Friedrichshain- Kreuzberg



Friedrichshain-Kreuzberg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Victoria Schwenzer

Kontaktdaten:
Camino
Scharnhorststrasse 5
10115 Berlin
Tel: 030-7862984
Email:
www.camino-werkstatt.de www.lap-friedrichshain-kreuzberg.de
  Fördergebiet:
Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Größe: 20,16 qkm
Einwohnerzahl: 262.257
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt erhöht sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern im Bezirk und es entsteht ein größeres Bewusstsein für Potenziale und Ressourcen aller Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen.
2. Es besteht weitestgehend Konsens über die Grundregeln des demokratischen Zusammenlebens innerhalb der und zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Handlungskonzept:
Folgende Förderschwerpunkte für das Jahr 2010 wurden nach ausführlicher Diskussion der Problemlagen vom Begleitausschuss festgelegt:
· Rechtsextremismusprävention, Förderung von Netzwerken sowie Stärkung von Zivilcourage im Kontext von rechtsextrem motivierten Angriffen und Vorfällen
· Förderung der Akzeptanz von religiöser und weltanschaulicher Vielfalt, insbesondere zur Auseinandersetzung mit Islamophobie
· Sensibilisierung im öffentlichen Raum gegenüber rassistischer Ausgrenzung und Diskriminierung

Zu jedem dieser Förderschwerpunkte wurden vom Begleitausschuss Einzelprojekte ausgewählt. Außerdem wird ein Aktionsfonds für Mini-Projekte eingerichtet, der sich in diesem Jahr ausschließlich an Jugendliche richtet, um die Partizipation von Jugendlichen am LAP zu erhöhen. Zur Zielerreichung wird in Kooperation mit einem Träger ein Modell, das nach dem Peer-Ansatz arbeitet, umgesetzt.
Die intensive Einbindung der Projekte im vergangenen Förderjahr hat sich gerade auch im Hinblick auf die Wirkung des LAP als integriertes Handlungskonzept bewährt. Die Projekte werden wieder zu Beginn der Projektförderung beraten und es werden Zielvereinbarungen abgeschlossen. Regelmäßige Projekttreffen dienen der Vernetzung der Projekte, dem Erfahrungsaustausch und ggf. auch der Abstimmung der Projektaktivitäten.

Das Ämternetzwerk wird auch in diesem Jahr wieder eine wichtige Rolle in der strategischen Entwicklung des LAP spielen, insbesondere was die Vorbereitung/ Vordiskussion von Strategien betrifft, die im Anschluss in größeren Gremien besprochen werden (v. a. im Begleitausschuss). Das Thema Nachhaltigkeit/ Fortführung des Lokalen Aktionsplans über die Förderperiode hinaus soll 2010 ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt sein. Zum Ende des Förderjahrs soll eine Veranstaltung für relevante Akteure aus Kommune und Zivilgesellschaft zum Thema nachhaltige Verankerung des LAP stattfinden. Ende des Jahres soll zudem wieder eine Projektmesse stattfinden, bei der sich die geförderten Einzelprojekte einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Grundsätzlich soll in diesem Förderjahr, gerade auch im Hinblick auf das Auslaufen der Förderung, der Blick auf Aktivitäten gerichtet werden, die den öffentlichen Raum betreffen, also die sichtbare Sensibilisierung für Rassismus und Ausgrenzung in der bezirklichen Öffentlichkeit.

Zielgruppen:
Der Lokale Aktionsplan richtet sich zum einen an Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft, zum anderen auch an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bezirk. Es werden jeweils spezifische Projekte für diese Zielgruppen umgesetzt. Besonderes Augenmerk gilt im Förderjahr 2010 folgenden Gruppen:
· die Beteiligung von Jugendlichen über einen ausschließlich für Jugendliche bereitgestellten Aktionsfonds;
· für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bürgerämter, die im direkten Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen, finden Managing-Diversity-Trainings statt.
· ein weiteres Einzelprojekt arbeitet mit jungen Roma, die als ethnische Gruppe von massiver Diskriminierung betroffen sind.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Im Begleitausschuss vertreten sind Mitglieder der Steuerungsrunde, die im Rahmen des bezirklichen Demokratieprojektes gegründet wurde. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter aus dem Beirat für Integration und Migration, der Bürgerinitiative gegen Rechts in Friedrichshain, des Runden Tisches der muslimischen Vereine, des Afrikarates und der arabischen Communities. Darüber hinaus partizipieren auch Vertreterinnen und Vertreter der AG 78 nach § SGB VIII (Kinderring Berlin e. V.), der Galiläa-Samariter-Gemeinde, der Abteilung Jugend, der Abteilung Bildung und Kultur sowie die/ der Beauftragte für Integration und Migration, eine Schulrätin/ ein Schulrat und die im Bezirk verantwortliche Koordinatorin des Quartiermanagements.
Beratende Mitglieder sind: Vertreterinnen und Vertreter des Migrationsrates Berlin, des ADNB sowie der Bezirksbürgermeister, der Stadtrat für Finanzen, Bildung, Kultur und Sport und die Stadträtin für Jugend, Familie und Schule.