplikatorenfunktion haben. Kinder und Jugendliche als Opfer von Gewalt: Nichtdeutsche Jugendliche erleben mehr Gewalt durch die Eltern, wobei türkische Familien am auffälligsten sind.
Kriminell auffällige Jugendliche weisen oft folgende Risikodispositionen auf: als Kind selbst Opfer von Gewalt, unzureichend gefördert und hohen Belastungen ausgesetzt. Dies sind Risikofaktoren wie sie in vielen schlecht integrierten Migrantenfamilien anzutreffen sind. Diese Zielgruppe wird ebenfalls ins Auge gefasst.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschusses setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des federführenden Amtes, der Kriminalprävention, des Jugendgemeinderats, des Gesamtelternbeirats, eines freien Trägers der Integrationsarbeit, einer Migrantenselbstorganisation, eines freien Trägers der Jugendhilfe, eines freien Trägers, des Kreisjugendrings, eines Sportvereins sowie dem ersten Bürgermeister der Stadt Böblingen, einer geschäftsführenden Schulleiterin, dem Kreisjugendamtsleiter und der lokale Koordinierungsstelle.




Lokale Aktionspläne
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