Märkisch-Oderland

Landkreis Märkisch-Oderland

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Thomas Böduel

Kontaktdaten:
Landkreis Märkisch-Oderland
Puschkinplatz 12
15306 Seelow
Tel: 03346-850571
Email:
www.maerkisch-oderland.de www.leben-in-mol.de/
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lokaler_aktionsplan
  Fördergebiet:
Landkreis Märkisch-Oderland
Größe: 2.150 qkm
Einwohnerzahl: 192.000
Förderzeitraum: 07/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Behörden, Politik, demokratische Institutionen und Zivilgesellschaft arbeiten koordiniert in einem Netzwerk zusammen.
2. Es finden zielgruppenorientierte Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie statt.
3. Bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative stärkt die demokratische Alltagskultur im Landkreis.
4. Kommunalpolitik fördert die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie von Jugendlichen in ihren Städten, Gemeinden oder Ämtern des Landkreises.

Handlungskonzept:
Ausgehend von der Gesamtstrategie des Landkreises in den einzelnen Regionen, nachhaltige und kooperative Strukturen zur Stärkung von Demokratie aufzubauen und zu verstätigen, haben sich fünf Kooperationsverbünde gebildet. Der jeweilige Verbund aus unterschiedlichen Vereinen, Initiativen, Verbänden und engagierter Bürgerschaft vereint unterschiedliche Projektideen in den einzelnen Handlungsfeldern des Lokalen Aktionsplanes. Die Kooperationsverbünde haben in ihrer jeweiligen Region eine Situationsanalyse durchgeführt und konkrete (gemeinsame) Handlungsschritte vereinbart. Die einzelnen Projektideen werden unter Einbeziehung aller im Kooperationsverbund zur Verfügung stehenden Ressourcen (materiell, personell und ideell) umgesetzt. Es geht dabei in erster Linie um eine Verstärkung der Vernetzung und der Stärkung einer gemeinsamen Verantwortung für die Region. Nach der Bildung eines kreisweiten Verbundes und vier regionaler "Verantwortungsgemeinschaften", arbeiten diese prozessbezogen an der Umsetzung der Handlungsfelder. Dabei wird das Handlungsfeld "Koordinierte Zusammenarbeit in einem Netzwerk" in erster Linie durch den kreisweiten Verbund getragen. Dazu finden im Netzwerk für Toleranz und Integration regelmäßig Erfahrungsaustausche, Fachtage, Fortbildungen und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen statt. Das Netzwerk wird durch professionelle Begleitung ständig weiterentwickelt. Darüber hinaus werden in diesem Verbund vor allem Projekte umgesetzt, die von kreisweiter Relevanz sind. So zum Beispiel die Aufklärung von Jugendwarten und Vorständen in Sportvereinen und in Freiwilligen Feuerwehren.

In den vier regionalen Verbünden werden mit der Methode Projektmanagement gemeinsame Projekte in der Region entwickelt, die vor allem die Handlungsfelder: 1. Zielgruppenorientierte Projekte, 2. Stärkung der Eigeninitiative und 3. Förderung der Beteiligung von Menschen umsetzten. Dazu wird ein gemeinsamer Projektantrag gestellt, der die besondere Problemlage in der Region berücksichtigt. So zum Beispiel die Lage des Asylbewerberheims oder Ansiedlungspunkte von Spätaussiedlerinnen und -aussiedlern.

Die Leitprinzipien der Arbeit in den Kooperationsverbünden sind:
1. Die Projektumsetzung wird als Methode verstanden, Kooperationen aufzubauen und zu festigen! (Gemeinsames Lernen)
2. Bestehende, bekannte und neue Methoden werden in die Alltagsarbeit implementiert. (gemeinsames Experimentieren)
3. Materielle, personelle, fachliche und ideelle Ressourcen werden ausgetauscht und gemeinsam der Region/ dem Projekt zur Verfügung gestellt. (gemeinsames Handeln)
4. Ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein für die Region wird entwickelt. (gemeinsames Denken)

Zielgruppen:
· Eltern:
Die Familie ist die wichtigste Erziehungsinstanz. Kinder lernen durch Vorbild und Nachmachen. Eltern fehlt es oft an Wissen und möglichen Handlungsoptionen im Umgang mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
· Kinder:
Die Grundlage für fremdenfeindliches Verhalten wird bereits im Kindesalter gelegt. Es fehlen in Kindergarten und Grundschule altersgemäße Präventionsansätze. Kinder, die keine Kindereinrichtungen besuchen, werden häufig gar nicht erreicht.
· perspektivlose Jugendliche:
Durch die demografische Entwicklung in strukturschwachen Regionen des Landkreises fehlen den Jugendlichen Sozialbindungen zu Gleichaltrigen. Ihnen fehlt es an Mobilität, Beteiligungsmöglichkeiten und einer realistischen Zukunftsplanung.
· Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jugendhilfe und Bildung:
Fehlende Erfahrungen, nicht erkannte Handlungsoptionen in interkulturellen Kontexten und rechtliche Unkenntnis führen zu Unsicherheit und zurückhaltenden Reaktionen gegenüber fremdenfeindlichem Verhalten.
· Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie Kommunalpolitikerinnen und -politiker:
Es herrscht ein Zuständigkeitsdenken vor. Rechtsextremismus wird nicht als gesamtgesellschaftliches Problem erkannt. Bürgerinnen und Bürger werden oft nicht als Unterstützungsmöglichkeit anerkannt.
· engagierte Bürgerinnen und Bürger:
Sie brauchen fachliche Beratung und Begleitung, um die Projektideen verwirklichen zu können.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes, des staatlichen Schulamtes Frankfurt/ Oder, des Kreissportbundes, der Polizei und der freien Jugendhilfe, der evangelischen Kirchen, der Feuerwehren, der gemeinnützigen Kultur GmbH des Landkreises MOL und des Kreisseniorenbeirates. Weiterhin wirken der Pressesprecher des Landrates, der Behinderten-, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreises MOL, eine Bürgermeisterin bzw. ein Bürgermeister und eine Amtsdirektorin bzw. ein Amtsdirektor aus dem Landkreis und ein Vertreter des Schulleiters im Begleitausschuss mit.




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