| Kontaktdaten: Servicestelle Bürgerschaft Aue Postplatz 3 08280 Aue Tel: 03771-499 455 Email: www.staedtebund-silberberg.de www.vielfalt-silberberg.de |
Fördergebiet: Zukünftige Einheitsstadt Silberberg Größe: 90 qkm Einwohnerzahl: 48.442 Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. In der Bürgerschaft der zukünftigen Einheitsstadt Silberberg besteht ein breites zivilgesellschaftliches Engagement.
2. Junge Menschen der zukünftigen Einheitsstadt Silberberg kennen demokratische Werte und erleben diese. Sie nehmen ihr Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht wahr.
Handlungskonzept:
Das Handlungskonzept des LAP der zukünftigen Einheitsstadt Silberberg ist insbesondere im 3. und letzen Förderjahr auf Nachhaltigkeit und Vernetzung ausgelegt. Die Fortschreibung der Zielstellungen hat diese Faktoren berücksichtigt. So werden sich die Projektträger stärker an der Öffentlichkeitsarbeit und damit am öffentlichen Diskurs, gelenkt durch die externe Koordinierungsstelle beteiligen. Gleichermaßen werden sich die Akteurinnen und Akteure verstärkt weiterbilden sowohl im inhaltlichen Bereich, als auch in Projektentwicklung und Projektmanagement. Das erworbene Wissen ist ein Zugewinn für alle Teilnehmenden, der die Träger im Sinne der Nachhaltigkeit weiterbringt. Ein Träger wird sich zum Weiterbilder qualifizieren.
Die Einzelprojekte sind auf die Zielstellungen abgestimmt und damit in besonderem Maße vernetzt. Es werden vorrangig Kooperationsprojekte gefördert. Diese Kooperation erstreckt sich nicht nur über das eigene Fördergebiet. Seit 2009 wird eine Kooperation mit dem LAP Thalheim, Burkhardtsdorf, Jahnsdorf, Neukirchen vorangetrieben. Nach gemeinsamen Projektmessen, gemeinsamen Beratungen der Ämternetzwerke und Treffen der Bürgermeister wird 2010 ein gemeinsam entwickeltes Konzept "Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit im Erzgebirge" umgesetzt. Die Akteurinnen und Akteure versprechen sich hiervon Nachhaltigkeit, auch im Sinne einer Förderung durch den Landkreis ab 2011. Einbezogen in einen vernetzten Strukturaufbau werden Akteurinnen und Akteure aus dem gesamten Erzgebirgskreis und aus allen Spektren der GWA. Anlaufstellen in den einzelnen Regionen werden vier Mehrgenerationenhäuser.
Die beiden externen Koordinierungsstellen tragen bei der Umsetzungsarbeit gewonnene Erfahrungen und Arbeitsergebnisse aus dem Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT." in den Erzgebirgskreis. Unterstützt werden sie durch alle Akteurinnen und Akteure der beiden LAP, bis hin zu acht Bürgermeistern. Der LAP der zukünftigen Einheitsstadt Silberberg, vertreten durch die externe Koordinierungsstelle, war an der Gründung der "LAG Vielfalt Sachsen" beteiligt und übernimmt 2010 die Sprecherrolle. Diese LAG ist ein Zusammenschluss der sächsischen LAP und Modellprojekte aus dem Bundesprogramm sowie ähnlichen selbständigen und anderweitig geförderten Strukturen und Behördenvertreterinnen und -vertretern. Das Netzwerk Tolerantes Sachsen unterstützt die LAG Vielfalt Sachsen, die inzwischen bereits Mitglied der AG GWA im Sächsischen Landespräventionsrat ist.
Zielgruppen:
Die Zielgruppen, die im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen, sind vor allem Kinder und Jugendliche (insbesondere Schülerinnen, Schüler und Auszubildende), die Unterstützung in der Werteentwicklung und Bewusstseinsbildung erhalten sowie bildungsferne männliche Jugendliche mit wenig ausgeprägter sozialer Kompetenz. Bürgerschaft, Migrantinnen und Migranten werden in das gesellschaftliche Leben integriert. Auch sollen u. a. Sportfans im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes mit Maßnahmen zur Prävention von Alltagsgewalt und Rassismus erreicht werden.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus vier Vertreterinnen und Vertretern des Ämternetzwerkes und der Bürgerinitiative "pro zivilcourage aue". Beteiligt sind auch der ehrenamtliche stellvertretende Ausländerbeauftragte des Erzgebirgskreises, mehrere Pädagoginnen und Pädagogen, eine Auszubildende und eine Schulsekretärin. Der Ausschuss ist mehrheitlich zivilgesellschaftlich besetzt.