| Kontaktdaten: Stadt Leipzig Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention Martin-Luther-Ring 4-6 04109 Leipzig Tel: 0341-123-4313 Email: www.leipzig.de www.aktionsplan-leipzig.de |
Fördergebiet: Stadt Leipzig Größe: 29,76 qkm Einwohnerzahl: 506.578 Förderzeitraum: 10/2007-12/2010 |
Leitziele:
1. Einwohnerinnen und Einwohner von Leipzig verfügen über ein ausgeprägtes Toleranzverständnis für vielfältige Lebensformen und partizipieren an einer interkulturellen Lebenswelt.
2. Akteurinnen und Akteure in Zivilgesellschaft, Institutionen und Behörden sind kompetent in der Vermittlung demokratischer Werte und im Wirken gegen rechtsextremistische Ideologie und Gewalt.
Handlungskonzept:
Mit Beschluss des Begleitausschusses wurde der Lokale Aktionsplan für 2010 fortgeschrieben. Die folgenden Schwerpunkte wurden für diese Förderperiode festgelegt.
· Im medialen Bereich nimmt das Projekt des Trägers LeiSa gGmbH die Darstellung von Migrantinnen und Migranten sowie Minderheiten in Printmedien in den Blick und setzt sich in zwei Trainings mit Wirkungsfaktoren von Medien auseinander. Courage e. V. wird auch im kommenden Förderzeitraum öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen mit PR-Kampagnen (Leipzig "Ort der Vielfalt") verknüpfen.
· Im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements entwickelt das Erich Zeigner Haus innovative Methoden zur Qualifizierung von Bürgerinitiativen, speziell im Leipziger Osten und Westen. Gerade dieses Engagement wird durch den Aktionsfonds der Nato auch im kommenden Jahr gesichert. Unter dem Motto "Grünau kann anders" führt das Projekt Bunte Platte e. V. 2010 eine Aktionswoche durch, die durch ein 2tägiges Fußballturnier und Stadtteilfest abgeschlossen wird.
· Das Antidiskriminierungsbüro e. V. wird eine Ausstellung mit Begleitmaterial erarbeiten, welche in Schulen und anderen Einrichtungen die Themen Diskriminierung und Antidiskriminierung aufgreift. Der Träger Engagierte Wissenschaften e. V. wird im Projekt "Kompetenzzentrum für Demokratie" mit einer Dokumentation, Demokratiewerkstätten und einer Vortragsreihe die Themenfelder Vielfalt und Demokratie bearbeiten.
· Im Bereich des Sportes beabsichtigt der Rote Stern Leipzig e. V. (Träger des Förderpreises für Demokratie 2009) Angebote im Weiterbildungsbereich durchzuführen. Zielgruppen des Projektes "Mehr Verantwortung im Breitensport" sind 80 Fußballvereine.
In den Monaten April bis Juni findet jeweils ein Treffen mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren statt, um die Ergebnisse der bisherigen Umsetzung zu diskutieren und die weitere Strategie der Stadt Leipzig über 2010 hinaus vorzubereiten. Durch die Treffen der zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure und Diskussionen im Begleitausschuss wird die Zivilgesellschaft dabei nicht nur mit einbezogen, sondern ist integraler Bestandteil der Weiterentwicklung des Lokalen Aktionsplanes.
Ende August 2010 werden die Zwischenberichte der Einzelprojekte zusammengeführt. Nach der Aufarbeitung und Analyse der bisherigen Ergebnisse im Zusammenwirken von Ämternetzwerk und Begleitausschuss wird der Lokale Aktionsplan fortgeschrieben.
Auf Grundlage der Zwischenberichte der Einzelprojekte und der Empfehlungen der zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure wird ab August eine Vorlage für den Stadtrat zur weiteren Strategie der Stadt Leipzig vorbereitet. Dies setzt die Beschlussfassung des Begleitausschusses Ende August 2010 voraus.
Zielgruppen:
Die Zielgruppen, die im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen, sind:
· Kinder und jüngere Jugendliche:
In diesem Bereich existieren nur vereinzelt präventive Ansätze des sozialen Lernens. Die vorliegenden Ansätze sozialen Lernens werden modellhaft implementiert.
· Migrantinnen und Migranten, insbesondere Jugendliche:
Die Stärkung der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund befördert deren Integration und wirkt Fremdenfeindlichkeit entgegen.
· Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen:
Diese leben Toleranz und Demokratie in ihren Wirkungsstätten vor.
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren:
Sie stehen in einer Vorbildrolle bei der Vermittlung demokratischer Grundwerte.
· Lokale einflussreiche und deutungsmächtige lokale Akteursgruppen:
Rechtsextremismus ist kein jugendspezifisches, sondern ein gesellschaftliches Problem. In die Umsetzung des Programms müssen damit alle gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure - so auch Unternehmen und Wirtschaftsverbände - integriert werden.
Neu in die integrierte Strategie der Stadt Leipzig wurde die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren aufgenommen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes, des Kulturamtes, des Ordnungsamtes, des Stadtjugendringes e. V., des evangelischen Jugendpfarramtes, der Sächsischen Bildungsagentur, der Bürgerschaft Leipzigs, Courage zeigen e. V., OFT Rabet, RAA Leipzig e. V., der Bürgerinitiative Lindenau Plagwitz, des Verbandes internationaler Familien e. V., des DGB Region Leipzig, des Vereins Arbeit und Leben gGmbH und Leipzig naTo e. V. und aus dem Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters sowie des Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Leipzig.