Halle



Stadt Halle - "Hallianz für Vielfalt"

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Karen Leonhardt

Kontaktdaten:
Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes Halle
℅ Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis
Leipziger Straße 82
06108 Halle (Saale)
Tel: 0345-2002810
Email:
www.halle.de www.hallianz-fuer-vielfalt.de
  Fördergebiet:
Stadt Halle (Saale)
Größe: 135 qkm
Einwohnerzahl: 231.364
Förderzeitraum: 01/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Ziel des Lokalen Aktionsplanes, unter dem Motto "Hallianz für Vielfalt", ist die Zusammenarbeit und Vernetzung lokaler Akteurinnen und Akteure zur Stärkung der Zivilgesellschaft sowie die Förderung von Grundwerten, wie Toleranz und Demokratie. Im Mittelpunkt des Lokalen Aktionsplanes steht die Etablierung nachhaltiger und verbindlicher Strategien zur Demokratieentwicklung und Förderung von Engagement vor Ort. Der Lokale Aktionsplan Halle verfolgt einen präventiven Ansatz. Die Aktivitäten des Aktionsplans sind intergenerativ und zielgruppenübergreifend konzipiert. Folgende Ziele werden im Lokalen Aktionsplan Halle (Saale) verfolgt: Bürgerinnen und Bürger sind über Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus informiert und sensibilisiert. Sie sind mit Grundwerten unserer Gesellschaft, wie Toleranz und Demokratie, vertraut. Sie engagieren sich für eine Gemeinschaft, in der Vielfalt als Bereicherung erlebt wird. Besonderes Augenmerk liegt auf der demokratischen Beteiligung und dem Engagement von jungen Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Zivilgesellschaftliche Akteure, Verwaltung, Politik und Wirtschaft arbeiten im Rahmen einer präventiven Strategie gegen Rechtsextremismus kooperativ und vernetzt zusammen.

Handlungskonzept:
Grundlage des LAP Halle sind gemeinsame Ziele, die mit den beteiligten Kooperationspartnern erarbeitet und weiterentwickelt werden. In der Jahreskonferenz wurden diese Ziele diskutiert und darauf aufbauend in drei Projektentwicklungswerkstätten mit konkreten Projektideen untersetzt. Im Mittelpunkt der Projektförderung 2009 zur Umsetzung der Ziele des LAP stehen erneut integrierter Projekte zur (Weiter-)Entwicklung langfristiger strategischer Partnerschaften. Die Antragstellung erfolgt durch einen der Kooperationspartner als Träger des Projektes. Integrierte Projekte können mit einer Fördersumme von max. 20.000 Euro unterstützt werden. Darüber hinaus werden Einzelprojekte gefördert, wenn sie innovative Konzepte kleinerer Vereine/ Jugendlicher sowie LAP-Ziele umsetzen. Langfristig sollen Einzelprojekte jedoch in integrierte Projekte eingebunden werden. Anträge für Projekte können im gesamten Förderzeitraum eingereicht werden, konkrete Ausschreibungsfristen werden jeweils für integrierte und Einzelprojekte werden in der Presse sowie auf der Homepage bekannt gegeben.
Die Projekte müssen folgende Kriterien erfüllen: Bezug zu den Zielen des LAP Halle, Beteiligung der Zielgruppen, Kooperation lokaler Partner und Netzwerke, nachhaltige Orientierung, Bezug zu Querschnittszielen. Weiterhin sollen die Projekte niedrigschwellige Zugänge für die Zielgruppen ermöglichen und lebensweltorientiert arbeiten. Über die Förderung der Projekte entscheidet der Begleitausschuss, der zurzeit aus 17 Mitgliedern verschiedener Netzwerke besteht. Im Rahmen der abschließenden Sitzung des BGA im Jahr 2008 wurde die Geschäftsordnung des Begleitausschusses den weiterentwickelten Zielen angepasst. Die externe lokale Koordinierungsstelle unterstützt die Arbeit des BGA, berät Projekte, organisiert die Öffentlichkeitsarbeit und koordiniert die Arbeit des LAP Halle. Die verwaltungstechnische Koordinierung (z. B. Ausstellung der Zuwendungsbescheide) erfolgt durch die Stadt Halle. Für das Controlling sowie die Selbstevaluation der Projekte ist der BGA verantwortlich. Die lokale Koordinierungsstelle unterstützt den BGA durch die Zuarbeit von Ergebnissen und Daten zum aktuellen Umsetzungsstand. Der Begleitausschuss trifft sich in regelmäßigen Abständen, mindestens 6 x im Jahr, prüft Ziele und Wirkung des LAP und den damit verbundenen Projekten. Neben der Auswertung der zugearbeiteten Daten, werden Mitglieder des BGA weiterhin als Paten die Projektumsetzung begleiten. Darüber hinaus sollen 2009 für die nachhaltigen Projektansätze (z. B. für das lokale Netzwerk "Schule ohne Rassismus" öffentlich bekannte Personen als Schirmherrinnen und -herren gewonnen werden, die auch nach dem Förderzeitraum, die Projektarbeit öffentlich unterstützen.
Im Förderzeitraum 2009 werden zwei Hauptveranstaltungen innerhalb des LAP Halle durchgeführt: die Jahreskonferenz im Herbst 2009 sowie eine Projektmesse. Im Mittelpunkt der Jahreskonferenz steht eine breite Diskussion der Ergebnisse des LAP und die nachhaltige Verankerung in Entwicklungskonzepten der Stadt (z. B. 10-Punkte-Aktionsplan) Darüber hinaus werden mindestens drei thematische Projektforen (jeweils zu den Zielen des LAP) durchgeführt, die den Austausch der Projekte befördern. Zum Stand der Umsetzung des LAP wird in regelmäßigen Abständen in städtischen Gremien und Ausschüssen berichtet (Jugendhilfeausschuss, Präventionsrat).

