| Kontaktdaten: Stadtverwaltung Riesa Amt für Kinder, Jugend und Vereine Großenhainer Str. 43 01589 Riesa Tel: 03525-700-488/ 03525-500336 Email: Email 2: www.Riesa.de www.lap-rg.de |
Fördergebiet: Landkreis Riesa-Großenhain Größe: 821 qkm Einwohnerzahl: 112.855 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Im Fördergebiet gibt es eine Bürgerschaft, die sich aktiv im politischen und gesellschaftlichen Leben einbringt, für Toleranz und Demokratie offen eintritt und rechtsextremem Verhalten etwas entgegensetzt.
2. Es gibt kommunale Strategien zur langfristigen finanziellen Sicherheit von Projekten, die in der Laufzeit des LAP entwickelt wurden.
3. Es besteht eine gute und arbeitsfähige Vernetzung der Einrichtungen und Organisationen, die in den Themenfeldern Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit sowie in der Demokratiebildung aktiv sind. Aktuelle Themen werden aufgegriffen und öffentlich thematisiert.
Handlungskonzept:
· sozialräumlicher Handlungsansatz
Die drei Strukturprojekte arbeiten im Fördergebiet in jeweils eigenen lokalen Sozialräumen mit 15-20 km Durchmesser. Im Fördergebiet werden die LAP-Ziele hauptsächlich sozialräumlich umgesetzt. Von den Projekten aus werden die Einzelprojektkooperationen mit den lokalen Partnern vereinbart und durchgeführt.
· Lokaler Aktionsfonds
Der eingerichtete Aktionsfond unterstützt dieses aktivierende sozialräumliche Arbeiten der Strukturprojekte.
· Ämternetzwerk
Für die Leitziele 2 und 3 ist der Aufbau des Ämternetzwerks wichtig. Obwohl es im ländlichen Raum mit unterschiedlich strukturierten Kommunen nicht einfach ist ein sinnvolles Ämternetzwerk aufzubauen, werden Bestrebungen unternommen. Besonders wichtig dabei ist die Einbindung der ARGE, der Gleichstellungsbeauftragten, des Ausländerbeauftragten, der Bildungsagentur und der Jugend-/ Sozialämter.
· Kooperationen
Mit der regionalen Wirtschaft werden konkrete einzelprojektbezogene Kooperationen angestrebt. Dies betrifft sowohl die finanzielle, aber auch die inhaltliche Unterstützung der Projekte, z. B. wenn ein Betrieb seine Geschichte aufarbeitet.
· LAP-Netzwerk
Die Strukturprojekte knüpfen ihre sozialräumlichen Netzwerke. Die lokale Koordinierungsstelle trifft sich monatlich mit den Strukturprojekten zu einer Art Dienstberatung, um Fragen zu klären und gegenseitige Unterstützungen bei den Umsetzungen vor Ort zu klären, aber auch immer auszuwerten und die Lage einzuschätzen. Im Fördergebiet treffen sich 1-2 Mal alle LAP-Projekte zu einem Projektetreffen, um sich auszutauschen und zu schulen. Über die Homepage und den Newsletter gibt es zudem einen kontinuierlichen Austausch.
· Multiplikatoren-Pool
Durch die ständige Auseinandersetzung mit diesen LAP-Themenfeldern durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Strukturprojekten und auch Einzelprojekten sowie externe Schulungen entwickeln sich im Gestaltungsprozess des LAP auch zunehmend zu bestimmten Themen lokale Expertinnen und Experten. Diese werden auf der Homepage in einem Pool erfasst und stehen somit Trägern und Einrichtungen zur Verfügung.
Zielgruppen:
· Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche: Sie sind Zielgruppen der Nachwuchsaktivitäten von rechtsextremen Organisationen. Sie sind für deren jugendgemäße Angebote empfänglich, besonders die jungen Menschen aus bildungsferneren Milieus. Nötig sind Alternativen und Aufklärung. Es werden insbesondere auch Projekte im Sportbereich angeregt und etabliert, weil dort viele dieser Jugendlichen organisiert sind.
· Eltern, Großeltern: Sie wirken als Multiplikatoren und Vorbilder. Ihnen fehlt es oft an Wissen und möglichen Handlungsoptionen im Umgang mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
· Schlüsselpersonen des Gemeinwesens, kommunale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Im Alltag äußern sich Bürgerinnen und Bürger stellenweise grenzwertig über Fremde, deren Kulturen, auch über das Judentum. Aufgrund der sozialen Position prägen sie die Stimmungslage, in der junge Menschen aufwachsen, wesentlich mit.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Jugendhilfe, Kultur, Sport und Bildung: Lehrerinnen und Lehrer, Leiterinnen und Leiter von Jugendgruppen (haupt- und ehrenamtlich) in Sport, Kultur und Jugendhilfe haben in ihrer Persönlichkeit eine prägende Wirkung, ihre Denk- und Verhaltensweisen beeinflussen Kinder und Jugendliche. Ebenso deren Umgangs- und Arbeitsformen, die oft sehr wenig von Beteiligungsmethoden geprägt sind.
· Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Kommunalpolitikerinnen und -politiker: Für demokratiefördernde, partizipative Projekte und deren Verankerung in der kommunalen Ordnung müssen Verwaltung und Politik aufgeschlossen werden.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Landratsamtes Meißen - Jugendhilfeplanung, der Stadtverwaltung Großenhain und der Stadtverwaltung Riesa, des Netzwerkes für Toleranz Großenhain, des Bündnisses gegen Rechts Riesa, des IG-Metall - Betriebsrats Stahlwerk Gröditz, des Präventionsrates Riesa, des Kulturraums, des Kreissportbundes Meißen sowie der Leuchtpunkt gGmbH.