| Kontaktdaten: Landkreis Ludwigslust Fachdienst Jugend Garnisonsstraße 1 19288 Ludwigslust Tel: 03874-624-1411 Email: www.kreis-lwl.de www.lwl-aktiv.de |
Fördergebiet: Landkreis Ludwigslust Größe: 2.517 qkm Einwohnerzahl: 126.099 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
Die Menschen im Landkreis Ludwigslust sind motiviert und befähigt, das Gemeinwesen aktiv demokratisch zu gestalten (im Sinne von: Kommunen in die Lage versetzen, ihre Demokratie zu leben/ Kräfte zu mobilisieren).
Im Prozess der Zieloptimierung wurde klar bestätigt, dass Leben und Lernen der Demokratie auf lokaler Ebene Priorität haben muss. Benötigt wird eine anschauliche Vermittlung von Wissen und Erfahrungen. Nachhaltig ist, wenn die Zielgruppe (insb. Kinder und Jugendliche) begreift, dass Geschichte und Gegenwart mit sich und der Familie zu tun haben.
Wer eine demokratische Kultur haben will, muss demokratische Kultur anbieten. Das bedeutet Angebote zu schaffen, die den Gemeinschaftssinn (z. B. durch kulturelle Angebote) fördern, die Gestaltungsbereitschaft herausfordern und Beteiligung ermöglichen.
Zusammengefasst sind die Menschen, insbesondere junge Menschen, das Potenzial, was eine demokratische Gesellschaft für ihre Gestaltung hat und diese brauchen Entwicklungsbedingungen/ Anregungsmilieus, die sie erleben lassen, was sie selbstständig, vielseitig, vielfältig, tolerant, eigenverantwortlich handelnd und gemeinschaftsfähig macht.
Handlungskonzept:
"Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt." (Dante Alighieri) In diesem Sinne setzt die Strategie auf Vermittlung durch Auseinandersetzung auf jeder Ebene. Demokratie lebt vom Handeln und Gestalten, sie muss als Lebensform erfahrbar/ glaubhaft sein und das wesentlich bewusster.
Von Beginn des LAP an war klar, dass bei aller Motivation und Aktivität der große Wurf nicht gelingen wird, sondern Entwicklung und Umsetzung nur in kleinen Schritten machbar ist. Die Problemlage macht die erforderliche Intensität der ideenreichen Arbeit mit System deutlich. Reserven bearbeiten, Aktivitäten erkennen, aufgreifen, zielorientiert lenken, bündeln und auf die Zielgruppen richten, das ist die neue, alte Innovation der Strategie. Dies erfolgt durch Fortsetzung des Handlungskonzeptes, durch Verstetigung von Einzelprojekten und Projektansätzen, durch Verankerung von Strukturen, durch neue Ideen, durch Dialog, Beteiligung, Akzeptanz und Anerkennung. Die Projekte "Schulen und Gedenkstätten" und "Jugendkulturnetz" werden fortgesetzt und verstetigt.
Der Anspruch der Ausstrahlung in den Landkreis einschließlich vernetzter Aktivitäten und Bündelung der Ressourcen wird verstärkt. Aktionismus wird als Motivationspotenzial in zielorientiertes vernetztes Agieren gelenkt, weitere Akteure werden eingebunden und verbindliche Kooperationen hergestellt. Workshops über den Zugang zur Jugendkultur werden mit weiterentwickelten Inhalten (soziale Kompetenzen) fortgesetzt.
Der Projektansatz, Argumentationstrainings partizipativ (Beteiligung der Berufsverbände, Zielgruppen, Fachberatungen, Kommunen) und berufsgruppenspezifisch zu entwickeln und mit Partnern vor Ort umzusetzen, wird weiterentwickelt.
Schwerpunkte in der Qualifikation der Akteure bleiben im Sinne der Nachhaltigkeit die Ziel- und Lösungsorientierung der Projekte, bedarfs-/problemorientierte Förderung, die konsequente Beteiligung der Zielgruppe, die Kooperationspotenziale und verstärkt der konkrete Projektplan und Fundraising in der Kommune.
Die Rolle der ehrenamtlichen Akteure wird diesbzgl. und darüber hinaus unter den Stichworten Information, Zeiträume, Termine, Flexibilität, Hauptamt/ Kooperationsfähigkeit, Rahmenbedingungen und Anerkennung stärker beachtet und unterstützt. Die Innovationswerkstatt wird als Optimierungsprozess mit einer Vielfalt von Akteuren fortgesetzt.
Innovation steht dabei nicht vorrangig für Kreativität, vielmehr für Ideengenerierung, Zukunftsrelevanz, Akzeptanz/ Machbarkeit und Ganzheitlichkeit. Werkstatt natürlich für konzentriertes Arbeiten, Produkt, Veränderung und Dialog/Erfahrungsaustausch.
Unter dem Stichwort Konfliktlösungskompetenzen wird die Strategie, so früh als möglich mit der Vermittlung zu beginnen, systematisch ausgebaut. Weil es ein neuer, alter Schwerpunkt in der Umsetzung ist, sind Projektideen u. a. wirkungsorientiert in bestehende Projekte implementiert worden. Im Sinne der Ganzheitlichkeit werden anwendungsorientierte Projekte weiterentwickelt. Im Sinne der Nachhaltigkeit der Strategie und der entwickelten Kompetenzen, der Vernetzung und der Wirkungsorientierung wird die Stelle für die Koordinierung des Kommunalen Präventionsrates und des Lokalen Aktionsplanes in den Fachdienst Jugend integriert. Damit verbunden ist eine direkte Einbindung in die Bereiche SSA, Jugendsozialarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit und Familienbildung. Die in dem Zusammenhang überlegte Neustrukturierung sichert zusätzlich die Transparenz, Vernetzung und Einbindung des LAP auf beiden Ebenen und in Entwicklungskonzepte. Neben neuen Herausforderungen werden Ressourcen und Kompetenzen gebündelt, die für die Zieloptimierung, Strukturentwicklung, Effektivität und Qualität der Netzwerkarbeit wirken.
Zielgruppen:
· die Menschen in ihrer Gemeinschaft (Über den Erfolg der Demokratie entscheiden die Bürgerinnen und Bürger!)
· Kinder, jüngere Jugendliche und Jugendliche in strukturschwachen Kommunen/ Regionen
· Jugendliche in Verbänden und Vereinen, couragierte Jugendliche als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Peer Leaders
· Träger, lokale Akteure, Organisationsverantwortliche, Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung, Initiativen, Wirtschaft sowie Kirchengemeinden
· Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe, auszubildende Unternehmer
· Eltern
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik (Bundes-, Kreis- und Kommunalebene), des Städte- und Gemeindetages, des Kreiselternrates, des Seniorenbeirates, der Schulen, der Vereine, der Kirche, der Gedenkstätten/ Museen, des Fachdienstes Jugend, des Präventionsrates sowie der Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragten.
Nach wie vor wird daran gearbeitet, den Begleitausschuss in seiner Kompetenz zu erweitern/ zu fördern. Das soll auch durch die Einbindung weiterer zivilgesellschaftlicher Akteure, durch Vertreterinnen und Vertreter der Jugendlichen, Unternehmer und Medien erfolgen.