| Kontaktdaten: JuCo gGmbH Coswig Koordinierungsstelle LAP Am Ringpark 5a 01640 Coswig Tel: 03523-9491339 Email: www.coswig.de www.aktionsplan-comora.de www.coswig.de/ kultur/ jugendaktionsplan/ body_aktionsplan.htm |
Fördergebiet: Zusammenschluss der Kommunen Coswig-Moritzburg-Radeburg Größe: 126 qkm Einwohnerzahl: 37.306 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Wir leben in einer Gemeinschaft, in der Anteilnahme und Zivilcourage selbstverständlich sind und zentrale Fragen unter Beteiligung der Betroffenen diskutiert werden. Der politischen Bildung und der demokratischen Beteiligung Heranwachsender wird besondere Beachtung geschenkt.
2. Geschichte ist kein abstraktes Zahlenwerk, sondern wird auf der individuellen Ebene begriffen und reflektiert.
3. Die aktuellen Erscheinungsformen und Strategien von Rechtsextremisten sind im Gemeinwesen bekannt.
Handlungskonzept:
Öffentlichkeitsarbeit:
Die Öffentlichkeitsarbeit der Koordinierungsstelle/ der Einzelprojekte hat sich verbessert. Nach wie vor obliegt der Koordinierungsstelle die regelmäßige Pflege der eigenen Projekthomepage und Pressearbeit bezogen auf den LAP. Für Öffentlichkeitsarbeit zu den Einzelprojekten sind die entsprechenden Projektträger selbst verantwortlich. Sie können sich dazu von der Koordinierungsstelle beraten und unterstützen lassen.
Trägerberatung/ Projektarbeit:
Auch 2010 wird die Koordinierungsstelle wieder in ihrer Beratungsfunktion darauf hinwirken, Projektinhalte zu bündeln. Darüber hinaus wird die Trägerberatung 2010 den Schwerpunkt haben, Einzelprojektträger dahingehend zu beraten, sich andere Finanzierungsquellen zu erschließen bzw. die Einzelprojektträger bei den Recherchen zu unterstützen. Erfolgreiche Projektansätze sollen dadurch nach dem Förderzeitraum 2010 fortgesetzt werden können.
Auch im 3. Förderjahr soll kleinen Vereinen/ Initiativen der Zugang zum LAP erleichtert werden. Dazu wird wieder in Verantwortung eines größeren Trägers ein Aktionsfond für Kleinprojekte und spontane Aktionen eingerichtet - verbunden mit vereinfachtem Antrags-/ Abrechnungsverfahren. Die Gründung dieses Aktionsfonds wird über Pressemitteilungen in den lokalen Printmedien angekündigt.
Arbeit im BgA:
Zu Beginn des 3. Förderjahres wird im Begleitausschuss (BgA) verstärkt mit Blick auf Nachhaltigkeit von Strukturen und Arbeitsansätzen gearbeitet. Gemeinsam werden Projektansätze/ -inhalte ausgewertet, um "best-practice-Beispiele" herauszufiltern, die weiter gefördert werden sollten. Dies bildet die Grundlage für kommende Gespräche der Koordinierungsstelle mit politischen Entscheidungsträgern auf Landkreisebene, in denen die nachhaltige Verankerung von Inhalten und Ansätzen des LAP die Zielsetzung ist.
Nachhaltigkeit:
Ende des Jahres 2009 wurden Informationen und bisherige Ergebnisse des LAP in die Lokalpolitik kommuniziert. Es wurde dazu eine Vorlage erarbeitet, die in den Jugendhilfeausschuss gegeben wurde. Dies soll der "Türöffner" sein, um in zukünftigen Bemühungen hinsichtlich Nachhaltigkeit an den Landrat bzw. Kreistag heranzutreten. Aus dem Rahmen eines 2009 initiierten Ämternetzwerkes hat sich unter Beteiligung von freien Trägern eine große Arbeitsgruppe gebildet, die Konzepte mit Fortbildungsmodulen zu Inhalten/ Themen aus den LAP sowie formale Qualifizierungen für Fördermittelakquise/ Projektanträge und -abrechnungen sowie ein Konzept "Woche der Demokratie an Schulen" erarbeitet hat. Diese Fortbildungskonzepte werden zur "Erprobung" im 3. Förderjahr aus LAP-Mitteln finanziert und umgesetzt. Die Arbeitsgruppe wird sich auch 2010 regelmäßig treffen, die Umsetzung der Fortbildungsmodule auswerten und evtl. Veränderungen in den Konzepten vornehmen.
