Köln

Stadt Köln

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Dr. Werner Jung

Kontaktdaten:
NS-Dokumentationszentrum Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
Tel: 0221-221-26331
Email:
www.nsdok.de www.museenkoeln.de/
ns-dok/
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  Fördergebiet:
Stadt Köln
Größe: 405,26 qkm
Einwohnerzahl: 1.000.000
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Der Lokale Aktionsplan Köln umfasst drei Projektstränge:
1. Bildungsangebote für Kinder von 8-12 Jahren. Die Kinder werden intensiv mit den Prinzipien Toleranz und "Achtung vor der Würde des Menschen" vertraut gemacht - und damit, dass diese Prinzipien auf alle Menschen anzuwenden sind.
2. Den Projektstrang "Ein Stadtteil entdeckt seine NS-Geschichte": Alle Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils suchen nach Spuren und entwickeln hierdurch ein Gefühl der Gemeinsamkeit.
3. Projekte zur Multiplikatoren-Bildung: Vernetzung durch dezentrale Multiplikatoren-Ausbildung. Darüber hinaus werden im 3. Jahr nun besonders Projekte gefördert, die helfen, eine Nachhaltigkeit der bisherigen Arbeit zu ermöglichen.

Handlungskonzept:
1. Projekte für die Zielgruppe Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren
In diesem Rahmen werden z. B. Theater- und Hörspielprojekte, Ausstellungen, Trickfilm-Produktionen und Straßenaktionen gefördert. Beteiligt haben sich bisher Grundschulen, KiTas sowie Gruppen der interkonfessionellen Kinder- und Jugendarbeit.

2. Projektstrang "Ein Stadtteil entdeckt seine NS-Geschichte"
Die Projekte fanden zunächst im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, dann in Köln-Mülheim statt. Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters und ortsansässige Initiativen erforschten die NS-Zeit: in der eigenen Erinnerung, der Familie, dem Wohnumfeld, der Schule, usw. Die Ergebnisse wurden in Ausstellungen bzw. Broschüren/ einer Zeitung präsentiert. Die Arbeit im Stadtteil endet jedes Mal in einer zentralen Veranstaltung, auf der alle beteiligten Gruppen/ Organisationen ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Im Jahr 2010 werden die Menschen in Köln-Chorweiler auf Spurensuche gehen.

3. In einer Reihe von Projekten werden junge Menschen zu "Teamern" ausgebildet. Sie sollen durch diese Projekte befähigt werden, in Schulen/ Betrieben über rechte Ideologien und Organisationen aufzuklären und entsprechend entgegenzuwirken. Workshops, Konzerte mit Informationen zu Textinhalten, eine Aufklärungsbroschüre über rechtsextreme Strömungen und Organisationen in Köln sowie eine Aufklärungsaktion über die menschenverachtenden und rassistischen Inhalte der "Schülerzeitung" von Pro Köln waren bisher schon Ergebnisse der Arbeit. Darüber hinaus werden Pädagoginnen und Pädagogen oder auch im sozialen Bereich Tätige über aktuelle Strömungen der rechten Musikszene informiert, so dass sie die Gefahren erkennen, die hiervon ausgehen und ihnen begegnen können.

Zielgruppen:
Der LAP Köln richtet sich vor allem an Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren (Kindertagesstätten, Grundschulen, Primarstufe, Sekundarstufe 1) und die Personen, die mit ihnen arbeiten (Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer).
Im Stadtteil-Programm sind aber alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtbezirks angesprochen. Die Multiplikatorenarbeit betrifft vor allem Schülerinnen und Schüler, Jugendliche in der betrieblichen Ausbildung, aber auch Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren z. B. aus dem sozialen Bereich.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen, des Frauengeschichtsvereins, des Schulamtes der Stadt Köln, des Schulverwaltungsamtes, des Jugendfilmclubs Courage Köln, des Jugendclubs der Stadt Köln, des Jugendfilmclubs JFC Medienzentrum, des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, der Polizei Köln, von STEP (Staatsschutz gegen Extremismus durch Prävention), des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ), des DGB Region Köln-Leverkusen-Erft-Berg, der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Melanchthon-Akademie, des Vereins EL-DE-Haus und der Bezirks-Schülervertretung Köln sowie des Runden Tisches für Integration. Als "sachverständige Einzelperson" wurde ein Autor vor allem von Kinderhörspielen und ehemaliger Schulbuch-Lektor in den Ausschuss berufen.




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