Bad Doberan



Landkreis Bad Doberan

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Marion Kröger, Claudia Carla

Kontaktdaten:
Landkreis Bad Doberan
Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte
August-Bebel-Straße 4
18209 Bad Doberan
Tel: 038203-60317
Email:
Email 2:
www.lk-dbr.de/
verwaltung/
kreisverwaltung/
gleichstbeauf/
  Fördergebiet:
Landkreis Bad Doberan
Größe: 1.362 qkm
Einwohnerzahl: 119.620
Förderzeitraum: 01/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
"Demokratie und Toleranz sind fester Bestandteil im Gesamtsystem Erziehung, Bildung und Freizeit" Im Rahmen eines partizipativen Zielfindungsprozesses wurde dieses Leitziel erarbeitet und vier Rahmenziele dazu formuliert. Mit den Handlungszielen wurden Methoden zur Umsetzung der Ziele untersetzt. Die Rahmenziele wurden aus bestehenden Strukturen entwickelt, regelmäßig thematisiert und Handlungsempfehlungen angepasst. Es werden gemeinsam Projekte entwickelt und beraten. Das Bedürfnis an Erfahrungsaustausch und Vernetzung wurde mit der Bearbeitung der Fachthemen immer größer.

Folgende Rahmenziele sind im Lokalen Aktionsplan für Demokratie & Toleranz verankert:
1. Interkulturelle und interreligiöse Bildung ist ein anerkannter Lernprozess.
2. Chancengleichheit und Gleichberechtigung im Sinne von Gender Mainstreaming sind Qualitätsmerkmale.
3. Entwicklung eines demokratischen Selbstverständnisses bei jungen Menschen
4. Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

Handlungskonzept:
Um Kräfte sinnvoll zu bündeln und effektiv miteinander zu verbinden, wurde zu Beginn des Förderzeitraums 2007 ein partizipativer Zielfindungsprozess initiiert. In diesem Rahmen fand eine Bestandsanalyse der regionalspezifischen Situation statt. Daran beteiligten sich lokale zivilgesellschaftliche Akteure, Netzwerke, Verbände, demokratische Parteien und verschiedene Ämter der Kreisverwaltung. Gemeinsam entwickelten die Partner Visionen und Leitgrundsätze für Demokratie, Vielfalt und Toleranz.
Daraufhin wurde der Lokalen Aktionsplan mit dem Ziel: "Demokratie und Toleranz sind fester Bestandteile in den Bereichen Erziehung, Bildung und Freizeit" festgeschrieben. Aufgrund dessen wurden konkrete demokratische Handlungsschwerpunkte entwickelt. Ein gezielter Fachaustausch setzte den Prozess gemeinsamen Handelns in Gang.

Im ersten Förderjahr bildeten sich zu den konkreten Zielen Facharbeitsgruppen, die sich den speziellen Themen inhaltlich zuwandten. Diese arbeiteten inhaltlich-thematisch und konnten konkrete Projektideen entwickeln und umsetzen. Die Partizipation der Zielgruppen konnte in allen Projekten umgesetzt werden. Einen großen Stellenwert nahmen die Öffentlichkeitsarbeit für das Förderprogramm, die fachliche Anleitung der Mitarbeitenden und die Gewinnung weiterer Partner für die Gesamtstrategie ein. Denn angestrebtes Ziel war auch, Strategien für Demokratie und Toleranz zu entwickeln bzw. zu festigen und in regionale Kommunikations- und Vernetzungsprozesse zu implementieren.

Im zweiten Förderjahr wurde der Bedarf an Bildung und Qualifizierung in allen Themenbereichen deutlich. So konnten vor allem in der politischen Bildung und im präventiv-pädagogischen Bereich, Projekte initiiert werden. Die Zielgruppe der Migrantinnen, Migranten und Jugendliche als auch die der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nahmen an Bildungsveranstaltungen teil. Themen waren z. B. Kommunikation, Visualisierung, Projektmanagement, politisch-historische Bildung, Gender Mainstreaming und Öffentlichkeitsarbeit. Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass es im Landkreis eine Vielfalt von Initiativen und Engagierten gibt, die sich für Projekte für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus einsetzen. Ein verstärkter Dialog mit diesen Akteurinnen und Akteuren hat im zweiten Förderjahr eingesetzt und zu Synergieeffekten zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft geführt. So wurde deutlich, dass es jede Form von Extremismus, insbesondere des Rechtsextremismus, zu bekämpfen gilt.

