Salzlandkreis

Salzlandkreis/ Fördergebiet Ehemaliger Landkreis Schönebeck

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Ute Wysocka

Kontaktdaten:
Salzlandkreis - Jugendamt
Regionalstelle Schönebeck
Karlsplatz 37
06406 Bernburg (Saale)
Tel: 03928-780583
Email:
www.salzlandkreis.de www.medienwerkstatt-wir-zeigen-gesicht.de
  Fördergebiet:
Ehemaliger Landkreis Schönebeck
Größe: 460 qkm
Einwohnerzahl: 71.297
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Demokratie soll erlebbar gemacht und auf das Erlangen eines Demokratieverständnisses hingewirkt werden.
2. Die Zivilgesellschaft wird in die Umsetzung von Projekten einbezogen.
3. Für die Thematik latenter Ausländerfeindlichkeit sowie für Themenfelder der unterschiedlichsten Erscheinungen von Extremismus, Rassismus und Diskriminierung soll sensibilisiert werden.
4. Interkulturelles Lernen und damit einhergehend antirassistische Bildung soll gefördert werden.

Handlungskonzept:
In Vorbereitung der Fortschreibung des LAP's 2010 hat es verschiedene Arbeitsgruppentreffen gegeben, in denen zunächst über weitere Schritte, ausgehend von der aktuellen Bedarfslage, diskutiert wurde. Die weiter entwickelten Ziele bzw. veränderten Zielgruppen sowie die Ergebnisse der unterschiedlichen Fachgespräche in den Gremien bilden die Basis für das Handlungskonzept. Das Handlungskonzept umfasst vier Ebenen.

1. Strukturelle Ebene: Es gilt, auch weiterhin in den bewährten Strukturen zu arbeiten. Hierzu gehören die Koordinierungsstelle, das Ämternetzwerk, der Begleitausschuss sowie die nun existierenden Arbeitskreise. Weitere projektbezogene Arbeitskreise sind geplant und sollen sich entsprechend etablieren und in bestehende Netzwerke einfügen. Die entstandenen Netzwerke haben sich selbst verpflichtet, über den LAP hinaus nachhaltig in ihrer Struktur weiter zu arbeiten.

2. Inhaltliche Ebene: Die Koordinierungsstelle organisiert bedarfsgerecht themen- und programmbezogene Veranstaltungen für den Begleitausschuss, das Ämternetzwerk bzw. für die Projektträger. Die Koordinierungsstelle sichert die Transparenz, die Berichterstattung und die verwaltungstechnischen Abläufe. Das Ämternetzwerk ermöglicht kurze Verwaltungswege.

3. Projektebene: Die Koordinierungsstelle wird weiter die Projektträger beraten bzw. unterstützen, gleiches gilt für die einzelnen Gremien wie Arbeitskreise, Initiativgruppen usw., ihr kommt eine strategisch-steuernde Funktion zu. Die Verstetigung von Einzelprojekten und Projektansätzen erfolgt bereits 2010 (stadtteilorientierte Aktionen mit einem politisch motivierten Netzwerk "Pro Str. der Jugend" in einem Wohngebiet mit hohem Ausländeranteil) oder Projektansätze wie die Konzentration eines Themas in einer komprimierten Workshopwoche in den Sommerferien werden sich in den Bereichen der Sportvereine verstetigen.

4. Aufgaben des Begleitausschusses: Der Begleitausschuss wird weiterhin alle Projekte begleiten (Patenschaften), sich als strategieentwickelndes Gremium auszeichnen, ein entsprechendes Controlling durchführen und sich an der Fortschreibung beteiligen.
Die allgemeine Ausrichtung des LAP's entsprechend seiner Leitziele wurde auch für die Fortschreibung beibehalten, bewährt haben sich die Strukturen, die im Verlauf der letzten Jahre geschaffen wurden. Klar ist, dass bestimmte Handlungsstrategien beibehalten werden, wie z. B. die ressortübergreifende Sichtweise, die das Kind und den Jugendlichen als Hauptadressaten sieht und daraus schließend festlegt, wen diese zur Erfüllung der Ziele brauchen. Ein ganzheitliches Handeln schließt hier viele Partner mit ein, die regelmäßig angesprochen werden, sich zu beteiligen. Beteilgte Partner sind so orientiert, dass eine differenzierte Reaktion auf regional unterschiedliche Problemlagen im Bedarfsfall ermöglicht wird.

Zielgruppen:
· Jugendliche, die über nicht ausreichende Angebote zur sozialen Integration in demokratische Strukturen verfügen;
· Jugendliche mit Gefährdungspotenzial;
· Kinder und Jugendliche mittels altersgerechter Prävention;
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen als unmittelbar mit der Erziehung Betraute;
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern wie Feuerwehr, Sportvereine, etc.;
· Lokale Akteurinnen und Akteure aus Vereinen, Einrichtungen, Verwaltungen.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Kommunikationszentrums, eines freien Jugendhilfeträgers, des Jugendhilfeausschusses, des Ämternetzwerkes, der AG Elternschule, der Polizei, der Wirtschaft, der Kirche und der zivilen Akteurinnen und Akteure zusammen. Des Weiteren wirken auch der Bürgermeister und die Koordinierungsstelle im Begleitausschuss mit.




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