Trier-Saarburg

Landkreis Trier-Saarburg, Stadt Trier

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Bettina Krüdener

Kontaktdaten:
Kreisverwaltung Trier-Saarburg
Jugendamt
Ref. 62 Jugendpflege und Sport
Willy-Brandt-Platz 1
54290 Trier
Tel: 0651-715-386
Email:
www.trier-saarburg.de www.vielfalt-tut-gut-trier-saarburg.de
  Fördergebiet:
Landkreis Trier-Saarburg, Stadt Trier
Größe: 1.208 qkm
Einwohnerzahl: 243.783
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Förderung einer von Toleranz, Respekt und Zivilcourage getragenen Grundhaltung, die auf ein Zusammenleben in kultureller Vielfalt zielt. Dies beinhaltet auch die Frage nach den Grenzen von Toleranz (Leitmotiv: Differenzierter Umgang - Dreiklang "Vielfalt, Toleranz und Demokratie").
2. Alle demokratischen Kräfte arbeiten konstruktiv, partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen, um Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor Ort zu stärken.
3. Die Förderung des Demokratieverständnisses und demokratischer Verhaltensweisen - Demokratie lernen heißt, mit Konflikten umgehen, mitbestimmen können und den interkulturellen Dialog zu führen.

Handlungskonzept:
Als Motto über dem Handlungskonzept steht die Aussage: "Wehret den Anfängen". Die Umsetzungsschritte lassen sich in drei Phasen wie folgt darstellen:
Phase 1: Grundlagen schaffen (Schwerpunkt in der ersten Hälfte der Förderperiode 2007/2008)
Bestandsaufnahme bestehender Projekte, Strukturen, Netzwerke und Arbeitsansätze, darauf aufbauend Schaffung der Struktur zur Umsetzung des LAP und Etablierung eines Netzwerkes, welches erstmalig im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier eine Plattform schafft, unterschiedlichste Themenfelder und bestehende Arbeitsgemeinschafen zusammenzufassen. Zusammenstellung relevanter Materialien, breit angelegte Sensibilisierungsmaßnahmen, Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen und Netzwerken.

Phase 2: In die Breite tragen (Schwerpunkt seit der zweiten Hälfte der Förderperiode 2007/2008)
Ziel war und ist die Durchführung einer Vielzahl von Projekten, die sich an unterschiedlichste Zielgruppen richten und verschiedene Schwerpunkte und Arbeitsansätze umfassen. Dazu zählen u. a.
· präventive Maßnahmen in Jugendtreffs und Schulen, die an für Jugendliche relevante/ interessante Themen und Handlungsfelder (z. B. Musik, Sport, Jugendkultur, Situation im Ort) anknüpfen bzw. im Kontext von Gewaltprävention anzusiedeln sind;
· Werkstätten/ Infoveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen (z. B. Behördenmitarbeitende, Lehrkräfte, weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren);
· öffentlichkeitswirksame Projekte wie z. B. Ausstellungen, Zeitzeugenprojekte und Stolpersteine (Broschüre, neu konzipierte Rundgänge).

Phase 3: Verstetigung der Aktivitäten (Schwerpunkt insbesondere in der Förderperiode 2010)
Bereits bei der Auswahl der Einzelprojekte lag ein Fokus auf der Förderung von strategisch ausgerichteten Projekten mit Vernetzungseffekten. Es werden "good practice"-Projekte identifiziert, die modellhaft mit guten Ansätzen für die Übertragbarkeit arbeiten, um die Breitenwirksamkeit zu optimieren, von guten Ansätzen/ Konzepten zu lernen und eine Verstetigung zu erreichen. Weiter ist die Schaffung nachhaltiger Strukturen im Fokus, in denen die begonnene übergreifende (Stadt und Kreis) Netzwerkarbeit weitergeführt werden kann.

Zielgruppen:
Die Projektideen, mit denen die Programmziele erreicht werden sollen, sind auf ein breites Spektrum an Zielgruppen ausgerichtet.
Im Fokus stehen dabei die folgenden Gruppen:
· Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen (Projekte in Jugendeinrichtungen);
· Männliche Jugendliche aus "bildungsfernen" Milieus mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit (z. B. Sportprojekte);
· Kinder und jüngere Jugendliche (Zugang z. B. durch Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen);
· Migrantinnen und Migranten (z. B. interkulturelle Begegnungen/ Netzwerke);
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen (z. B. durch Infoveranstaltungen und Fortbildungen);
· Lokale einflussreiche und deutungsmächtige Akteursgruppen (z. B. durch Infoveranstaltungen, Fortbildungen);
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (z. B. neben-/ ehrenamtliche Jugendgruppenleiterinnen und -leiter).

Generell sind darüber hinaus auch Einzelprojekte möglich, die sich an weitere im LAP genannte Zielgruppen richten (z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden, Träger arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen sowie Berufsbildende Schulen).

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Im Begleitausschuss sind Vertreterinnen und Vertreter
1. des Ämternetzwerkes (Kreisjugendpflege, Stadtjugendpflege, Polizeidirektion Trier, Staatsanwaltschaft, Jugendschutzbeauftragte für Landkreis und Stadt) zu finden. Ebenfalls vertreten sind
2. Vertreterinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Gruppen, wie die Arbeitsgemeinschaft Frieden, der Caritasverband Region Trier/ Migrationsdienst, die Europäische Sportakademie, der Evangelische Kirchenkreis Trier, das Jugendzentrum Exhaus, die Fachstelle Gewaltprävention und Mädchenarbeit im Kreis Trier-Saarburg, die Fachstelle Kinder- und Jugendpastoral, das Jugendzentrum Hermeskeil e. V., das Multikulturelle Zentrum und Probare e. V.




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