Amt Am Peenestrom



Amt Am Peenestrom

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Elke Quandt

Kontaktdaten:
Stadt Wolgast - Amt am Peenestrom
Burgstrasse 6
17438 Wolgast
Tel: 03836-251122
Email:
www.wolgast.de www.aktionsplan.wolgast.de
  Fördergebiet:
Stadt Wolgast und 9 amtsangehörige Gemeinden
Größe: 110 qkm
Einwohnerzahl: 17.689
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
In der Stadt Wolgast und den Gemeinden des Amtes Am Peenestrom existiert eine engagierte und demokratisch handelnde Bürgergesellschaft.
1. Bürgerinnen, Bürger, Politikerinnen und Politiker engagieren sich ehrenamtlich für Vielfalt, Demokratie und Toleranz.
2. Rechtsextremismus wird in den Orten thematisiert und die Bürgerinnen und Bürger werden für dieses Thema sensibilisiert. Ein Gemeinschaftsgefühl des demokratischen Umgangs wird erzeugt.
3. Die Entwicklung interkultureller Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen und somit ihre ganzheitliche Entwicklung wird gestärkt.

Handlungskonzept:
Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagement und Förderung einer starken Bürgergesellschaft über:
1. Entwicklung von Handlungsstrategien, die auf die Stärkung einer demokratischen Kultur abzielen;
2. Weiterführende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger für die Aufstellung eines Bürgerhaushaltes, mit einfließender Diskussion zu Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Stadt im Rahmen des Haushaltes;
3. Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung durch jeden Einzelnen bei der Entwicklung von Projektideen.

Rechtsextremismus wird in den Orten thematisiert und die Bürgerinnen und Bürger werden für dieses Thema sensibilisiert. Ein Gemeinschaftsgefühl des demokratischen Umgangs wird erzeugt und couragiert handelnde Bürgerinnen und Bürger werden gestärkt.

1. Bildungsoffensive und Aufklärungsarbeit zur Gegenwirkung gegen Verharmlosung und Entpolitisierung von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Schulen und Verwaltungen;
2. Weiterbildungen und Seminare anbieten, die befähigen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, aber auch neue Handlungsstrategien erarbeiten. Dies können z. B. Argumentationstrainings sein, mit dem Ziel, das Interesse an Politik zu fördern.
3. Gemeinsame Aktionen mit der Polizei, den Ordnungsbehörden und Beratungsteams organisieren und weitere Aktivitäten entwickeln wie z. B. Pflege eines informellen Austauschs.
4. Förderung eines toleranten Umgangs in Schulen und Vereine, die ein demokratisches Miteinander ermöglichen, z. B. auch in Kooperationen zu gehen und das Interesse für ehrenamtliche Arbeit zu wecken.
5. Gesprächsstrategien im Umgang mit rechtsextrem-orientierten Jugendlichen entwickeln und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren schulen.

Stärkung interkultureller Kompetenz und ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen:
1. Projekte fördern, zur Stärkung einer demokratischen Kinder- und Jugendkultur mittels jährlicher Projektwettbewerbe;
2. Akteurinnen und Akteure sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit methodischen Handreichungen unterstützen und ausstatten;
3. Alle Akteurinnen und Akteure sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu Themen Rechtsextremismus, Symbolik, rechtsextreme Musik, Fremdenfeindlichkeit sowie Antisemitismus beraten und in der Auseinandersetzung begleiten;
4. Kompetenzen wie Toleranz, Courage und Teamfähigkeit herausbilden und stärken;
5. Wettbewerbe initiieren, die Kinder und Jugendliche motivieren, kreativ zu werden;
6. Interessen der Kinder und Jugendlichen stärker in die Öffentlichkeit rücken.

Zielgruppen:
1. Vereine und Verbände: Zur Umsetzung des Aktionsplanes werden alle Vereine und Verbände, die sich im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich bewegen, gewonnen.
2. Kinder und Heranwachsende: Besonders Kinder und heranwachsende Jugendliche sollen durch spezifische Angebote erreicht werden. Dabei ist insbesondere die ländliche Struktur zu beachten, auf Grund fehlender Treffs und Ansprechpartner.
3. Bürgerinnen und Bürger
4. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen sind ebenfalls Zielgruppe. Dazu zählen die Gemeindevertreterinnen und -vertreter, die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die Einrichtungen und Institutionen im Amtsbereich am Peenestrom.
5. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund sind eine besondere Zielgruppe, die durch vielfältige Aktionen und Veranstaltungen mit einbezogen werden muss.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus verwaltungsinternen, politischen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zusammen. Er nimmt seine Aufgabe als Vergabe- und Kontrollgremium wahr. Das Regionalzentrum für demokratische Kultur mit Sitz in Anklam (RAA) ist seit 2009 ständiges beratendes Mitglied.

Im Begleitausschuss partizipieren Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Koordinierungsstelle, des Handels- und Gewerbevereins, der CDU-Stadtfraktion, der RAA, von Instereo e. V., des Integrationsvereins "Korni" sowie der Bürgermeister, die 1. stellv. Bürgermeisterin und Amtsleiterin, die Stadtvertretervorsteherin, der Vorsitzende des Präventionsrats e. V., der Schulleiter des Runge-Gymnasiums, der Jugendhausleiter und der Pfarrer der ev. Kirchengemeinde sowie eine sachkundige Bürgerin.