Darmstadt

Darmstadt

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Dr. Udo Engbring-Romang

Kontaktdaten:
Förderverein Zentrum für Demokratie und Menschlichkeit - gegen Rassismus e.V.
Am Rain 18 35039 Marburg
Tel: 06421-590472 oder 06151-1541539
Email:
www.darmstadt.de www.vielfalt-in-darmstadt.de
  Fördergebiet:
Darmstadt
Größe: 122 qkm
Einwohnerzahl: 141.000
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Stärkung demokratischer Persönlichkeitsstrukturen und sozialer Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt
2. Stärkung der demokratischen Kultur der Stadtgesellschaft
3. Erweiterung der Akteure und Stärkung der Vernetzung

Der Lokale Aktionsplan wird in Darmstadt mit mehreren Schwerpunkten durchgeführt, das sind v. a. Projekte in Schulen mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Lehrkräften, verschiedene Theaterprojekte (vom Kindergarten bis zu den Senioren), Projekte mit Migrantenselbstorganisationen und im Bereich Sport. Methodisch sind die Vorhaben sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen die Idee des "good practice", der Prävention und der Stabilisierung einer aufgeklärten, selbstbewussten und demokratischen Zivilgesellschaft.

Handlungskonzept:
Nach der Aktivierung existierender Netzwerke und Schaffung neuer Strukturen (z. B. Begleitausschuss) wurde der Lokale Aktionsplan im September 2007 mit zunächst 12 Projekten begonnen, im Frühjahr 2008 um 7 weitere Projekte erweitert, 2009 um weitere 13 Projekte erweitert und für das Jahr 2010 abermals mit 6 Projekten fortgesetzt.
Im Laufe der Jahre wurde eine Vergrößerung des Begleitausschusses um zivilgesellschaftliche Akteure mit Erfahrungen in der antirassistischen Projektarbeit erreicht.
Als Förderschwerpunkte bleiben Interkulturelles Lernen und antirassistische Bildung sowie Demokratie- und Toleranzförderung bestehen. Über öffentliche Ausschreibungen waren potenzielle Projektträger aufgefordert, Vorschläge entsprechend der drei Leitziele einzureichen. Der Begleitausschuss wählte die neuen Projekte anhand der vorherigen Bearbeitung durch eine Vorbereitungsgruppe zuletzt in der Besetzung Interkulturelles Büro, Jugendamt, Stadtschülerrat, Schulverein, Koordinierung und nach der Stellungnahme des Ämternetzwerks aus.

Schwerpunktverlagerungen wurden im Herbst und Winter 2009/2010 nach ausführlichen Evalierungen, Recherchen und Diskussionen festgelegt:
· Einbeziehung des Sportumfelds
· Stärkere Einbeziehung der Migrantenselbstorganisationen
· Sensibilisierung gegenüber dem alltäglichen Rassismus

Für das Förderjahr 2010 wird die Einbeziehung der Migrantenselbstorganisationen verstärkt, wie auch die Einbeziehung sozialpädagogisch betreuter Sportprojekte. Damit wird das Ziel 3 (Erweiterung der Akteure und Stärkung der Vernetzung) stärker berücksichtigt. Im Juni 2010 stellen sich die neuen Projekte aus dem Umfeld des Sports in der Öffentlichkeit vor. Den einzelnen Zielgruppen werden weitere Mitwirkungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Gedenkveranstaltungen, an denen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt teilnehmen, werden weiterhin zum Anlass genommen, um Inhalte des LAP in die Stadtöffentlichkeit zu tragen. Durch die Akteure im Netzwerk, die Multiplikatorenfunktion haben, wird der LAP in den jeweiligen Arbeitszusammenhängen bekannt gemacht.
Weitere Zwischenergebnisse der Projekte werden in unregelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ämternetzwerk implementiert weiterhin Anregungen aus dem Lokalen Aktionsplan in bestehende Konzeptentwicklungen und Planungen.
Ein Auswertungstreffen des Projektjahres 2010 im Begleitausschuss und mit den aktuellen, früheren und potenziellen Projektträgern findet im September 2010 statt. Dort werden Schlussfolgerungen über die Fortsetzung gezogen.

Zielgruppen:
· Kinder und Jugendliche (im schulischen und außerschulischen Bereich)
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Sport und aus Migrantenselbstorganisationen.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Seit mehreren Jahren besteht die Arbeitsgruppe "Aktion Weltoffenes Darmstadt", in der die relevanten Akteure in Darmstadt für die Arbeit gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antiziganismus vertreten sind.

Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von DGB-Jugend, Jugendring, Mädchenarbeitskreis, Jungenarbeitskreis, Stadtschülerrat, Jugendforum, katholischer und evangelischer Kirche, jüdischer Gemeinde, Verband Deutscher Sinti und Roma, rundem Tisch Antirassismus, Ausländerbeirat, Migrantenvereinen, mehreren Schulen, Fraktionen der Parteien in der Stadtverordnetenversammlung, Jugendamt (Abteilung Jugendförderung), Kulturamt, Amt für Familie, Kinderbetreuung und Sport, Sportberatungsstelle, Frauenbüro und Interkulturellem Büro.

Eine vom Begleitausschuss eingesetzte, paritätisch besetzte Arbeitsgruppe bereitet eine Vorlage für die Projektförderung vor. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Ämternetzwerks und den zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren im Begleitausschuss, die keine Einzelprojekte vertreten.




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