
Nordwestmecklenburg
| Kontaktdaten: Landkreis Nordwestmecklenburg Fachdienst Jugend Börzower Weg 3 23936 Grevesmühlen Tel: 03881-722553 Email: www.nordwestmecklenburg.de www.praevention-nwm.de/ index.phtml?view-371&SpecialTop=5 |
Fördergebiet: Landkreis Nordwestmecklenburg Größe: 2.075 qkm Einwohnerzahl: 118.677 Förderzeitraum: 08/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Alle Amtsbereiche im Landkreis Nordwestmecklenburg arbeiten konstruktiv und vertrauensvoll zusammen, um die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger bzgl. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu erhöhen.
2. Kinder und Jugendliche im Landkreis Nordwestmecklenburg verfügen über ein Grundverständnis von Demokratie und Toleranz und lehnen Diskriminierung und Gewalt ab.
Handlungskonzept:
Die Diskussion um "Jugend und Rechtsextremismus" hat die Suche nach Präventions- und Interventionskonzepten auch in Mecklenburg-Vorpommern spürbar intensiviert, da eine deutlich steigende Tendenz rechtsextremer Einflüsse nachweislich zu verzeichnen ist. Die Zunahme rechter Gewalt durch Jugendliche, das verstärkte Auftreten rechtsextremer Übergriffe sowie die wachsende Anzahl der rechten jugendlichen "Mitläufer" und "Sympathisanten" machen eine veränderte Auseinandersetzung mit der Problematik dringend erforderlich. Der Landkreis Nordwestmecklenburg hat sich das Ziel gestellt, in Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes demokratisches Verhalten und ziviles Engagement bei Kindern und Jugendlichen der gesamten Region zu stärken und Weltoffenheit und Toleranz zu fördern. Eine der Hauptaufgaben ist dabei die politische Bildungs- und Aufklärungsarbeit, denn das typische Auftreten der rechten Szene hat sich stark gewandelt.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie im Gemeinleben und die Identifizierung aller Generationen soll unter folgenden Themenschwerpunkten befördert werden:
· Vernetzung und Austausch:
Dabei steht die Einrichtung eines flächendeckenden Netzwerkes von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für den gesamten Landkreis im Fokus. Für das letzte Förderjahr sind die Netzwerkpflege und die Stärkung des Ehrenamtes ein wichtiger Bestandteil.
· Beteiligung und soziale Integration:
Bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten muss die verstärkte Einbeziehung der Jugendlichen in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse Beachtung finden. Informations- und Beteiligungsaktionen mit und für Eltern, Kinder(n) und Jugendliche(n) aus strukturschwachen Kommunen stärken das Familienleben und das demokratische Gemeinwesen. Neu aufgenommen wird in der 3. Förderphase die Arbeit im Vorschul- und Grundschulbereich.
· Fortbildung und Information:
In spezifisch abgestimmten Seminaren werden grundlegende Kenntnisse über Ursachen und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus vermittelt. Trainingsangebote zu Zivilcourage und Deeskalation zeigen Interventionsmöglichkeiten bei antidemokratischen Vorkommnissen auf. Besondere Beachtung soll die Elternarbeit finden.
Zielgruppen:
Aus der Problembeschreibung resultieren die Zielgruppen, die durch die Entwicklung und Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen. Die Schwerpunkte liegen bei:
· Kindern und Jugendlichen in strukturschwachen Kommunen (vor allem ländlicher Raum) mit fehlenden bzw. geringen Möglichkeiten zu kultureller und sportlicher Betätigung
· Migrantinnen und Migranten
· Eltern
· lokalen Akteursgruppen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
· politischen Gremien, gesellschaftlichen und öffentlichen Institutionen
· männlichen Jugendlichen aus "bildungsfernen" Milieus
· rechtsideologischen Mitläuferinnen und Mitläufern sowie Sympathisantinnen und Sympathisanten
· Pädagoginnen und Pädagogen, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern, Ausbilderinnen und Ausbildern
· Trainerinnen, Trainern, Sportlehrerinnen und -lehrern, Leiterinnen und Leitern von Vereinen und Verbänden
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Fachdienste Jugend sowie Bildung und Kultur des Landkreises, des Jugendhilfeausschusses des Kreistages, des Kreistages, des Kreissportbundes NWM e. V., des Berufsbildungsvereins VFBJ Tressow e. V., der Heimvolkshochschule Vogelsang e. V., der Polizeiinspektion Wismar, der AIDS-Hilfe Westmecklenburg e. V., des VfL Blau-Weiß Neukloster sowie der Landrätin, der Stadtjugendpflegerin der Stadt Schönberg und der Schulsozialarbeiterin der Regionalschule Bad Kleinen.