| Kontaktdaten: Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE) Holzmarkt 15 27283 Verden Tel: 04231-676222, 04231-12219 Email: www.verden.de www.wabe-info.de |
Fördergebiet: Kreisstädte und Landkreise Verden und Nienburg Größe: 2.186 qkm Einwohnerzahl: 259.954 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
Demokratisches Engagement auf kommunaler Ebene wird im Rahmen der interregionalen Kooperation gestärkt.
Handlungskonzept:
Das Netzwerk aus den beiden Landkreisen und Städten Nienburg und Verden wird die Chancen einer interregionalen Kooperation nutzen. Es ist weiterhin geplant , mit Hilfe des Lokalen Aktionsplans Projekte zu fördern, die Jugendliche gegenüber neofaschistischen Ideologien immunisieren. Dabei soll der Fokus stärker in Richtung "Demokratie stärken" gehen. Insbesondere demokratisches Engagement auf kommunaler Ebene soll im Netzwerk gestärkt werden.
Nachdem die vier Netzwerkpartner beschlossen haben, die WABE-Kooperation, die die LAP-Aktivitäten trägt, auch über den Förderzeitraum hinaus fortzuführen, soll im Jahr 2010 ein Förderverein für das WABE-Netzwerk gegründet werden. Dafür werden die Bürgermeister und Landräte als Gründungsmitglieder persönlich werben. Darüber hinaus wird auf der Grundlage des Konzeptes 2011+ an eine Orientierung auf die Zukunftsthemen des WABE-Netzwerkes hingearbeitet. Zugleich werden neue Kooperationspartner, wie Kommunen und weitere Projektträger stärker eingebunden.
Es wird modellhaft ein Fundraisingkonzept im Rahmen eines Projektes realisiert, das als praktische Fortbildungsmöglichkeit für andere Träger wirken kann. Damit werden weitere Ressourcen erschlossen. Das Jahr 2010 soll vorrangig dazu genutzt werden, die Aufgaben aus dem LAP über das WABE-Netzwerk langfristig zu bewältigen. Deshalb werden auch gezielt weitere Förderprogramme geprüft, um auch dort weitere Finanzierungsquellen zu erschließen. Auf der inhaltlichen Ebene ist eine Verlagerung der Aktivitäten vom Reagieren hin zu mehr proaktiven Projekten mit emanzipatorischem und präventivem Charakter beabsichtigt. Dies ist eine Entwicklung, die bereits in den Vorjahren begonnen wurde.
Die kommunalen Netzwerkpartner werden sich um die Anerkennung als "Ort der Vielfalt" bemühen und dieses Anliegen in entsprechenden Aktivitäten zum Ausdruck bringen. Bewährte Projektmodelle werden verankert und etabliert, wie z. B. die Durchführung eines Regionalkongress "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage".
Für die weitere Entwicklung ist deshalb die Gründung eines Fördervereines "WABE e. V." vorgesehen, der sowohl als Träger aktiv werden kann, als auch als Multiplikator für die Implementierung der LAP-Inhalte in lokale Entwicklungskonzepte und Leitbilder.
Am Ende des Jahres 2010 ist das WABE-Netzwerk entsprechend der Konzeptskizze 2011+ stabilisiert und finanziell abgesichert, um die formulierten Zukunftsthemen im Schwerpunkt "Demokratie stärken" zu bewältigen.
Zielgruppen:
· Initiativen und Bündnisse für Demokratie und Zivilcourage
· Verdener Bündnis gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz
· Runder Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt in Nienburg
· Vereine, Verbände, Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendarbeit
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher sozialer Milieus im gesamten Fördergebiet sollen erreicht werden, da das Bündel der Ursache-Wirkungszusammenhänge, die die Zustimmung oder Ablehnung zu
menschenverachtenden Ideologien und Einstellungen bewirken, nicht so aufgelöst werden kann, dass das Rekrutierungsfeld der rechten Szene eingeschränkt wäre. Im Rahmen der Aktion "Schulhofoffensive" waren alle Schulformen im Sekundarbereich betroffen. Eine Immunisierung muss also vorher erfolgen, ggf. bereits im Kindergarten. Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Rassismus werden bereits sehr früh gelernt, Empathie und Fairness allerdings auch. Kinder und Jugendliche sollen mit ihren Stärken wahrgenommen und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gefördert werden. Mädchen und Jungen werden ihren Bedürfnissen entsprechend einbezogen.
Erwachsene sollen als Entscheidungsträger (Politikerinnen und Politiker, Verwaltungsleiterinnen und -leiter, Unternehmerinnen und Unternehmer) und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Jugendarbeiterinnen und -arbeiter, Pastorinnen und Pastoren, Übungsleiterinnen und -leiter, Feuerwehrwartinnen und -warte) angesprochen werden, um möglichst viele Potenziale zu nutzen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der vier beteiligten Gebietskörperschaften (als Vertretung des Ämterbündnisses) und Akteurinnen und Akteuren aus dem Bereich des zivilgesellschaftlichen Handelns. Darüber hinaus werden vier Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre als Mitglieder des Begleitausschusses benannt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lokalen Koordinierungsstelle nehmen mit beratender Stimme am Begleitausschuss teil. Die Erweiterung des Begleitausschusses um jeweils weitere vier Mitglieder kann mit einfacher Mehrheit beschlossen werden.