Neustadt in Holstein



Stadt Neustadt in Holstein

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Elif Basarin

Kontaktdaten:
Stadt Neustadt in Holstein
Am Markt 1
23730 Neustadt in Holstein
Tel: 04561-619304
Email:
www.neustadt-jugend.de www.vielfalt-neustadt.de
  Fördergebiet:
Schuleinzugsbereich Stadt Neustadt in Holstein
Größe: 20 qkm
Einwohnerzahl: 20.000
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
· Ziel ist es, durch gezielte Aktionen Begegnung und Kommunikation zum Thema "Vielfalt als gesellschaftlichen Reichtum leben und erleben" im Einzugsbereich zu realisieren.
· Außerdem soll "gelebte" Demokratie und Toleranz insbesondere bei jungen Menschen gefördert werden.
· Diese Ziele werden als flächendeckendes Programm umgesetzt.
· Ein übergreifendes Netzwerk von Kooperationen ist entstanden.

Handlungskonzept:
Durch verschiedene Maßnahmen und Projekte werden junge Menschen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren präventiv in ihrer interkulturellen Kompetenz gestärkt. Es sollen Berührungspunkte zu anderen "Eigenarten" durch Begegnungen und mulitkulturelle Veranstaltungen ermöglicht werden. Sie sollen sich aktiv mit einer multikulturellen Gemeinschaft auseinandersetzen und identifizieren können. Partizipationsmöglichkeiten werden für jungen Menschen geschaffen. Dabei sollen die jungen Menschen über ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten informiert und motiviert werden, die Partizipation und das Demokratieerleben aktiv mitzugestalten. Informationen sollen themenbezogen und jugendgerecht zu jungen Menschen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Lehrerinnen und Lehrern transportiert werden, um für Probleme und deren Lösungen zu sensibilisieren. Dies soll z. B. in dem Projekt "Mitbestimmt" geschehen - hier werden verbindliche Absprachen erarbeitet und verfestigt und praktische Mitbestimmungsbeispiele angeregt.

Jungen Menschen mit Affinität zur Fremdenfeindlichkeit wird ein von fachlicher Kooperation geprägtes Hilfesystem zur Verfügung gestellt. Besonders intensive Einzelfallbetreuung ermöglicht die Entwicklung von Perspektiven und persönliche, berufliche, verfassungskonforme und gemeinwesenorientierte Integration. Die Kooperation aller fachlichen Strukturen, welche die jungen Menschen umgeben, ist erforderlich (z. B. Polizei, Schule, Jugendamt, Jugendpflege, Eltern).
Übergreifende und nachhaltige Maßnahmen gegen die Ausgrenzung von Randgruppen, Migrantinnen und Migranten werden stabilisiert. Eine individuelle Analyse der Probleme, welche zur Ausgrenzung z. B. von Migrantinnen und Migranten führen, ist weiterhin erforderlich. Durch gezielte Maßnahmen, Nutzung von Hilfesystemen (Netzwerken) und Schaffung von immer wieder neuen Berührungspunkten wird die gesellschaftliche Integration gefördert. Angriffspunkten und fremdenfeindlichen Vorurteilen wird die Basis entzogen.

Themenbezogene Hintergründe sollen weiterhin vermittelt werden, wo Begegnung geschaffen wird. Multiplikatorentreffen werden durchgeführt. Die Stabilisierung des kooperierenden Netzwerkes aller am Bundesprojekt beteiligten Institutionen ist erforderlich (z. B. Schulen, Vereine, Stadtjugendpflege, Kreisjugendamt, Vielfalt-tut-gut usw.).
Die Chancengleichheit, auch auf das Geschlecht bezogen, soll gewahrt werden.

Zielgruppen:
Die Zielgruppe ist auf den Einzugsbereich Neustädter Schulen begrenzt. Angesprochen werden sollen hauptsächlich junge Menschen und deren Bezugspersonen. Mitglieder anderer Kulturen, Menschen mit Migrationshintergrund etc. sollen ebenso erreicht werden, wie z. B. junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen sowie junge Menschen aus "bildungsfernen" Milieus mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit.
Darüber hinaus soll nach Möglichkeit flächendeckend das Gemeinwesen thematisch angesprochen werden, wie bspw. Kinder und jüngere Jugendliche, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Auch Menschen mit hohem Bedeutungsgrad und meinungsbildendem Einfluss auf junge Menschen vor Ort sollen möglichst eingebunden werden.
Damit der Leitsatz "für Vielfalt und Toleranz" auch stimmig vermittelt werden kann, müssen auch andere Randgruppen wie z. B. behinderte Menschen als Zielgruppe definiert werden.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendverbandes Ostholstein, des Stadtjugendringes, des Sportringes, des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten, der Politik, der Kirche, des Kinderschutzbundes, des Kinder- und Jugendparlamentes sowie dem Schulleiter einer ortsansässigen Schule, dem Migrationbeauftragten des Kreises und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustadt in Holstein.