Lüneburg

Stadt Lüneburg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Helmuth Schlagowski

Kontaktdaten:
Leitstelle für Integration
Wallstraße 4
21335 Lüneburg
Tel: 04131-309765
Email:
www.lueneburg.de www.vielfalt-in-lueneburg.de
  Fördergebiet:
Stadt Lüneburg
Größe: 70 qkm
Einwohnerzahl: 71.396
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Alle Menschen, die dauerhaft und regelmäßig in Lüneburg leben, erhalten die Chance, sich in die Gesellschaft zu integrieren.
2. Das Demokratiebewusstsein bei jungen Menschen und somit die Lust zur politischen Mitwirkung wird gesteigert.
3. Zuwanderung erhält ein positives Image und wird als Gewinn erlebt.
4. Die Grundwerte "Vielfalt, Toleranz und Demokratie" werden gefestigt und bilden einen gemeinsamen Wert der Bürgerinnen und Bürger in Lüneburg.

Handlungskonzept:
Die festgelegten Handlungsziele beinhalten ein gemeinsames konkretes Vorgehen der beteiligten Akteurinnen und Akteure, das auf allen Ebenen weiter zu entwickeln ist. Hierfür konnten im Rahmen der bisherigen Projektarbeit bereits zahlreiche neue Träger gefunden und an der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans beteiligt werden.
Ein im November 2009 durchgeführter Projekttag bot allen neuen Trägern die Gelegenheit, die Ergebnisse der von ihnen durchgeführten Einzelprojekte zu präsentieren. Sie haben gezeigt, dass im Hinblick auf die Ziele des Lokalen Aktionsplans bereits wichtige Prozesse in Gang gesetzt werden konnten.

Für die aktuelle und letzte Förderperiode erhielt das Ziel, junge Menschen für die Beteiligung an demokratischen Prozessen zu motivieren, eine hohe Priorität. Es geht zum einen darum, politische Partizipationsmöglichkeiten und Durchsetzungsstrategien, wie sie theoretisch z. B. in der Kommunalpolitik bereits bestehen, bekannt zu machen und in die Praxis umzusetzen. Darüber hinaus werden bereits vorhandene Ansätze unter Nutzung von Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten gestärkt. Die Einbindung von Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenorganisationen spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine gute Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass ein gemeinsames Vorgehen gegen fremdenfeindliche Tendenzen auch über das Bundesprogramm hinaus gewährleistet ist.
Im Bewusstsein dieser Tatsache unterstützen die politischen Kräfte in der Hansestadt Lüneburg den Lokalen Aktionsplan, indem sie insbesondere junge Menschen in den Stadtteilen durch entsprechende Beteiligungsmodelle zum Mitmachen auffordern. Auf diese Weise machen die Beteiligten die Erfahrung, dass sie gerade in ihrem nächsten Umfeld viele Möglichkeiten haben, auf sie betreffende Entscheidungen Einfluss zu nehmen.

Unterstützt werden diese Initiativen mit Einzelprojekten für unterschiedliche Zielgruppen. Insbesondere sollen im Rahmen eines Projektes Möglichkeiten fortlaufender Unterstützung- und Beratungsangebote für Eltern implementiert werden. Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter erhalten Hilfestellung in allen Fragen der Integration. Es werden gegebenenfalls spezielle Angebote der Sprachförderung und Nachhilfemöglichkeiten installiert.
Gestärkt wird auch das Gemeinschaftsgefühl sowie der gegenseitige Respekt zwischen Vertreterinnen und Vertretern der einheimischen Gesellschaft und den Menschen mit Migrationshintergrund. Einzelprojekte mit dem Schwerpunkt der interkulturellen Kompetenz werden dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis zu erhöhen. In diesem Kontext werden selbstverständlich auch Probleme des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft thematisiert. Im Vordergrund steht dabei weniger die Erweiterung des Wissens als die Veränderung vorhandener Einstellungen und Verhaltensweisen.

Schließlich bilden die Themen "Rassismus" und "Diskriminierung" einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt in der Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans. Ihre Entstehung wird daher in einem Projekt, das sich mit Auswüchsen nationalsozialistischer Herrschaft auseinandersetzt, mit Schülerinnen und Schülern ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse werden einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, um sie weiterhin für diese Thematik zu sensibilisieren.

Zielgruppen:
· Jugendliche in strukturschwachen Regionen und Kommunen: Sie werden motiviert, sich aktiv an einer lebendigen und demokratischen Bürgergesellschaft zu beteiligen.
· Männliche Jugendliche aus bildungsfernen Milieus mit Affinität zur Fremdenfeindlichkeit: Sie sind eine wichtige Zielgruppe im Hinblick auf die Aufklärung über rechte und fremdenfeindliche Bedrohung und Gewalt. Sie werden aufgefordert, sich mit den lokalen Strukturen fremdenfeindlicher Gruppierungen auseinanderzusetzen.
· Kinder und jüngere Jugendliche: In Kindergärten und Schulen werden weiterhin bestimmte Unterstützungs-, Beratungs- und Vermittlungsangebote eingerichtet. Außerdem sollen sie die Erfahrung machen, dass sich gesellschaftliche Mitwirkung auszahlt und interessant ist.
· Migrantinnen und Migranten: Diese Zielgruppe wird mehr in öffentliche Aktivitäten eingebunden (z. B. als Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleiterinnen und -leiter). Gleichzeitig sollen sie noch stärker in den Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen werden. Es werden ihnen darüber hinaus Anreize geboten, sich stärker in das öffentliche Leben zu integrieren.
· Migrantinnen und Migranten und einheimische Gesellschaft: Es wird wie bisher ein breit angelegter interkultureller Austausch ermöglicht. Dieser dient dem Abbau von Vorurteilen und fordert dazu auf, Verständnis für den anderen zu entwickeln.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Mitglieder von Organisationen und Institutionen werden ausgebildet, um deren interkulturelle Öffnung für Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus den Vertreterinnen und Vertretern des Regionalbereichs Nord (FB 5), der Schulen, der Lokalen Koordinierungsstelle, der ARGE Lüneburg, der Migrantinnen und Migranten, der Polizei (Präventionsteam), des Stadtelternrats, des Quartiersmanagements Kaltenmoor, des Kreis- Sportbundes, der freien Wohlfahrtsverbände, der Bildungsträger und des Migrationsdienstes sowie dem Fachbereichsleiter Bildung und Familie (FB 5), der Gleichstellungsbeauftragten und dem Stadtjugendpfleger.

Im Hinblick auf die Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans hat der Begleitausschuss darüber hinaus beschlossen, zusätzliche Vertreterinnen und Vertreter von Zielgruppen (Schüler/ Jugendliche/ universitärer Bereich) in den Begleitausschuss aufzunehmen.




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