| Kontaktdaten: Stadt Wuppertal Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e. V. An der Bergbahn 33 42289 Wuppertal Tel: 0202-563-2759 Email: www.wuppertal.de www.wuppertaler-initiative.de/ index.php?id=19 |
Fördergebiet: Wuppertal Größe: 168 qkm Einwohnerzahl: 358.043 Förderzeitraum: 08/2007-12/2010 |
Leitziele:
Der Lokale Aktionsplan soll praktizierte Ansätze der Arbeit gegen Rechtsradikalismus und Rassismus in Wuppertal qualitativ weiterentwickeln und auf Institutionen und Zielgruppen ausweiten, die bisher noch nicht im notwendigen Ausmaß erreicht wurden.
Dazu gehören:
1. Die Entwicklung von Konzepten zur Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen an weiterführenden Schulen,
2. Fortbildungen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen, öffentliche Sensibilisierung durch Plakat- und Flyeraktionen,
3. Förderung der Integration durch arbeitsmarktorientierte Maßnahmen,
4. der Ausbau des bestehenden Netzwerkes,
5. Arbeit mit "auffälligen" Jugendlichen im Stadtgebiet und
6. die Förderung interkultureller Auseinandersetzung.
Handlungskonzept:
Es wurden und werden stadtweit mit bisher aktiven Kooperationspartnern Konzepte der Arbeit gegen Rechtsorientierung und Gewalt entwickelt. Darüber hinaus werden verstärkt Gruppen und Institutionen durch direkte Ansprache zur Teilnahme an laufenden und zur Umsetzung eigener Projekte geworben. Um der verstärkten Zunahme von Rechtsorientierung bei Jugendlichen entgegen zu wirken, wurde mit der Entwicklung von Konzepten zur Arbeit an Schulen begonnen. Zielgruppen der Angebote sind Kinder und Jugendliche aller Schultypen sowie Lehrerinnen, Lehrer und Eltern. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Schulen, in denen die Problematik virulent ist. Neben Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auch anderer sozialer Einrichtungen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Förderung der Integration und der interkulturellen Auseinandersetzung. Zudem wurden diverse Projekte zur breiten öffentlichen Sensibilisierung und Beteiligung umgesetzt, die inzwischen zu Regelangeboten einiger Kooperationspartner geworden sind. Zudem werden sämtliche Projekte über lokale Medien öffentlich gemacht.
Der Begleitausschuss begleitet die laufenden Projekte, evaluiert diese und entwickelt den Lokalen Aktionsplan weiter. In 2008 waren die Schwerpunkte der Arbeit die Themen Rechtsextremismus, Erstellung von Infomaterialien und öffentliche Sensibilisierung, für 2010 sind es die Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen, interkulturelle Begegnung, Integrationsförderung und Sicherung von Zeitzeugendokumentationen.
Zielgruppen:
1. Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, die rechte und rassistische Orientierung erkennen lassen.
2. Schülerinnen und Schüler, die sich bisher eher weniger mit der Thematik auseinandergesetzt haben.
3. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Lehrerinnen, Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) und Eltern sollen informiert und qualifiziert werden in Bezug auf rassistische und rechtsextremistische Jugendliche.
4. Bewohnerinnen und Bewohner eines Wuppertaler Stadtteils mit hohem Migrantenanteil und sozial schwachen Bewohnerinnen und Bewohnern aller Generationen, denen neue Formen der Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen Kulturen nahe gebracht werden soll.
5. WSV-Fans, Fußballvereine, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Trainerinnen und Trainer sowie Zuschauerinnen und Zuschauer, da gerade in diesem Umfeld rassistische und rechte Tendenzen erkennbar sind, häufig in Verbindung mit gewalttätigen Auseinandersetzungen.
6. Die Öffentlichkeit, alle Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger sollen durch stadtweite Aktionen für das Thema sensibilisiert und zur Auseinandersetzung mit der Thematik motiviert werden.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendringes, des Migrationsausschusses, des Bezirksjugendrates, des Schulrates und des Jugendamtes sowie dem Leiter des Ressorts Zuwanderung und Integration der Stadt Wuppertal. Beratendes Mitglied ist die Polizei.