| Kontaktdaten: Landkreis Demmin Adolf-Pompe-Str. 12-15 17109 Demmin Tel: 03998-434-361 Email: www.landkreis-demmin.de www.landkreis-demmin.de/ index.phtml?La=1&sNavID=1.100&object=tx|70.2936.1&sub=0 |
Fördergebiet: Landkreis Demmin Größe: 1.922 qkm Einwohnerzahl: 83.500 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Alle Menschen im Landkreis Demmin sind sensibilisiert und informiert über Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und beteiligen sich aktiv und verantwortungsvoll für Demokratie und Toleranz in ihrem Umfeld.
2. Engagierte, Nachdenkende und Interessierte arbeiten vernetzt zusammen und tauschen sich aus mit dem Ziel, ein demokratisches Gemeinwesen zu fördern und nachhaltig zu professionalisieren. Dieses Netzwerk wird von Behörden, Ämtern und der Politik unterstützt.
Handlungskonzept:
Angesichts der lang- und mittelfristigen Zielsetzungen und der aktualisierten Problemlage im Rahmen des Fortschreibungsprozesses kristallisierten sich für 2009 10 Handlungsziele als kurzfristige Meilensteine auf dem Weg zu mehr Demokratie und weniger Rechtsextremismus im Landkreis heraus.
Diese zielführend umzusetzen, verlangt zu Beginn des Kalenderjahres die zeitnahe und zügige Bekanntmachung der Fortführung des LAP und der Handlungsziele für das 2. Förderjahr mittels geeigneter Maßnahmen (Presseartikel, Veranstaltung, etc. ) sowie im Zuge der Veröffentlichung neuer Ausschreibungstermine die Ansprache der potenziellen Einzelprojektträger. Damit verbunden ist die Festlegung von Begleitausschuss (BgA)-Sitzungen, die Wahrung der Arbeitsfähigkeit des Gremiums und die stetige Optimierung des Antrags- und Entscheidungsverfahrens aufgrund von Erfahrungen der federführenden Ämter (ffÄ)/ Lokalen Koordinierungsstelle (LoKo) bzw. Rückmeldungen aus dem Kreis der beteiligten Akteure.
Fortgesetzt wird im Jahresverlauf die Projektberatung und -begleitung, die sich am Bedarf der (potenziellen) Einzelprojektträger orientiert und von der LoKo wahrgenommen wird (telefonisch, per E-Mail, persönlich vor Ort, im Rahmen der eingerichteten wöchentlichen Sprechzeiten). Auch die Projektbegleitung in Form von Patenschaften durch die BgA-Mitglieder wird fortgesetzt. Durch die Einführung der Querschnittsziele "Ländlicher Raum" und "schwer erreichbare" Zielgruppen, wird im Rahmen der Projektberatung sowie bei der Auswahlentscheidung im BgA darauf hingewirkt, dass sich die Projektvorschläge konzeptionell intensiver diesen Handlungsbereichen zuwenden und sich somit die Situation im Landkreis verbessert. Die ffÄ/ Loko wirken im Verlauf des Jahres ebenfalls darauf hin, dass (handlungs-) zielführende Projekte umgesetzt werden. Ggf. initiiert der BgA diese durch direkte Ansprache potenzieller Träger, sollten einige der Handlungsziele nicht unaufgefordert konzeptionell aufgegriffen werden. Die Problemlage im Fördergebiet erfordert des Weiteren, ein besonderes Augenmerk auf die Durchführung geeigneter Maßnahmen in den vom Wirkungskreis der Kameradschaft besonders betroffenen Kommunen zu legen sowie weitere Kooperationspartner einzubinden und zu erschließen, um der "rechten" Vernetzungstendenz zu begegnen.
Diese aus den Zielsetzungen resultierenden Anforderungen adäquat zu handhaben, erfordert ein kontinuierliches Monitoring des Umsetzungsprozesses durch die LAP-Verantwortlichen. Durch mindestens vier geeignete themen-/ zielgruppenspezifische Veranstaltungen werden außerdem die Schwerpunkte des hiesigen LAP "Professionalisierung/ Vernetzung" und "Sensibilisierung/ Aufklärung der Bevölkerung" weiter vorangetrieben. Diese Veranstaltungen dienen zugleich zur kontinuierlichen Berichterstattung über den Stand der LAP-Implementierung, der Gewährleistung von Transparenz und Aktualität, zur Aufnahme neuer Impulse und im Rahmen des für die Qualitätssicherung notwendigen Rückkopplungsprozesses zur Einholung von Informationen/ Feedback bzgl. der Bewertung und öffentlichen Akzeptanz des LAP. Ab der Jahresmitte wird mit der Auswertung der Ergebnisse der Einzelprojekte begonnen, um die Organisation der Fortschreibung für das 3. Förderjahr rechtzeitig und umfänglich vorzubereiten. Zum Ende des Förderzeitraums wird die Berichterstattung und Dokumentation des LAP-Prozesses für das 2. Förderjahr auf der Basis der Evaluation erarbeitet.
Zielgruppen:
1) Bürgerinnen und Bürger des Landkreises in ihrer Funktion als Wahlberechtigte (Kommunalwahlen 2009!), als "Mit-Bürgerinnen und -Bürger" (z. B. Zivilcourage) sowie als Eltern der Hauptzielgruppe
2) insbesondere Kinder, Jugendliche und Heranwachsende
3) (sozial-) pädagogische Fachkräfte (Schulen, Kitas, Sportgruppen, Freiwillige Feuerwehren, etc.) in ihrer Funktion als direkte Bezugspersonen zu Zielgruppe 2) sowie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
4) Eltern
5) Jugendliche/ junge Erwachsene mit erhöhter Affinität zur rechtsextremen Szene
6) Migrantinnen und Migranten/ Asylbewerberinnen und -bewerber/ Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler
7) Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung
Entsprechend der aktualisierten Problemlage/ Schwerpunktsetzung für das 2. Förderjahr wird angestrebt, neben der Hauptzielgruppe 2 insbesondere die Zielgruppen 1, 4 und 5 mit entsprechenden Projektangeboten zu erreichen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der BgA einschließlich der beratenden Mitglieder besteht derzeit aus 24 Personen. Die 11 weiblichen und 13 männlichen Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalverwaltung, Polizei, Kirche, des Regionalzentrums für demokratische Kultur, des Kreisschülerrates sowie von Verbänden und Vereinen.
Bei Neubestellungen wird angestrebt den Frauenanteil sowie den Anteil an Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft weiter zu erhöhen, da der BgA von der Integration und Impulsgebung beider Personengruppen profitieren und eine passgenauere/ bedarfsgerechtere LAP-Umsetzung gewährleisten kann.