| Kontaktdaten: Lokale Koordinierungsstelle LAP Hoher Fläming Jugend Netzwerkstelle Fläming c/o Gemeinde Wiesenburg/Mark c/o Grundschule Am Schlosspark Parkstraße 4 14827 Wiesenburg/ Mark Tel: 033849-90280 Email: www.jugend-netz-flaeming.de www.jugend-netz-flaeming.de/ lap/ index.html |
Fördergebiet: LAP Hoher Fläming: Gemeinde Wiesenburg/ Mark, Stadt Belzig, Stadt Treuenbrietzen, Amt Brück und Amt Niemegk Größe: 1.121 qkm Einwohnerzahl: 41.600 Förderzeitraum: 08/2007-12/2010 |
Leitziele:
Das Global- und Leitziel aus dem Vorjahr bleibt weiterhin Arbeitsgrundlage für das Förderjahr 2010:
"Wo wir nicht handeln, handeln andere..."
1. Im Hohen Fläming wird durch den Lokalen Aktionsplan zur Entwicklung eines allgemein getragenen Verständnisses für gemeinsame, demokratische und humanistische Grundwerte beigetragen. Vielfalt wird als Chance und Bereicherung zur Entwicklung neuer Lebensperspektiven im ländlichen Raum wahrgenommen, nicht als Gefahr oder Bedrohung.
2. Die Qualität und Vielfalt der Lebensperspektiven im ländlichen Raum, als Voraussetzung für Prävention gegenüber rechtsextremistischen Weltbildern und Ideologien, werden entwickelt, gefestigt und erhalten.
3. Die Einwohnerinnen und Einwohner und ihre Vereinigungen fühlen sich in ihrem Selbstverständnis demokratischen Werten und Traditionen verpflichtet. Sie sind vor dem Hintergrund dieses Selbstverständnisses selbstbewusst und handlungsfähig.
Handlungskonzept:
Der bisherige kritische und multiperspektivische Austausch wird von allen Beteiligten (BgA und Ämternetzwerk) als erhaltenswert betrachtet. Die Verwaltungsebene und auch die zivilgesellschaftlichen Akteure sind sich einig, dass diese Struktur nur erhalten bleiben kann, wird diese von einer "Stelle"/ einem Zusammenschluss koordiniert und angeregt.
Um bestehende Netzwerke und Kooperationen zu erhalten, wird weiterhin angestrebt, orts-/ gebietskörperschaftsübergreifende Projekte zu initiieren bzw. einige Projekte an verschiedenen Orten stattfinden zu lassen und im Anschluss einen Austausch zwischen den Orten anzuregen.
In die gleiche Richtung wird eine gemeinsame Film- und Diskussionsveranstaltung (voraussichtlich Ende März 2010) abzielen. Diese soll den Projektträgern und –beteiligten die Möglichkeit des Austausches bieten.
Nachhaltige Verankerung der aufgebauten Strukturen soll außerdem durch gemeinsame Qualifizierungen/ Schulungen erreicht werden. Aus den bisher aktiv gewordenen Menschen in der Region ist es wünschenswert, einen Pool von Multiplikatoren/ Aktivposten zu bilden und diese gezielt zu schulen bzw. zu qualifizieren.
Eine Qualifizierung der Projektträger soll auch weiterhin im Umgang mit Antragstellung, Konzeption, Projektabwicklung und -abrechnung erreicht werden. Die in der Region nicht allzu zahlreich gestreuten Vereine und Träger sollen sich hier mit den bürokratischen Abläufen der Projektentwicklung vertraut machen, sodass sie auch nach Ablauf der Förderperiode an anderen Stellen Anträge stellen und Projekte durchführen können. Die Träger etablieren sich so im Raum.
Das Einrichten des Aktionsfonds wird in der Region als sehr wirkungsvolles und vielseitig genutztes Instrument gesehen. Der Aktionsfonds hat Menschengruppen, Initiativen und Kleinstvereine erreicht, die bisher keine Akteure im LAP gewesen sind oder bisher noch keine Kenntnisse vom LAP hatten. Um den LAP auch weiterhin in der Region bekannt und präsent zu machen, soll diese kleinteilige Förderung und Unterstützung weiterhin bestehen.
Außerdem sollen bewährte Projekte oder Projektansätze weiter initiiert und durchgeführt werden. So soll die JugendKulturWoche, in der die gesamte Region Hoher Fläming jugendkulturelle Aktivitäten startet/ durchführt, weiterhin durchgeführt/ unterstützt werden. Auch Projekte, die a) einen interkulturellen Ansatz haben, b) im präventiven Bereich wirken und c) mit der Region/dem Gemeinwesen identifizierende Ansätze vermitteln, sollen weiterhin gefördert werden.
