Märkisch-Oderland

Landkreis Märkisch-Oderland

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Thomas Scheffler

Kontaktdaten:
Landkreis Märkisch-Oderland
Puschkinplatz 12
15306 Seelow
Tel: 03346-850440
Email:
www.maerkisch-oderland.de www.leben-in-mol.de/
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lokaler_aktionsplan
  Fördergebiet:
Landkreis Märkisch-Oderland
Größe: 2.128 qkm
Einwohnerzahl: 191.998
Förderzeitraum: 07/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Behörden, Politik, demokratische Institutionen und Zivilgesellschaft arbeiten koordiniert in einem Netzwerk zusammen.
2. Es finden zielgruppenorientierte Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie statt.
3. Bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative stärkt die demokratische Alltagskultur im Landkreis.
4. Kommunalpolitik fördert die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie von Jugendlichen in ihren Städten, Gemeinden oder Ämtern des Landkreises.

Handlungskonzept:
1. Koordinierte Zusammenarbeit in einem Netzwerk:
Alle relevanten Partner aus Politik, Verwaltung, Behörden, Kommunen und Zivilgesellschaft werden erfasst und in einem kreisweiten Netzwerk integriert. Bestehende Netzwerke werden mit berücksichtigt und entsprechend ihrer Zielstellungen ebenfalls integriert. Die Struktur des Netzwerkes wird transparent gestaltet. Beteiligungs- und Entscheidungskriterien werden gemeinsam festgelegt. Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch und eine gemeinsame Reflexion der Angebote im Landkreis, um Wirkung und Nachhaltigkeit nachvollziehbar zu gestalten. Die Netzwerkpartner arbeiten an einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Dabei steht das gemeinsame abgestimmte Handeln nach Außen immer im Vordergrund. Zur Koordination der Netzwerkarbeit wird langfristig ein Finanzierungskonzept für eine hauptberufliche Stelle erarbeitet.

2. Zielgruppenorientierte Projekte:
Als gemeinsame Handlungs- und Wirkungserfahrung werden Initiativen, Vereine oder Verbände auf Grundlage einer konkreten Situationsanalyse lokale, zielgruppenorientierte Projekte entwickeln. Dazu finden entsprechende Qualifizierungen statt, die es den Projektträgern ermöglichen, mit Hilfe der Methode Projektmanagement ihre Ideen umzusetzen. Dabei steht das gemeinsame, kooperative Handeln der Akteurinnen und Akteure im Vordergrund, um nachhaltige Strukturen in den jeweiligen Regionen aufzubauen. Die Projekte setzen sich mit Fremdsein, Stärkung der lokalen Verantwortung und der Förderung demokratischen Handelns auseinander. Durch einen Ideenwettbewerb werden zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure im Landkreis angesprochen, für die entsprechenden Zielgruppen situationsabhängige und lokal verankerte Unterstützungsmöglichkeiten bereit zu stellen. Die Koordinierungsstelle berät die Projektträger und stellt Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Projektträgern in einer Region bereit.

3. Eigeninitiative und Bürgerschaftliches Engagement:
Durch eine qualifizierte Beratung und Begleitung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern wird Eigeninitiative in den Kommunen gestärkt. Die Bürgerinnen und Bürger werden in die Lage versetzt, Handlungsoptionen für lokale Problemlagen selbst zu entwickeln und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Im besonderen werden junge Menschen und Jugendinitiativen gefördert, die in ihrer Kommune tätig werden wollen. Damit wird das Selbstbewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern gestärkt, um auf Aktivitäten rechtsextremer Organisationen zu reagieren. Dadurch werden Rahmenbedingungen geschaffen, die das Engagement befördern.

4. Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern:
Ein erster Schritt ist die Kontaktaufnahme mit allen Kommunen im Landkreis, um Beteiligungsmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Orte zu erläutern. Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Abgeordnete sollen in die Lage versetzt werden, entsprechende Methoden zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und vor allem von Kindern und Jugendlichen in ihrem lokalen Kontext anzuwenden.

Zielgruppen:
· Eltern:
Die Familie ist die wichtigste Erziehungsinstanz. Kinder lernen durch Vorbild und Nachmachen. Eltern fehlt es oft an Wissen und möglichen Handlungsoptionen im Umgang mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
· Kinder:
Die Grundlage für fremdenfeindliches Verhalten wird bereits im Kindesalter gelegt. Es fehlen in Kindergarten und Grundschule altersgemäße Präventionsansätze. Kinder, die keine Kindereinrichtungen besuchen, werden häufig gar nicht erreicht.
· perspektivlose Jugendliche:
Durch die demografische Entwicklung in strukturschwachen Regionen des Landkreises fehlen den Jugendlichen Sozialbindungen zu Gleichaltrigen. Ihnen fehlt es an Mobilität, Beteiligungsmöglichkeiten und einer realistischen Zukunftsplanung.
· Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jugendhilfe und Bildung:
Fehlende Erfahrungen, nicht erkannte Handlungsoptionen in interkulturellen Kontexten und rechtliche Unkenntnis führt zu Unsicherheit und zurückhaltenden Reaktionen gegenüber fremdenfeindlichem Verhalten.
· Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie Kommunalpolitikerinnen und -politiker:
Es herrscht ein Zuständigkeitsdenken vor. Rechtsextremismus wird nicht als gesamtgesellschaftliches Problem erkannt. Bürgerinnen und Bürger werden oft nicht als Unterstützungsmöglichkeit anerkannt.
· engagierte Bürgerinnen und Bürger:
Sie brauchen fachliche Beratung und Begleitung, um die Projektideen verwirklichen zu können.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes, des staatlichen Schulamtes Frankfurt Oder, des Sports, der Polizei und der freien Jugendhilfe, der evangelischen Kirchen, der Feuerwehren, der Kultur GmbH des Landkreises MOL und des Kreisseniorenbeirates. Weiterhin wirken der Pressesprecher des Landrates, der Behinderten-, Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreises MOL, eine Bürgermeisterin bzw. ein Bürgermeister und eine Amtsdirektorin bzw. ein Amtsdirektor aus dem Landkreis und ein Vertreter des Schulleiters im Begleitausschuss mit.




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