| Kontaktdaten: Landkreis Anhalt-Bitterfeld Jugendamt SGL Jugend und Sport Am Flugplatz 1 06366 Köthen (Anhalt) Tel: 03496-601604 Email: www.anhalt-bitterfeld.de www.familie-in-anhalt-bitterfeld.de/ vielfalt-tut-gut |
Fördergebiet: Altlandkreis Bitterfeld Größe: 509,62 qkm Einwohnerzahl: 98.357 Förderzeitraum: 01/2007-12/2010 |
Leitziele:
Ziel des kommenden Förderzeitraum ist es, die Strategie die integrierte Projektarbeit fortzusetzen und dabei die Projektqualität kontinuierlich weiter zu entwickeln. Außerdem sollen die erreichten Ergebnisse in geeigneter Art und Weise dokumentiert und multipliziert werden.
Leitziel:
Den Landkreis Anhalt-Bitterfeld als "Ort der Vielfalt" zu etablieren und das Engagement der Akteure des Gemeinwesens für die Anerkennung der Kulturen wertschätzend sichtbar zu machen. Dabei sollen die integrierten Projekte insbesondere in den Bereichen: Bildung und Schule, Sport und Freizeit, Kunst und Kultur angesiedelt sein. Alle Projekte und Maßnahmen sind nicht ausgrenzend angelegt und orientieren sich an den Methoden des transkulturellen Lernens.
Handlungskonzept:
Ausgehend von der Analyse des bisher Erreichten durch den Begleitausschuss und das Ämternetzwerk wurde der Lokale Aktionsplan 2010 weiterentwickelt. Wichtig ist allen Beteiligten, das bisher Erreichte zu verstetigen und zu multiplizieren. Die potenziellen Projektträger sind aufgefordert, sich Partner für die Projektumsetzung zu suchen und eigenständig ein integriertes Projekt zu konzipieren. Die Koordinierungsstelle nimmt sich in der Konzeptionsphase weitgehend zurück und sichert so das selbstständige Projektmanagement der Partner. Die Projektarbeit wird durch die Koordinierungsstelle, die Vertreterinnen und Vertreter des Ämternetzwerkes und des Begleitausschusses und die Projektpaten der Kreistagsfraktionen aktiv unterstützt. Dabei kommt den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auch die Aufgabe zu, die Projektträger mit Projektinteressierten zu vernetzen.
Der Einrichtung einer Koordinierungsstelle "Schulen mit Courage" kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. So können die Erfahrungen aus den Vielfaltprojekten gezielt weitergegeben aber auch weiterentwickelt werden. Die Sekundarschule Muldenstein soll nicht nur für die Schülerinnen und Schüler ein offener Ort des Lernens sein sondern auch interessierten Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulen, im Sinne eines Praktikums, die Möglichkeit geben sich zu informieren, wie Vielfalt als Gesamtskonzept der Schule umgesetzt wird. In diesem Handlungsfeld muss aber auch die frühkindliche Bildung (Stichwort: Kita ohne Rassismus) oder die Bildung in Jugendfreizeiteinrichtungen und allen Schulformen in den Blick genommen werden. Hier ist eine Vernetzung anzustreben und ein Informationstransfer zu sichern.
Der Vielfalt-Newsletter, als internes und externes Kommunikationsmedium ist entsprechend zu nutzen und die Zielgruppe bedarfsorientiert zu erweitern. Die Kooperation zwischen Akademie der Künste Berlin, regionalen Vereinen und den Schulen ist zu verstetigen und so zu intensivieren, dass die Einzelmaßnahmen in den Unterrichts integriert werden.
Gleichzeitig sollen die öffentlichen Ausstellungen und Dokumentationen dazu dienen, den Landkreis als "Ort der Vielfalt" und der Kreativität zu etablieren. Wichtig ist, dass die beteiligten Schülerinnen und Schüler durch die Künstlerinnen und Künstler sowie Lehrerinnen und Lehrer sich inhaltlich und künstlerisch-kreativ mit der Vielfalt des Lebens, der Kulturen und der Kunst auseinander zu setzen.
Die intensive Beteiligung des Sportvereine und sportlichen Initiativen wird im kommenden Förderzeitraum fortgesetzt. Insbesondere die Öffnung des Freizeitsports auch für körperlich beeinträchtigte Sportlerinnen und Sportler ist ein sichtbares Signal für gelebte Pluralität. Gleichzeitig sollen sportliche Events, wie der Lauf von "Luther zum Papst" genutzt werden, um für Vielfalt zu werben und den Landkreis als weltoffene Region zu etablieren.
Zielgruppen:
Hauptzielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen im Landkreis. Diese Jugendlichen und Heranwachsenden sollen sowohl in den Schulen als auch in den
Freizeiteinrichtungen und in Sportorganisationen motiviert werden sich für Vielfalt und Meinungspluralität zu engagieren. Gleichzeitig sind die Kinder, die Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen sowie der weiterführenden Bildungseinrichtungen in den Blick zu nehmen, um die verschiedensten Übergangsphasen konfliktfrei zu gestalten. Entsprechend sind Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Übungsleiterinnen und -leiter weitere Zielgruppen, die innerhalb der integrierten Projekte bedarfsorientiert qualifiziert und methodisch angeleitet werden müssen.
Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, der Politik und der Medien bilden die Zielgruppe der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die ebenfalls über die Projekte des LAP angesprochen werden müssen.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, des Gemeinwesens und der Verbände sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Der Ausschuss wird durch den Landrat berufen und ist ehrenamtlich tätig.
Neben den Mitgliedern des Begleitausschusses und des Ämternetzwerkes wurden beispielsweise Vertreterinnen und Vertreter der AG Gewaltprävention, der AG Integration, des Quartiersmanagements, des Kreisjugendrings, der Landespolitik sowie Mitarbeitende der Freiwilligenagentur an der Erstellung des LAP beteiligt.