
Münster
| Kontaktdaten: Stadt Münster Jugendinformations- und -bildungszentrum (Jib) Hafenstrasse 34 48153 Münster Tel: 0251-492-5858 Email: www.stadt-muenster.de/ jib www.jugend.muenster.de/ vielfalt |
Fördergebiet: Stadt Münster (Kommune) Größe: 303 qkm Einwohnerzahl: 280.000 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
In Münster lernen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aller Kulturen konstruktive Alternativen zur gewaltsamen Konfliktaustragung in Familie, Schule und Freizeit und leben ein respektvolles Miteinander.
Von diesem Leitziel sind strukturelle Mittlerziele und operative Handlungsziele abgeleitet, die jährlich fortgeschrieben werden. Exemplarisch werden hier nur einige Mittlerziele dargestellt:
· Zusammenarbeit und Transparenz:
Alle relevanten Akteurinnen und Akteure in Münster arbeiten nachhaltig zusammen und stimmen sich bei Aktionen und Maßnahmen ab.
· Konstruktive Konfliktbearbeitung:
1. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sehen soziale und kulturelle Kompetenzen als notwendig an, haben Verständnis für Andersdenkende, sind offen und neugierig auf andere Kulturen.
2. Kinder nehmen an Angeboten der konstruktiven Konfliktbewältigung teil.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren:
1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen und Sportvereinen wissen um die lokale Angebotsvielfalt zur Konfliktbewältigung und kennen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
2. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren haben ein Bewusstsein für (sozio-) kulturelle Merkmale.
Weiteres entnehmen Sie bitte dem eigenständigen lokalen Webauftritt www.jugend.muenster.de/vielfalt
Handlungskonzept:
Nachdem die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen zunächst zugenommen hat und dann stagnierte, nehmen die Fallzahlen nun erneut wieder zu (von 2007 zu 2008 insgesamt um 240 auf nunmehr 2703 Straftaten).
Die Wirtschaft soll verstärkt angesprochen, die Bürgerschaft bei öffentlichen Veranstaltungen bspw. durch Werbebanner sensibilisiert, Multiplikatoren durch eine Projektmesse von allen durchgeführten Projekten informiert und die Projektergebnisse sollen zugänglich gemacht werden. Hierzu sollen alle Projektträger der gesamten Laufzeit eingebunden werden.
Regelmäßige Pressemitteilungen und Dokumentationen der Projekte erfolgen, Banner für Projektträger zwecks Aushang bereitgestellt, der IDA NRW werden Publikationen zur Verfügung gestellt, Projektträger sind vermehrt zur Öffentlichkeitsarbeit angehalten, die Webseite zum Bundesprogramm wird regelmäßig gepflegt und ausgebaut.
Praxisaustausch/ Vernetzung zwischen den geförderten Trägern wird im Frühjahr 2010 durchgeführt, zudem werden Hilfestellungen zum Verwendungsnachweis im Herbst 2010 angeboten.
Im Rahmen sogenannter "Leuchtturmprojekte" werden Arbeitshilfen erstellt, die den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe wiederum für ihre alltägliche Praxis zur Verfügung gestellt werden.
Modellhaft werden ausgewählte Projekte entwickelt und auf ihre Nachhaltigkeit evaluiert.
Insbesondere jenen Zielgruppen mit Neigungen zu Rechtsextremismus und Antisemitismus sollen frühzeitig und präventiv über Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen Möglichkeiten der Teilhabe und Mitbestimmung im Sozialraum aufgezeigt und erfahrbar gemacht werden. Eltern, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden eingebunden und unterwiesen.
Lokale Netzwerke werden gestärkt und ausgebaut, ihre Arbeit verstärkt publiziert.
Sämtliche Projekte stärken demokratisches Verhalten und ziviles Engagement, Weltoffenheit und Toleranz.
Zielgruppen:
Es sollen Bürgerinnen und Bürger aller sozialen Schichten und aller Generationen erreicht werden, u. a.:
· Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Kindergärten, Schulen und in außerschulischen Einrichtungen und in ihrem sozialen Umfeld und informellen Treffpunkten - hierbei kann es hilfreich sein, den Fokus auf den Sozialraum zu richten.
· Mädchen und Jungen, die zu Gewaltbereitschaft neigen und bereits gewalttätig in Erscheinung getreten sind.
· Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund sind bei Projekten einzubinden. Wichtig ist schon bei der gemeinsamen Planung die Berücksichtigung ihrer Vielfältigkeit und kulturellen Interessen.
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen für die Problemlagen stärker sensibilisiert werden und alternative Handlungsmodelle erproben. Wichtig ist hier auch die Reflexion mit der eigenen Rolle und Haltung. Dies gilt auch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Kinder- und Jugendarbeit bzw. Jugendsozialarbeit.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Im Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplanes Münster sind vertreten: die Fachbereichsleitung der VHS Münster, das Netzwerk Gewaltprävention Münster, das Polizeipräsidium Münster, das Friedensforum Münster und das Bündnis Münster gegen Nazis sowie die Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport (Vorsitz), die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, die Geschäftsführerin des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Münster, der Ratsherr und Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien, der Vorsitzende des Ausländerbeirates, der Vorsitzende des Fördervereins "Villa ten Hompel" (Geschichtsort) und der Vorsitzende des Stadtsportbundes.