| Kontaktdaten: Stadt Hagen Fachbereich Jugend und Soziales Postfach 4249 58042 Hagen Tel: 02331-207-3608 Email: www.stadt-hagen.de www.lokaler-aktionsplan-hagen.de |
Fördergebiet: Stadt Hagen Größe: 160 qkm Einwohnerzahl: 198.103 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Zur Entwicklung einer lokalen Strategie für Hagen besteht in Hagen ein breit getragenes Aktionsbündnis mit den Schwerpunkten Vernetzungsverdichtung und Konzeptentwicklung.
2. Kinder und Jugendliche in Hagen besitzen interkulturelle Kompetenz. Sie lehnen Benachteiligungen auf Grund der Herkunft eines Menschen ab und setzen sich aktiv für ein friedliches Zusammenleben ein.
3. Kinder und Jugendliche in Hagen lösen ihre Konflikte ohne Gewalt. Sie erkennen kritische Situationen und wirken deeskalierend.
Handlungskonzept:
Die Sozialraumorientierung ist in Hagen zumindest in den Bereichen der Jugend- und Sozialverwaltung sowie in der Stadtteilarbeit ein durchgängiges Arbeitsprinzip. Die im Rahmen der Netzwerkarbeit entstandenen Verknüpfungen unterschiedlicher Akteurinnen, Akteure und fachlicher Kompetenzen sowie das bestehende Ämternetzwerk sollen auch als Fundament für die Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes genutzt werden. Auch 2009 traf sich der Begleitausschuss mit den Praktikern des Aktionsbündnisses. Hierbei wurde erneut die Intention des Bundesprogramms sowie die Überprüfung bisher angedachter Lösungsstrategien in den Mittelpunkt gestellt. Bei diesem Treffen wurden ebenfalls die Ziele und Handlungsschwerpunkte des Lokalen Aktionsplanes auf Basis der Situationsanalyse abgestimmt.
Die Umsetzung der Ziele des Lokalen Aktionsplanes erfolgt durch eine kontinuierliche Arbeit im Begleitausschuss und die Fortführung und Intensivierung der Netzwerkarbeit im Aktionsbündnis Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Mit der namentlichen Erweiterung des Aktionsbündnisses geht auch eine Erweiterung der Einbeziehung lokaler Akteurinnen und Akteure einher. Neben den Bereichen Bildung und Kultur, der Einbeziehung von Polizei, Ordnungspartnerschaften, Stadtteilgremien und Jugendparlament ist die aktive Ansprache von Migrantenvertreterinnen und -vertretern für das erfolgreiche Arbeiten zwingend erforderlich. Zur Steuerung, Projektbegleitung und Beratung bleibt der Jugendring Hagen als Kooperationspartner des Fachbereiches Jugend und Soziales im Rahmen eines eigenständigen Projektes innerhalb des Förderprogramms beauftragt. Die Dokumentation der Projekte erfolgt auf der Internetseite. Die Evaluation und Fortschreibung erfolgte 2009 durch die durchgeführte Fortbildungsveranstaltung (Fachtag), sowohl mit den Akteurinnen und Akteuren als auch mit dem Begleitausschuss. Mit dieser Vorgehensweise wird ein Monitoring sowie die Feinsteuerung durch die lokale Koordinierungsstelle gewährleistet.
Im Sommer findet das 3. Vielfalt-tut-gut-Festival in Hagen statt, bei dem sich die einzelnen Projekte präsentieren.
Zielgruppen:
Primäre Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche vom Grundschulalter bis hin zur weiterführenden Ausbildung, insbesondere aus Stadtteilen mit hohem Migranten- und Arbeitslosenanteil. Diese Kinder und Jugendlichen leben oft in schwierigen Familienverhältnissen, erfahren täglich Gewalt und Missachtung der eigenen Person und leiden unter finanzieller und sozialer Armut. Bei jüngeren Kindern wird ein neuer Ansatz der präventiven interkulturellen Erziehung erprobt. In durchschnittlich besser situierten Stadtteilen sollen insbesondere die jungen Menschen erreicht werden, die latente unterschwellige fremdenfeindliche Tendenzen aufweisen, die oft unreflektiert von Erwachsenen übernommen werden. Ebenso sollen Migrantinnen und Migranten mit deutschenfeindlichen Ansätzen über dialogfördernde Aktionen eingebunden werden. Des Weiteren ist eine verstärkte Kooperation über Projekte im LAP mit den Erziehenden (z. B. Offene Ganztagsschulen, Kindergärten, Schulen, Nachmittagsangebote) geplant, um diese als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu schulen und zu stärken. Sie sollen befähigt werden, den Kindern im Alltag die Bedeutung einer vielfältigen toleranten Gesellschaft zu vermitteln und mit ihnen an Projekten teilzunehmen. Weitere Zielgruppen sind die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Jugendarbeit und Schule sowie die Migrantenselbstorganisationen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Einzelpersonen. Diese werden als Mittler und Kooperationspartner angesprochen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Hagener Jugendräte, des Jugendhilfeausschusses, des Jugendringes Hagen (zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss), der Koordinierungsstelle, des FB Jugend und Soziales der Stadt Hagen, der Polizei, Abteilung Prävention und Jugendschutz, der Schulaufsicht, der KNIPS (Koordinierungsstelle für neue und innovative Ideen an Hagener Schulen), des Historischen Centrums, des Kulturamtes, der Demokratisch alevitischen Gemeinde e. V., des türkischen Bildungs- und Kulturvereins, der Jüdischen Gemeinde Hagen, der Zuwanderungsberatungsstelle des Diakonischen Werkes Ennepe Ruhr Hagen und des Demokratisch Türkischen Bundes.