Zielgruppen:
· Kinder/ Jugendliche: Bereits frühzeitig muss eine aktive Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus und Gewalt erfolgen und Formen sozialen/ interkulturellen Lernens verankert werden (Schule ohne Rassismus).
· Jugendliche (10-26 Jahre): Die Einbindung von Jugendlichen soll im Förderzeitraum 2009 verbessert werden. Für viele Jugendliche (insbesondere männliche Jugendliche, Jugendliche aus "bildungsfernen" Milieus) gibt es noch keine ausreichenden Angebote zur sozialen Integration in demokratische Strukturen und niedrigschwellige Möglichkeiten zum Jugendengagement (Auf der Suche nach der eigenen Insel/ Meine Stadt!?).
· Erwachsene: Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen: Personen, die mit der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen betraut sind, müssen verstärkt in die Umsetzung des LAP einbezogen werden. (Schule ohne Rassismus/ Aus der Geschichte lernen).
· Migrantinnen und Migranten: Im Rahmen des LAP müssen in Halle lebende Menschen mit Migrationshintergrund erreicht und als aktive Partner einbezogen werden. Nur durch die Integration aller Menschen kann der Fremdenfeindlichkeit zwischen Migrantengruppen entgegen gewirkt werden (z. B. Interkulturelles Sportcamp).
· Sozialraumbezogene Akteure aus Bildung und Gemeinwesen: Rechtsextremismus ist nicht nur ein Problem von Jugendlichen, sondern ist in allen gesellschaftlichen Gruppen zu finden. (SOR/ Aus der Geschichte lernen), "Meinungsführer" aus Vereinen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft müssen angesprochen und eingebunden werden (Vorteil durch Vielfalt).

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Ämternetzwerkes (Beauftragte für Integration und Migration, Kulturbüro und Amt für Kinder, Jugend und Familie), der Polizei, des Präventionsrates, des Netzwerkes für Integration und Migration, der Initiative Zivilcourage, des Bündnisses Migrantenorganisationen, der Bürgerstiftung Halle, des Stadtjugendringes, des DGB Sachsen-Anhalt/ Region Süd, von Miteinander e. V., der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Stadtratsfraktionen CDU, Die Linke und SPD.