Nach dem Förderzeitraum 2010 sollen diese Fortbildungsmodule und auch andere gute Ansätze aus LAP-Projekten auf Landkreisebene verankert und mit finanziellen Mitteln untersetzt werden, Die "Woche der Demokratie an Schulen" soll im Sächsischen Lehrplan verankert werden. Um das zu erreichen, wird ein Termin der Koordinierungsstellen beider LAPs des Landkreises, der jeweiligen Bürgermeister und anderen Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen Coswig/ Riesa mit den jeweiligen Landtagsabgeordneten im Sächsischen Landtag angestrebt, zu dem die erarbeiteten Konzepte, gute LAP-Projektansätze und das Anliegen einer nachhaltigen Implementierung auf Landkreisebene präsentiert werden. Im Anschluss sind dazu Gespräche mit dem Landrat und das Einbringen der Vorschläge in den Kreisrat geplant. Bezüglich der Nachhaltigkeit des ganzen Konzeptes & Systems "LAP" existiert auf Landesebene ein Programm (WOS), wo es derzeit Bestrebungen gibt, evtl. die Fortführung der LAPs darin zu integrieren. Auch diese Möglichkeit wird die Koordinierungsstelle im Blickfeld behalten, um den LAP Coswig-Moritzburg-Radeburg evtl. fortsetzen zu können.
Zielgruppen:
Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler:
· Unter Jugendlichen im ländlichen Raum regionalen Austausch durch Projekte fördern und damit Ausgrenzungen/ Abwertungen entgegenwirken
· Durch politische Bildungsarbeit Jugendliche aufklären, für demokratische Prozesse sensibilisieren, durch schulische/ außerschulische Bildungsfahrten zu historischen Orten Geschichte anschaulich vermitteln
Sportvereine, Pädagoginnen und Pädagogen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Eltern:
· Für Sportvereine, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter Bildungsveranstaltungen (Aufklärung über rechtsextreme Codes, Symbolik, Lifestyle) initiieren
· In der Elternarbeit (Kita, Schule, Familienarbeit) spezifische Aufklärungs- und Bildungsaspekte einbeziehen
Kommunalpolitikerinnen und -politiker:
· Aufklärungs- und Bildungsveranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus mit dem Schwerpunkt "Umgang mit Rechtsextremisten in Parlamenten und Verwaltung sowie entsprechende Handlungsstrategien"
Sportvereine, Schulklassen verschiedene Schultypen, Jugendliche:
· Zielgruppen durch Gewaltpräventionsprojekte in Verbindung mit Sport, interkulturellen Sportveranstaltungen erreichen
· Durch Sportevents/ -wettkämpfe Eigeninitiative von Jugendlichen (insbesondere im ländlichen Raum) und Werte wie Akzeptanz, Toleranz fördern
Migrantinnen und Migranten/ Gemeinwesen:
· Interkulturelle Veranstaltungen mit integrierten Bildungsaspekten initiieren, dadurch die gewachsene Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen, Migrantinnen und Migranten und zwei Integrationsvereinen mit den Einrichtungen der Jugend- und Sozialarbeit vor Ort fördern und festigen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung Coswig (FG Schulen/ Kita’s/ Jugend), der Gemeindeverwaltung Moritzburg (Hauptamtsleitung), der Stadtverwaltung Radeburg (FB Soziales), des Kultur- und Heimatvereins Radeburg e. V., des CDU-Gemeindeverbandes Moritzburg, des Coswiger Jugendkomitees, des Jugendhilfeausschusses und des Fördervereins Karrasburg Coswig e. V. sowie eine Deutsch- und Ethiklehrerin der Mittelschule Radeburg, eine Mitarbeiterin des Kreisjugendrings Meißen e. V. und eine engagierte Bürgerin, die schon langjährig ehrenamtlich im Bereich Arbeit mit Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern in Coswig arbeitet.