Auch in der kommenden Förderperiode soll weiterhin die "kulturwirtschaftliche Entwicklung" im Hohen Fläming unterstützt und forciert werden, so dass sich dies als Standortmerkmal verfestigt und als "Aushängeschild" für die Region dient. Dies ist mit einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen und begleiten.
Wie bereits genannt, ist in der Region vor allem auf interdisziplinäre Kooperation von Kunst, Pädagogik, Sozialarbeit, Verwaltung und Planung Wert gelegt worden. Hieraus entstand auch die Idee des Aufbaus einer mobilen Jugend-Kunst-Schule, die diesen Schwerpunkt über die LAP-Förderdauer hinaus transportieren soll.
Für die Fortführung tragfähiger Projektideen über 2010 hinaus ist angedacht, diese über den Landkreis und kommunale Gelder weiterzuführen. Insbesondere auf die Ausgleichsfunktion des Landkreises für strukturschwache Gebiete wurde hingewiesen.
Das Ziel, bis zum Sommer diesen Jahres ein für alle am LAP Beteiligten verbindliches Leitbild zur Prävention von Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt zu erstellen, soll unbedingt erhalten bleiben. Nur mit dieser klaren Zielsetzung zu Thema "Rechtsextremismus" können in der Zukunft politische Forderungen gestellt, Kooperationsverhandlungen geführt und damit letztendlich auch klare Verbindlichkeiten geschaffen werden.
Die Einbindung bzw. das Verlinken der Jugend Netzwerkstelle Fläming- Homepage, auf der der LAP inhaltlich verankert ist, mit den kommunalen Homepages und der des Kreises können dieses Netzwerk unterstützen und auch verdeutlichen.
Als Region der Vielfalt (der Fläming hat dafür eine Auszeichnung bekommen) soll der Fläming über die eigenen Grenzen hinaus bekannt werden. Mit diesem Aushängeschild kann das Gemeinwesen aktiv werben, als ein Wohnstandort der natürlich mit einer wunderbaren Natur umgeben ist, aber in dem vor allem auch ein gutes Miteinander, in dem sich alle Generationen beachtet und gewertschätzt sehen, zu spüren ist.
Zielgruppen:
Auch die Zielgruppen der letzten Förderjahre haben sich bewährt und bleiben deshalb auch für 2010 so bestehen:
· Kinder und Jugendliche aus den strukturschwachen Regionen, Eltern, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher mit den Projekten erreicht werden. Dabei sollen Angebote im Bereich schulische und außerschulische Bildung offeriert werden. Kooperationen zwischen Schule, außerschulischer Bildung, Jugendsozialarbeit und Jugendarbeit sollen diese Angebote ermöglichen und die Zielgruppe so erreichen.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Verwaltung, Jugend- und Jugendsozialarbeit und Bildung sind ebenfalls durch die Arbeit des LAP Hohen Fläming zu erreichen. Die Projekte sollen sich auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Jugendarbeit, Gemeinwesenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit beziehen.
· Migrantinnen und Migranten wurden leider nicht immer in der gewünschten Masse durch Projekte erreicht. Sie sollen aber weiterhin gezielt angesprochen werden. Auch hier sollen Kooperationen verschiedener Träger und Initiativen des Gemeinwesens (Schule, außerschulische Bildung, Jugendsozialarbeit, Jugendarbeit, Kunst und Kultur usw.) entsprechende Projekte und Angebote offerieren können.
· Lokale zivilgesellschaftliche Akteursgruppen bleiben ebenfalls wichtige Zielgruppe der Arbeit des LAP Hoher Fläming. Hier sollen vor allem durch Gemeinwesenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit Aufmerksamkeit geschaffen und somit erreicht werden.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus 11 Mitgliedern zusammen: Je eine Vertreterin bzw. ein Vertreter aus den fünf Gebietskörperschaften, aus dem Fachbereich Jugend des Landkreises Potsdam-Mittelmark sowie fünf Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft der Region Hoher Fläming.
Die verwaltungsangehörigen Mitglieder des Begleitausschusses werden von den Bürgermeistern bzw. Amtsdirektoren der fünf Gebietskörperschaften benannt (Bürgermeisterin, Leiterin und Mitarbeiterinnen des Sozialamtes der Gebietskörperschaften, Leiter einer Jugendfreizeiteinrichtung und die Leiterin eines Bürgeramtes). Die zivilgesellschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter kommen aus den Reihen der aktiven Menschen in den fünf Verwaltungseinheiten (aus dem Sport- oder Kulturbereich, Bürgerinitiativen und Kirche sowie eine Lehrerin). Die Vertreterin des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist Mitarbeiterin des Allgemeinen Sozialdienstes.