Im dritten Förderjahr wurde damit begonnen thematische Inhalte der Facharbeitsgruppen in bestehende Netzwerke zu implementieren. Damit wurde bezweckt, Ergebnisse und Inhalte des LAP zu sichern und den Prozess der nachhaltigen Entwicklung voranzubringen. Der öffentlichkeitswirksame Auftritt des Lokalen Aktionsplans ist effektiv entwickelt worden.
Pro DeViTo - Projekte für Demokratie, Vielfalt und Toleranz im Landkreis Bad Doberan, so lautet die Weiterentwicklung des Lokalen Aktionsplans. Weitere Fördergelder wurden akquiriert, die für die Strategie des Lokalen Aktionsplans unterstützend wirken. Die Organisation und Durchführung der Interkulturellen Wochen im Landkreis zeigte die thematische Vernetzung der Akteure vor Ort, ca. 25 Kooperationspartner beteiligten sich. Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt entwickelte sich. Weiterhin setzten sich Jugendliche in Projekten mit ihrem Geschichtsbewusstsein auseinander.

Im vierten Förderjahr steht die Nachhaltigkeit der entwickelten Strategie der Demokratie- und Toleranzförderung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsmaßnahmen im Fundraising und die Förderung des unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements, sollen langfristige Handlungsgemeinschaften entstehen und verbindliche Kooperationen hergestellt werden. Diese beruhen auf Ganzheitlichkeit, Partizipation und Selbstorganisation. Dadurch werden Synergieeffekte geschaffen und Ressourcen gebündelt.
Um eine landkreisweite strategische Wirkung zu erzielen, müssen nachhaltige Ergebnisse in bestehende kommunale Entwicklungskonzepte integriert werden. Letztendlich geht es darum, den Akteuren, den politischen kommunalen Vertreterinnen und Vertreter, der Wirtschaft und der Verwaltung die inhaltlichen Grundlagen des Lokalen Aktionsplanes für Demokratie und Toleranz näher zu bringen, um eine langfristige Unterstützung zu sichern. Dafür bedarf es der politischen Rückendeckung sowie eines verstärkten Bürgerengagements. Damit das gelingt, wird im vierten Förderjahr ein Fundraising-Konzept entwickelt und veröffentlicht.

Zielgruppen:
· Kinder im Vorschulalter. Vorschulische Bildung und Erziehung ist um wesentliche interkulturelle pädagogische Ansätze, Inhalte und Methoden für Soziales Lernen zu erweitern.
· pädagogisches Personal, d. h. Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aber auch Eltern haben einen Bedarf an interkultureller und interreligiöser Bildung und vermitteln den Kindern und jungen Menschen ihre Werte.
· Kinder und Jugendliche im strukturschwachen Raum müssen Angebote zur sozialen Integration in demokratische Strukturen erhalten, z. B. in der Schule oder beim Übergang von Schule in den Beruf.
· Migrantinnen und Migranten jeden Alters, spezielle Angebote für Frauen mit Migrationshintergrund, um eine Chancengleichheit zu befördern, aber auch gezielt Migrantinnen und Migranten, die dezentral untergebracht sind.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, des staatlichen Schulamtes, des Jugendamtes, des Jugendhilfeausschusses des Landkreises, des lokalen Aktionsplans Leader, der Zielgruppen der Migrantinnen und Migranten, Jugendlichen, Unternehmerinnen, der Kirche, der Kleinen Liga, der ARGE sowie der Fachstelle Gleichstellung zusammen. Die Koordinierungsstellen für den LAP Demokratie & Toleranz als auch STÄRKEN vor Ort nehmen regelmäßig an den Sitzungen teil.
Der Vorsitz liegt bei der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten des Landkreises.