Harz

Landkreis Harz

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Sibylle Labesehr

Kontaktdaten:
Landkreis Harz
Friedrich Ebert Straße 42
38820 Halberstadt
Tel: 03941-5970-2158
Email:
Email 2:
www.kreis-hz.de www.lap-harz.de
  Fördergebiet:
Landkreis Harz
Größe: 2.104 qkm
Einwohnerzahl: 247.490
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Durch die Schaffung von Angeboten zur Demokratieförderung soll es im Harzkreis ein gestärktes demokratisches und "tolerantes" Grundverständnis gegen Rechtsextremismus geben.
2. Die Bürgerinnen und Bürger im Harzkreis sollen gegenüber offensichtlicher und latenter rechtsextremistischer Phänomene sensibilisiert und durch gezielte Förderung der Zivilgesellschaft zu mehr Zivilcourage befähigt werden.

Handlungskonzept:
Für die Fortschreibung 2010 sollen vor allem die Ablaufprozesse verbessert werden, um die Nachhaltigkeit des LAP nach Auslaufen der Förderung durch das Bundesprogramm zu gewährleisten. Im Laufe des Restförderzeitraumes wird im Rahmen der Entwicklung von Verstetigungsstrategien diskutiert werden, inwieweit die Arbeit für Vielfalt und Toleranz als Qualitätskriterium für die finanzielle Förderung auf kommunaler Ebene herangezogen werden kann bzw. muss. Geplant ist mit allen Beteiligten auf allen Ebenen zu diskutieren, welche Projektinhalte und -ansätze nach 2010 fortgesetzt und damit verstetigt werden sollen. Es wird geprüft, inwieweit die Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes im Landkreis Harz auf Möglichkeiten zur Förderung von Einzelprojekten in Bezug auf Demokratie- und Toleranzförderung zu erweitern ist. Zur nachhaltigen Verankerungen von Strukturen ist geplant, das vorhandene Netzwerk "Life is my future", Präventionsnetzwerk für Kinder und Jugendschutz im Landkreis Harz, zu nutzen und die Themen wie Rechtsradikalismus und Extremismus stärker mit einzubeziehen. Die Einbindung politischer Entscheidungsträger wie z.B. den Präventionsrat des Landkreises Harz ist vorgesehen. Ziel ist es, die bisher bestehenden Netzwerke im Landkreis Harz bezüglich ihrer Arbeitsschwerpunkte und Synergieeffekte für den LAP besonders in den Blick zu nehmen.

Schwerpunkt im Förderzeitraum 2010 wird eindeutig auf die nachhaltige Verankerung der angeschobenen Prozesse gelegt. Ämternetzwerk, Koordinierungsstelle und Begleitausschuss sind weiterhin die wesentlichen Gremien für die Umsetzung des Lokalen Aktionsplans. Die interne Koordinierungsstelle soll auch nach Ende des Projektzeitraumes weiter arbeiten. Ihr obliegen die Fortschreibung, Begleitung und Beratung der Projekte und die Öffentlichkeitsarbeit. Die Zusammensetzung des Begleitausschusses hat sich bewährt. Sie sichert während des gesamten Projektzeitraums die regelmäßige Berichterstattung und das Controlling im Begleitausschuss und Ämternetzwerk. Die Koordinierung erstellt einen Jahresbericht (Dokumentation) auf der Grundlage der Berichte der Einzelprojekte. Die Beratung der Projektträger bei der zusätzlichen Fördermittelakquise und bei der Antragstellung z. B. bei Stiftungen ist 2010 Aufgabe der Koordinierung.

Die Optimierung und Erweiterung des Ämternetzwerkes in Bezug auf relevante Ämter, um z. B. die Einbindung des LAP in Kommunale Entwicklungskonzepte besser zu gewährleisten, ist ein Schwerpunkt des 3. Förderjahres. Durch die Einbindung der Pressestelle des Landkreises in das Ämternetzwerk wird eine Verbesserung der öffentlichen Berichterstattung angestrebt. Da das Förderprogramm nach drei Jahren Laufzeit endet, sollte ein lokaler Ergebnistransfer und Erfahrungsaustausch organisiert werden. Die Art der Veranstaltung (Fachaustausch, Projektmesse o. ä.) ist noch offen. Die Entscheidung hängt auch von den landes- bzw. bundesweiten Aktivitäten zum Programmabschluss ab. Das Ämternetzwerk soll unverändert eine inhaltlich- beratende Funktion behalten, aber den fachlichen Input in den Begleitausschuss und in die Abteilungen und Bereiche des Landkreises Harz übermitteln.

Zielgruppen:
• Kinder und jüngere Jugendliche: In diesem Bereich existieren nur vereinzelt präventive Ansätze des sozialen Lernens. Diese werden modellhaft implementiert.
• Migrantinnen und Migranten: Die Stärkung der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund befördert deren Integration und wirkt Fremdenfeindlichkeit entgegen.
• Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen: Diese leben Toleranz und Demokratie in ihren Wirkungsstätten vor.
• Multiplikatorinnen und Multiplikatoren: Sie stehen in einer Vorbildrolle bei der Vermittlung demokratischer Grundwerte.
• Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit: Ein Schwerpunkt soll in der Stärkung der Zivilgesellschaft und der Ausprägung starker Ehrenamtsstrukturen liegen, um rechtsradikalen Tendenzen den Boden zu entziehen.

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes Landkreis Harz, des Ordnungsamtes, des Kulturzentrums Reichenstraße Quedlinburg, der evangelischen Kirche, des Bürgerbündnisses, der Kommunalen Beschäftigungsagentur, des Vereins Kultur, Bildung und Freizeit e. V. und des Internationalen Bundes zusammen. Des Weiteren wirken auch die Gleichstellungsbeauftragte und die lokale Koordinierungsstelle sowie Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Harz im Begleitausschuss mit.




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