Altmarkkreis Salzwedel

Landkreis Altmarkkreis Salzwedel

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Eckhard Gnodtke

Kontaktdaten:
Landkreis Altmarkkreis Salzwedel
Karl-Marx-Straße 32
29410 Salzwedel
Tel: 03901-840-337
Email:
www.altmarkkreis-salzwedel.de www.lap-altmarkkreis-salzwedel.de/
de/
  Fördergebiet:
Landkreis Altmarkkreis Salzwedel
Größe: 2.292 qkm
Einwohnerzahl: 91.450
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Bürgerinnen und Bürger des Altmarkkreises Salzwedel verfügen über demokratisches und tolerantes Grundverständnis, lehnen Diskriminierung und Gewalt ab und bringen sich aktiv ins Gemeinwesen ein.
2. Die Bürgerinnen und Bürger im Altmarkkreis sind gegenüber dem Vorhandensein offensichtlicher und latenter rechtsextremistischer Phänomene sensibilisiert.

Handlungskonzept:
Der Lokale Aktionsplan (LAP) des Altmarkkreises Salzwedel versteht sich als kompakte Handlungsstrategie. Ziel aller Bestrebungen im LAP ist es, Inhalte und Grundlagen zu den Themenfeldern Vielfalt, Toleranz, Demokratie, Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt zu vermitteln. Ein besonderes Anliegen ist die Stärkung demokratischer Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft im Landkreis. Kerngedanke des LAP ist eine nachhaltige Aktivierung und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger des Altmarkkreises Salzwedel im Sinne einer toleranten und weltoffenen Kultur des Zusammenlebens sowie eine Stärkung, Verstetigung und Optimierung bestehender Netzwerkstrukturen.

Thematische Schwerpunkte in 2010 sind weiterhin eine umfassende Demokratie- und Toleranzerziehung vor allem von Jugendlichen, die Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft, die Förderung interkulturellen Lernens, antirassistischer Bildung und die Bekämpfung rechtsextremer Bestrebungen im Landkreis.

Auch im Jahr 2010 wird die Fortführung, Weiterentwicklung und Verstetigung bestehender Ansätze im Rahmen der Handlungsstrategie von hoher Bedeutung sein. Bis zum Ende des Jahres muss es gelingen, Ergebnisse und Erfahrungen, aus den Jahren 2007 - 2010 zu sichern. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus der bisherigen Laufzeit des LAP sollen für alle demokratischen Akteure im Fördergebiet nutzbar gemacht werden. Langjährig bestehende und für die Umsetzung des LAP geschaffene Strukturen sollen nachhaltig und sinnvoll in der Region zu verankert werden. Nach über zwei Jahren Laufzeit des LAP Altmarkkreis Salzwedel stehen die Verstetigung von Einzelprojekten und Projektansätzen und die Einbindung der Handlungsstrategie in kommunale Entwicklungskonzepte, hier vor allem in der Jugendhilfeplanung, im Vordergrund der Bemühungen.

Einen Schwerpunkt der Auseinandersetzung in 2010 im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes bilden Überlegungen zur nachhaltigen Verankerung von Strukturen des LAP, z. B. des lokalen Begleitausschusses, damit im Zusammenhang stehender Netzwerke (z. B. des "SoNet", oder des Netzwerks "Integration"), und der Einzelprojekte/ Konzepte sowie der Strategie des LAP im Ganzen.
Nach den ersten Sitzungen des lokalen Begleitausschusses im Frühjahr 2010 bzgl. der Projektentwicklung und Projektbewilligungen, werden die folgenden Treffen darauf abzielen, verstärkt inhaltliche Aspekte des LAP zu diskutieren und Markierungen zur Weiterentwicklung zu setzen. Neben einer Auseinandersetzung mit einzelnen Projektansätzen im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes wird der Begleitausschuss seine eigene Rolle im Rahmen des Engagements im Landkreis über das Jahr 2010 hinaus definieren müssen. Überlegungen hierzu sind, ihn in ein Gremium zu überführen, welches sich auch außerhalb von Projektbewilligungsrunden mit den Themen Vielfalt, Toleranz, Demokratie, Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt im Landkreis auseinandersetzt.

Netzwerke, die sich in den letzten Jahren bzgl. der inhaltlichen Ausgestaltung des LAP, seiner Projekte und Inhalte stark engagiert haben, sollen in 2010 weiter gestärkt werden und diese Arbeit auch über das Jahr 2010 hinaus fortsetzen. Das in der Arbeit des LAP generierte Wissen und die entwickelten Handlungsansätze und Projektideen müssen nicht nur im Jahr 2010, sondern auch in den folgenden Jahren gesichert und weiterentwickelt werden. Kooperationen von Akteurinnen und Akteuren, Trägern und Initiativen im Landkreis müssen in 2010 weiter vorangetrieben werden.
Erfolgreiche Einzelprojekte, Modellvorhaben und Strategien sollen in 2010 mit besonderem Augenmerk auf eine Überführung in eine reguläre Förderpraxis der Träger oder des Landkreises geprüft, weiterentwickelt und diskutiert werden. Es ist vorgesehen, neben einer Auseinandersetzung im lokalen Begleitausschuss, ab Frühjahr 2010 erste Arbeitsgruppen aus den jeweils relevanten Akteuren zu Bilden. Im Sommer 2010 soll es Veranstaltungen und Runden zur Weiterentwicklung geben. Im Herbst diesen Jahres erfolgen von den betreffenden Akteuren Ergebnispräsentationen und ein Wissenstransfer in den gesamten Landkreis wird organisiert.

Zielgruppen:
Die Zielgruppen, die im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen, sind weibliche und männliche Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Milieus, Kinder und Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern. Des Weiteren richtet sich der Lokale Aktionsplan an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure in Vereinen, lokale Meinungsträgerinnen und -träger, Schulelternräte und Mitglieder der Kuratorien in Kindertagesstätten). Weiterhin erreicht werden sollen lokale Meinungsträgerinnen und -träger in Vereinen, Bildungseinrichtungen, kulturellen Einrichtungen und Bildungsträgern.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Ämternetzwerkes, der Polizei, des SONET einschließlich der Kirche, des Kreistages, der Zielgruppenvertreterinnen und -vertretern von Migrantinnen und Migranten, des Arbeitskreises für Demokratie und Weltoffenheit und des Kreisschülerrates sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises.




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