| Kontaktdaten: NS-Dokumentationszentrum Köln Appellhofplatz 23-25 50667 Köln Tel: 0221-221-26331 Email: www.nsdok.de www.museenkoeln.de/ ns-dok/ default.asp?s=928&tid=358&kontrast=&schrift= |
Fördergebiet: Stadt Köln Größe: 405,26 qkm Einwohnerzahl: 1.000.000 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
Der Lokale Aktionsplan Köln umfasst drei Projektstränge.
1. Bildungsangebote für Kinder von 8-12 Jahren. Die Kinder werden intensiv mit den Prinzipien Toleranz und "Achtung vor der Würde des Menschen" vertraut gemacht - und damit, dass diese Prinzipien auf alle Menschen anzuwenden sind.
2. Das Projekt "Geschichte des Nationalsozialismus im Viertel": Alle Bewohnerinnen und Bewohner entwickeln ein Gefühl der Gemeinsamkeit über die Beschäftigung mit der Geschichte und den aktuellen Herausforderungen des Wohn- und Lebensortes.
3. Projekte zur Multiplikatoren-Bildung: Vernetzung durch dezentrale Multiplikatoren-Ausbildung.
Handlungskonzept:
Wie schon im letzten Jahr umfasst der "Lokale Aktionsplan Köln" drei Komponenten:
1. Projekte für die Zielgruppe Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren
In diesem Alter befinden sich Kinder in einer sensiblen Phase der moralischen Entwicklung. Ihnen soll geholfen werden, die Fähigkeiten zu schulen, mit denen sie rassistische, diskriminierende und die Menschenwürde verachtende Handlungen und Äußerungen erkennen können und dann zu lernen, ihnen zu begegnen.
In diesem Rahmen wurden bisher vor allem Grundschulprojekte gefördert mit Theater- und Hörspielprojekten, aber auch Kindertagesstätten beteiligten sich zum Beispiel mit einem Trickfilm-Projekt.
2. Projekt "Ein Stadtteil entdeckt seine NS-Geschichte"
Bewohnerinnen, Bewohner und ortsansässige Initiativen erforschen die NS-Zeit: in der eigenen Erinnerung, der Familie, dem Wohnumfeld, der Schule, usw. Die Ergebnisse werden in Ausstellungen bzw. einer Zeitung präsentiert.
Im Jahr 2008 erarbeiteten verschiedene Institutionen (AWO-Seniorenzentrum, Hausaufgabenhilfe des Kölner Appell, Jugendeinrichtung der AWO), Initiativen (Initiative Bahnbogen) und Schulen (Berufskolleg, Grundschule) Aspekte der Lokalgeschichte. Diese wurden in Form von Filmen, Broschüren, Ausstellungen dokumentiert und der Öffentlichkeit auf einem Stadtteilspaziergang mit anschließendem Fest präsentiert.
Für das Jahr 2009 wurde der Kölner Stadtteil Mülheim für dieses Projekt ausgewählt.
3. Ausbildung von von jungen Menschen zu "Teamern"
Vor allem junge Menschen sollen durch diese Projekte befähigt werden, in Schulen/ Betrieben über rechte Ideologien und Organisationen aufzuklären und entsprechend entgegenzuwirken. Workshops, Konzerte mit Informationen zu Textinhalten, eine Aufklärungsbroschüre über rechtsextreme Strömungen und Organisationen in Köln sowie eine Aufklärungsaktion über die menschenverachtenden und rassistischen Inhalte der "Schülerzeitung" von Pro Köln waren im letzten Jahr Ergebnisse der Arbeit.
Zielgruppen:
1. Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren (Kindertagesstätten, Grundschulen, Primarstufe, Sekundarstufe 1) und die Personen, die mit ihnen arbeiten (Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer)
2. Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtviertels Mülheim
3. Vor allem Schüler und Jugendliche, aber auch Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen, des Frauengeschichtsvereins, des Schulamtes der Stadt Köln, des Schulverwaltungsamtes, des Jugendfilmclubs Courage Köln, des Jugendclubs der Stadt Köln, des Jugendfilmclubs JFC Medienzentrum, des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, der Polizei Köln, von STEP (Staatsschutz gegen Extremismus durch Prävention), des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ), des DGB Region Köln-Leverkusen-Erft-Berg, der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Melanchthon-Akademie, des Vereins EL-DE-Haus und der Bezirks-Schülervertretung Köln sowie des Runden Tisches für Integration. Als "sachverständige Einzelperson" wurde ein Autor vor allem von Kinderhörspielen und ehemaliger Schulbuch-Lektor in den Ausschuss berufen.