| Kontaktdaten: Amt Stargarder Land Mühlenstr. 30 17094 Burg Stargard Tel: 039603-25310 Email: www.burg-stargard.de www.lap-asl.de |
Fördergebiet: Amt Stargarder Land Größe: 205 qkm Einwohnerzahl: 10.054 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Im Stargarder Land ist eine demokratische und tolerante Bürgerschaft aktiv.
2. Zivilgesellschaftliche Akteure, Politik und Verwaltung arbeiten abgestimmt in einem Netzwerk zusammen.
3. Jugendliche sind tolerant und handeln demokratisch.
Handlungskonzept:
Alle Projekte und Aktionen werden auf die Handlungs- und Mittlerziele ausgerichtet, um die gesteckten Leitziele zu erreichen. Eine ständige Erreichbarkeit der Koordinierungsstelle gewährleistet eine kontinuierliche Trägerberatung und Bürgerinformation. Die Koordinatorin steht an einem Präsenztag in der Woche in den Räumlichkeiten des Rathauses der Stadt Burg Stargard allen Interessierten informierend und beratend zur Seite und ist ansonsten jederzeit telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Weiterhin erhält die gesamte Trägerlandschaft stets individuelle Unterstützung und fachliche Begleitung bei der inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Projektideen und deren Umsetzung durch die Koordinatorin.
Sowohl bereits engagierte als auch neue Projektträger des Amtes Stargarder Land sollen zur Initiierung von Projekten gewonnen werden. So ist beispielsweise geplant, die Kindertagesstätten mehr zu involvieren und gerade für diese Zielgruppe demokratiefördernde Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Die Mitarbeiter sollen demokratiepädagogisch geschult werden, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Ein internationales Fußballturnier soll Jugendliche deutscher und nichtdeutscher Herkunft zusammenführen, Schüler sollen zu Streitschlichtern ausgebildet werden, um das Miteinander demokratischer zu gestalten.
Bewährte Projektideen sollen fortgeführt werden, um eine Verinnerlichung der bestehenden Thematik zu ermöglichen. Weitere Projektideen zur Umsetzung der oben beschriebenen Ziele werden im Laufe des Jahres an aktuellen Bedarfen gemessen zeitnah entwickelt. Die Träger werden auch zukünftig mit dem schon vorhandenen Konzeptionsleitfaden arbeiten, um ihre Ideen umzusetzen und zu verwirklichen. Der sichere Umgang in der Erstellung, Beantragung und Durchführung von Konzepten ermöglicht die nachhaltige selbständige Projektarbeit ab dem Jahr 2011. Presseartikel, Flyer und die Website des LAP begleiten öffentlichkeitswirksam und stets aktuell die Arbeit aller am Thema Beteiligten. Die Website wird weiterhin regelmäßig mit aktuellen Projektberichten, Artikeln, Veranstaltungen, Terminen und Verlinkungen bestückt. Träger werden aktuell Zuarbeit leisten.
Nicht nur der BGA trifft sich regelmäßig, um Projekte zu bewerten und Informationen auszustauschen, sondern initiiert auch gemeinsame Treffen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren vor Ort, um den LAP weiterzuentwickeln.
Es finden konstruktive Treffen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren der verschiedenen LAP`s im gesamten Bundesland statt, um einen aktuellen Fachaustausch zu ermöglichen. Die MAEX berichtet regelmäßig über Aktivitäten der rechten Szene im Amt Stargarder Land. Durch die Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat des Landkreises Mecklenburg - Strelitz und dem Jugendhilfeausschuss erfolgt eine Einbindung des Lokalen Aktionsplans in vorgesehene kommunale Entwicklungskonzepte. Weiterhin wird die enge Zusammenarbeit mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte intensiviert, um langfristig und nachhaltig einen fachlichen Netzwerkpartner und Berater für Schulungen, Informationsveranstaltungen sowie die Initiierung, Begleitung und Etablierung demokratiefördernder Aktionen und Prozesse im gesamten Amtsbereich Stargarder Land auch nach dem Jahr 2010 zu verankern.
"Demokratie muss gelernt werden, um gelebt werden zu können" - angelehnt an diese Aussage soll allen Multiplikatoren nicht nur Hintergrund-, sondern auch Handlungswissen vermittelt werden, um sie zu befähigen, ihren speziellen Zielgruppen im Alltag demokratische Grundwerte zu vermitteln, sie zu tolerantem Denken und Handeln zu bewegen, damit Werte wie Demokratie und Toleranz selbstverständlich gelebt werden können.
Zielgruppen:
Die Zielgruppen werden bewusst nicht nummeriert, da aus Sicht des Antragsstellers alle gleichrangig sind.
· Kinder: Die Grundlage für fremdenfeindliches Verhalten wird oft bereits im Kindesalter gelegt. Die Kindereinrichtungen und Grundschulen verfügen nur über unzureichende, beziehungsweise keine altersgerechte Präventionsarbeit. Eine Zielgruppe, die im Jahr 2010 noch stärker als bisher erreicht werden soll, ist die der Kindergartenkinder. Schon ab einem Alter von 3 Jahren ist Demokratielernen sinnvoll und lässt sich in den KITA - Alltag integrieren.
· Jugendliche/ Heranwachsende: Den jungen Menschen fehlen die sozialen Bindungen. Hohe Arbeitslosigkeit in der strukturschwachen Region bedeutet ständige Konfrontation mit der Armut. Fehlende Perspektiven drängen sie in die "Opfer"rolle. Sie müssen animiert werden, wieder aktiv an der Zukunftsplanung und -gestaltung mitzuwirken.
· Eltern: Den Familien kommt eine wichtige und zentrale Rolle der Erziehung zu. Dazu ist es jedoch zwingend notwendig, dass die Eltern über das notwendige Wissen verfügen, um dieser wichtigen Aufgabe gerecht werden zu können.
· Entscheidungsträgerinnen und -träger: Rechtsextremismus als gesamtgesellschaftliches Problem wird oft verkannt. Zuständigkeitsdenken muss ausgeschaltet werden und jede mögliche Unterstützung in die Entscheidungen einfließen.
· Pädagoginnen und Pädagogen: Den Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie allen anderen Fachkräften vor Ort müssen alle möglichen Voraussetzungen gegeben werden, um eigenes Hintergrund- und Handlungswissen zu erwerben und weiterzugeben. Nur dann können sie situationsbezogen richtig reagieren.
· Einwohnerinnen und Einwohner des Amtsbereiches zur Stärkung der Zivilcourage: Engagement braucht fachliche Beratung und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Durch Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen, Pressarbeit, Flyer und nicht zuletzt durch die Ergebnisbroschüre des LAP werden alle Zielgruppen öffentlichkeitswirksam erreicht.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der BGA setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen:
Davon vertreten sieben die Bereiche Politik und Verwaltung: der Bürgermeister, der Amtsvorsteher, der Schulleiter der Grundschule und die Schulleiterin der regionalen Schulen, die Ordnungsamtsleiterin, die Kämmerin und der Stadtvertretervorsitzende.
Hinzu kommen acht Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft: von der Kirche, aus den Sportvereinen sowie eine Hortleiterin, eine Schulsozialarbeiterin, die Leiterin des Jugendzentrums, der Wehrführer und eine engagierte Einzelperson.