Saale-Holzland-Kreis

Saale-Holzland-Kreis

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Michael Schaffhauser

Kontaktdaten:
Koordinierungsstelle LAP im SHK
JUZ Wasserturm
Ladestr. 2
07607 Eisenberg
Tel: 036691-86941
Email:
www.saaleholzlandkreis.de www.bildungswerk-blitz.de/
LAP_SHK.378.0.html
  Fördergebiet:
Saale-Holzland-Kreis
Größe: 817 qkm
Einwohnerzahl: 88.199
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Das bürgerschaftliche und zivilcouragierte Engagement im Saale-Holzland-Kreis ist gestärkt. In einem Informations- und Aktivierungsprozess sind möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus allen Altersgruppen angesprochen und erreicht worden. Bestehende Gremien und Netzwerke sind im Rahmen der Thematik des Lokalen Aktionsplanes gefördert und weiterentwickelt worden. Mittel- und langfristig kann verhindert werden, dass sich extreme politische Einstellungen und entsprechendes Verhalten im Saale-Holzland-Kreis etablieren und verbreiten.

Handlungskonzept:
Der Saale-Holzland-Kreis (SHK) ist ein stark ländlich strukturierter Flächenkreis ohne Ballungszentren - entsprechend stellen sich die Infra- und Siedlungsstruktur dar. Vor diesem Hintergrund zielt der LAP im SHK darauf ab, Projekte möglichst an bestehende Schulen und Einrichtungen - Treffs der Jugend- und Vereinsarbeit - anzubinden und auch mobile Angebotsstrukturen zu etablieren. Damit wird der Ansatz verfolgt, in sowohl stabilem als auch flexiblem Rahmen zu agieren und rechtsextremer Agitation bzw. Organisation zu begegnen bzw. Demokratieentwicklung fördern zu können. Die bisher erarbeiten Ansätze werden mit dem Ziel der Strukturentwicklung weiter verfolgt.

Besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung von jungen Menschen. Dafür wurden Ankerpunkte festgelegt:
Ausgangspunkte sind u. a. Einbezug der gesamten Gebietsjugendpflege, Sozialraumtreffen in den fünf Planungsräumen oder auch der Einbezug von Schulfördervereinen. Für die Stärkung der Infrastruktur im Sozial- und Bildungsbereich wird das mobile Projektnetzwerk für Themen und Inhalte des LAP mit integrierten Projekten weiter ausgebaut. Dies wird, im Zusammenspiel von LAP-Koordinierung und federführendem Amt bzw. Ämternetzwerk, über einen Prozess der Reorganisation und Weiterentwicklung vorhandener Arbeitszusammenhänge unterstützt.
Interkultureller Dialog, besonders in Zusammenhang mit der Landeserstaufnahmestelle sowie der Umgang mit politischem Extremismus und latenter Gewaltbereitschaft sind spezifische LAP-Bereiche. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Sensibilisierungs- und Bildungsbereich. Eine breite lokale Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu aktivieren bedarf der im Kreis verwurzelten Organisationen als Vermittler. Dementsprechend sind Projekte möglichst als Kooperation verschiedener Institutionen umzusetzen. Handlungsziel ist, dass die Betreuungs- und Erziehungsinstanzen zu einem gemeinsamen Verständnis für eine "Kultur der Zivilcourage" finden und dies offensiv vertreten und praktizieren. Grundlage hierfür ist eine gemeinsam verabschiedete Erklärung mit Leitlinien für die Arbeit der Organisationen. Insgesamt ist eine offensive und präventive Arbeit mit allen Altersgruppen gegen rechtsextremistische Agitations- und Organisierungsversuche wesentliches Handlungsziel, ebenso offene und situationsadäquate Angebote für Partizipation und zivilgesellschaftliche Selbstorganisation.

Dafür werden die Projektansätze in Handlungsfeldern verknüpft:
Modul A - Koordination, Netzwerk, Gremien: Aufbau der Netzwerkarbeit sowie Begleitung und Betreuung von Initiativen, Aktionen und Maßnahmen im SHK;
Modul B - Bildung, Workshops/ Trainings, Prävention: Bildungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Funktionsträgerinnen und -träger, Bürgerinnen und Bürger sowie im Kinder/Jugend-Bereich zu relevanten Themenbereichen
Modul C - Begegnung, Austausch, Events: Veranstaltungen um Kontakte, Kommunikation, Alternativen anzuregen und offenen Zugang zum LAP und der Projektarbeit zu ermöglichen;
Modul D - Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Medien: Redaktion, Gestaltung und Verbreitung von Medien und Gewährleistung des Informationsflusses
Modul E - Aufgreifen lokaler Problemlagen und Entwicklung von handlungspraktischen Problemlösungsansätzen: Flexibles und rasches Eingehen auf Bedarfe, Problemlagen oder Ideen vor Ort.

Zielgruppen:
· Kinder und Jugendliche von 5 - 21 Jahren:
In diesem Alter wird das Demokratieverständnis nachhaltig geprägt. Darüber hinaus können Orientierungslosigkeit aufgrund drohender Arbeitslosigkeit nach der Schule, zerrüttete Familienverhältnisse oder mangelnde Allgemeinbildung dafür sorgen, gegenüber dem rechtsextremen Spektrum aufgeschlossen zu sein.
Zur Zielgruppe gehören insbesondere: Kinder in Kindertageseinrichtungen, Schülerinnen und Schüler, bildungsarme und nach Orientierung suchende Kinder und Jugendliche.

· Bürgergesellschaft 22 - 60 Jahre und älter:
Im SHK sind vergleichsweise wenige einschlägige extreme Gruppierungen und Parteien offen aktiv und entsprechend sieht auch die Polizei- und Wahlstatistik aus. Aber durchgängig muss festgestellt werden, dass es an Plattformen sowie Netzwerken politischer Mitgestaltung und -verantwortung, Zivilcourage und Bürgersinn in fast allen Alters- und Bevölkerungsgruppen mangelt. Vor diesem Hintergrund müssen und sollen breite Schichten der Bevölkerung mit dem LAP angesprochen und aktiviert werden. Zur Zielgruppe gehören insbesondere: Eltern, Funktionsträgerinnen und -träger, pädagogische Kräfte; Engagierte, Peerleader, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren; ferner Migrantinnen und Migranten, interkulturell Interessierte sowie Vereine bzw. Verbände, die vor allem Jugendliche binden.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Die Mitglieder des Begleitausschusses verstehen sich ausdrücklich in erster Linie als Bürgerinnen und Bürger, nicht als Mandats- oder Funktionsträgerinnen und -träger oder Delegierte.
Der Begleitausschuss umfasst 15 Personen aus dem gesamten Kreis: Darunter sind Kreistagsmitglieder aller Fraktionen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von freien Trägern der Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit (u. a. Kinderschutzbund, CVJM, Parität); Menschen aus kommunaler Verwaltung (des Kreises und einzelner Gemeinden) und aus der Kommunalpolitik, aus der Kirche und dem wissenschaftlichen Bereich sowie von Verbänden bzw. Organisationen wie DRK und Sport vertreten. Weiterhin wirken eine Reihe interessierter Bürgerinnen und Bürger, also Personen ohne formale Mitgliedschaft in einer Organisation, Institution und Interessenvertretung mit.




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